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DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT

DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT

Regie Jonas Grosch
Kinostart 12.06.2008

Kritiken • DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT

12. Juni 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • Die Tageszeitung

Das Porträt eines permanenten Weltverbesserers nennt Wilfried Hippen die Dokumentation. "Die Aufnahmequalität lässt in vielen Sequenzen zu wünschen übrig, und oft hat man das Gefühl, die Kamera wäre schlicht draufgehalten worden. Dies hat aber auch den wohl unbeabsichtigten, aber dann doch positiven Effekt, dass das Afrika in diesem Film nicht so exotisch und sonnig gezeigt wird wie in fast allen anderen Dokumentationen von westlichen Filmemachern, die den touristischen Blick nie ganz abstreifen können und deshalb oft selbst Hunger, Krankheit und Elend exotisch verklären. Hier dagegen ist Afrika einfach da."

12. Juni 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine ganz besondere persönliche Note entdeckt Jan Schulz-Ojala. "Was die Doku, die so gar nichts von den jüngsten televisionären RAF-Jubiläumsbegängnissen hat, besonders persönlich erscheinen lässt: Der Regisseur ist Wackernagels Neffe – und tatsächlich, manchmal tönt, was der Alte aus dem Schlachtenlärm jener fernen bundesrepublikanischen Jahre erinnert, wie "Onkel erzählt vom Krieg". Aber immer wieder funkelt das nachdenkliche Glück darüber dazwischen, dass damals in Amsterdam niemand zu Tode kam."

12. Juni 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wackernagel erzählt von der schmerzhaften Scham, die auf die Läuterung folgte, und Michael Kohler versteht, warum er am anderen Ende der Welt neu anfangen musste. "Sein wiederholtes Scheitern nimmt Wackernagel dabei beinahe gelassen hin, dass seine Idee einer Karawane des Friedens vom damaligen Außenminister Joschka Fischer nicht ernst genommen wurde, wurmt ihn allerdings immer noch. Unter den Gedenkfilmen zur 68er-Bewegung und ihren Folgen, ist dies sicherlich der Ungewöhnlichste."

12. Juni 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • Neues Deutschland

Heitere Bilder aus einem scheinbar unbeschwerten Leben transportiert der Film, schreibt Karlen Vesper. "Mitunter schmunzelt man, wenn der wackere Wackernagel die Welt erklärt, es "dialektisch" versucht. Da scheint Naivität auf, die sympathisch ist, aber Unrecht und Ungerechtigkeit nicht aus der Welt schafft. Im Kleinen ist Einiges zu bewirken. ... Ein interessanter, offenherziger Low-Budget-Film, dessen Originalität und Authentizität einige produktionstechnische Mängel und fehlende kritische Distanz des Interviewers wettmachen."

05. Juni 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • film-dienst 12/2008

Bei genauerer Betrachtung entwickelt der schmucklose Film für Ulrich Kriest einen erstaunlichen Reichtum. "Von den konventionellen Veteranen-Erzählungen von Ex-Terroristen der letzten Jahre hebt sich der Film ab, weil hier keine alten Kampfgefährten vor die Kamera gezerrt, keine Gloriolen vergangener Kämpfe geflochten werden, keine Revolutionsnostalgie betrieben wird. Stattdessen erzählt der Film davon, wie jemand ein beschädigtes Leben lebt, wie aus Fehlern gelernt wird und dabei immer wieder neue Fehler gemacht werden. Auf ganz andere Weise geht hier "der Kampf weiter", und dabei zuzusehen ist mitunter ganz schön gruselig."

28. Mai 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • kino-zeit.de

Mag sein, dass Wackernagel das ist, was man heute so gerne einen "Gutmenschen" nennt, schreibt Joachim Kurz. "Und es mag auch sein, dass er manches aus seiner Vergangenheit verklärt, hinweglacht, wenn die Fragen auf unangenehme Punkte kommen. Und zuletzt kommt man nicht umhin festzustellen, dass Christof Wackernagel und seine Visionen von einer besseren Welt immer wieder gescheitert sind. Doch in seiner Freundlichkeit und in seinem Altruismus liegt zugleich auch etwas, das bei allen Fehlern, die dieser Mann hat, auch Respekt einfordert für einen Idealisten, dessen Spezies anscheinend immer mehr vom Aussterben bedroht ist."

08. Mai 2008 | DER WEIßE MIT DEM SCHWARZBROT • Kritik • programmkino.de

Dorothee Tackmann erlebte einen quicklebendigen Widerspruch. "Die Methode hat sich inzwischen bewährt: Man nimmt ein Urgestein aus der 68er-Bewegung und beschreibt es mit dem Abstand mindestens einer Generation. Weil die Jüngeren von den Macken und Attitüden jener Zeit unbelastet sind, ist eine gewisse Unverfrorenheit garantiert. So ließ Marcel Wehn in seiner Abschlussarbeit für die Filmakademie Wim Wenders lange vor der Kamera nachdenken. Moritz Rinke vergaß respektloserweise das Manuskript der Zadek-Autobiographie im Zug, und beschreibt in seiner Rezension, wie er einem Bahnhofsvorsteher auseinandersetzt, wer der große Theatermann ist."

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