Inhalt • BEN X
Ben ist anders. Er lebt in seiner eigenen Welt, in der er in seinem liebsten Onlinespiel "Archlord" Heldentaten besteht. Er spielt es wann immer er kann und versucht, für die Widrigkeiten des wahren Lebens zu trainieren. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite meistert er alle Herausforderungen und Gefahren, die ihn in der realen Welt überfordern. Der harte Alltag auf der Schule ist für den verschlossenen Jungen eine tägliche Höllenqual. Immer wieder wird er von seinen Mitschülern gemobbt und tyrannisiert. Ben fasst einen Plan: Er will mit allem Schluss machen. Game Over. Da tritt das Mädchen aus dem Onlinespiel in sein Leben ...
Phänomenal nennt Heike Kühn das Regie-Debüt. "Ironie und Wut, aber auch der Wunsch, die (Film-)Welt zu verändern und einen Ausweg aus der kranken Gesellschaft der Mobber und Stalker zu finden, befeuern sein listenreiches Debüt. Balthazar spielt mit gängigen Mustern von Gesellschaftskritik und medialer Selbstreflexion, wie man sie aus anderen Filmen über die Opfer einer wahnhaft faschistoiden "Normalität" kennt. Was beginnt wie das Drama eines zum Selbstmord Verurteilten, entwickelt sich zu einer cinephilen Rache, in der nicht zurückgeschlagen, sondern filmisch scharf geschossen wird: Die Video-Bilder von den Untaten seiner Folterer sind hinreißend schlagfertig."