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BEN X

BEN X

Regie Nic Balthazar
Kinostart 08.05.2008

Kritiken • BEN X

09. Mai 2008 | BEN X • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film hat Christina Tilmann gepackt. "Keine Spur von Betroffenheitsdrama: BEN X hält das Thema Autismus in der Schwebe. Was Ben (verträumt, hellwach: Greg Timmermans) zum Opfer prädestiniert, könnte auch alltägliche Schüchternheit sein. Er taugt damit zur Identifikationsfigur für Jugendliche, denen die Unmöglichkeit, sich in der Schule zu behaupten, vertraut ist. Und der Dreh, den Ben schließlich findet, um sich aus seiner Notlage zu befreien, ist genial – ein Showdown, der noch einmal alle Gewissheiten verschiebt."

08. Mai 2008 | BEN X • Kritik • Frankfurter Rundschau

Phänomenal nennt Heike Kühn das Regie-Debüt. "Ironie und Wut, aber auch der Wunsch, die (Film-)Welt zu verändern und einen Ausweg aus der kranken Gesellschaft der Mobber und Stalker zu finden, befeuern sein listenreiches Debüt. Balthazar spielt mit gängigen Mustern von Gesellschaftskritik und medialer Selbstreflexion, wie man sie aus anderen Filmen über die Opfer einer wahnhaft faschistoiden "Normalität" kennt. Was beginnt wie das Drama eines zum Selbstmord Verurteilten, entwickelt sich zu einer cinephilen Rache, in der nicht zurückgeschlagen, sondern filmisch scharf geschossen wird: Die Video-Bilder von den Untaten seiner Folterer sind hinreißend schlagfertig."

07. Mai 2008 | BEN X • Kritik • critic.de

Thorsten Funke nennt das Debüt erstaunlich stilsicher, wenn auch manche visuellen Elemente arg überstrapaziert werden. "Dass die gesamte Geschichte besonders zum Ende hin sehr pädagogisch gerät, lässt sich auf die Herkunft aus einem Jugendbuchstoff zurückführen. ... Die Katharsis erfolgt anders als erwartet, dafür in einer intelligenten, effektvollen Inszenierung, in der Schuld und Einsicht in eine Utopie eines anderen Miteinanders münden. Ben, aber auch seine Umgebung erhalten eine neue Chance. Es ist ein Neustart. Ein weiteres Leben, wie in einem Computerspiel."

05. Mai 2008 | BEN X • Kritik • Der Spiegel

Im Kurz-Interview erklärt der Regisseur, warum ein Online-Spiel Therapie sein mag - und was man bei Online-Dreharbeiten mit zu neugierigen Schaulustigen macht.

05. Mai 2008 | BEN X • Kritik • kino-zeit.de

Viele Themen hat Joachim Kurz ausgemacht. "Mancher Filmemacher mag an einer solchen Vielzahl von höchst problematischen Themen bereits gescheitert sein – Nic Balthazar aber gelingt das Kunststück, dies alles mit Leichtigkeit, dem gebotenen Ernst und äußerst spannend unter einen Hut zu bekommen. Ein überaus sehenswerter, streckenweise brillant gemachter und sehr gut von den jungen Darstellern umgesetzter Film, der vielen Jugendlichen und Erwachsenen die Augen öffnen dürfte für die Gefahren, von denen sie umgeben sind."

02. Mai 2008 | BEN X • Kritik • kinofenster.de

Statt Selbstaufgabe propagiert Ben X Selbstbehauptung, stellt Kirsten Taylor fest. "Mobbing, Selbstmord, Ignoranz sowie Flucht in künstliche Welten und Entfremdung. Die zeitgenössische Problematik gewinnt zudem eine universelle Dimension durch symbolhafte Analogien zur christlichen Passionsgeschichte: ein Kreuz, das sich Ben schmiedet, eine "Erlöserszene" in der Schulkappelle. Dennoch wirkt der Film nicht überfrachtet, bleibt in seinem emotionalen Kern glaubhaft und nachvollziehbar: Ausgrenzung und Mobbing sind keine Einzelphänomene, sie können uns alle treffen. Dass Ben schließlich einen ungewöhnlichen Weg aus seinem persönlichen Teufelskreis findet, macht Mut."

01. Mai 2008 | BEN X • Kritik • programmkino.de

Einfache Antworten bietet der Film nicht, schreibt Alexandra Kaschek. "Balthazar beleuchtet in seinem Film treffend die heutige Jugendkultur, die in einer Gesellschaft aufwächst, in der es kaum einen Ort gibt, der frei von den Alltagsmedien, wie Internet, Handy und Fernsehen existiert. So werden auch immer wieder Fernsehausschnitte eingefügt, die zeitlich nach den Ereignissen liegen und in denen die Beteiligten als Talking Heads versuchen, deren Ursachen und Gründe zu verstehen. Eindeutigkeiten, Simplifizierungen und auch der Wahrheitsanspruch der Medien werden immer wieder in Frage gestellt und fordern das Kritikvermögen des Zuschauers heraus."

01. Mai 2008 | BEN X • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns ist etwas enttäuscht: "Zwar sind all die Themen, die er in kaum 90 Minuten verpackt – von Mobbing, Selbstmorb unter Jugendlichen, Cybermobbing, dem so genannten "Happy Slapping", der emotionalen Verrohung durch Computerspiele – interessant und relevant. In dieser Anhäufung jedoch, führen sie zu einer gewissen Überfrachtung des Films. So dürfte BEN X bei allen Qualitäten in erster Linie als Ausgangspunkt für Diskussionen dienen, in denen die einzelnen Themen dann substanzieller vertieft werden können."

01. Mai 2008 | BEN X • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt den filmischen Versuch, Virtuelles und Reales sinnvoll zu verbinden. "Die Veranschaulichung einer Mischung aus in unserer Zeit immer stärker werdendem Internet-Einfluß, daraus resultierenden Persönlichkeitsveränderungen, hilfloser Existenz, verzweifeltem Enddenken und Wiederaufrichtung. Ein aus heutiger Sicht durchaus bedenkenswerter Ansatz, sichtlich mit Bemühen dargestellt und gespielt – nicht ohne formale Originalität. Eine Mahnung und Warnung auch."

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