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CHE - GUERRILLA

CHE - GUERRILLA

Regie Steven Soderbergh
Kinostart 23.07.2009

Kritiken • CHE - GUERRILLA

07. Mai 2009 | CHE - GUERRILLA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Andreas B. Krüger vermeidet der Regisseur eindeutige Wertungen. "Das ist ein Problem des Films: Der narrative Subtext und die visuelle Konnotation sind die einzigen wertenden Instanzen, während Steven Soderbergh auf der Oberfläche die großen Fragen oft umgeht, sich an die Person Ernesto Guevara klammert. Selbst Fidel Castro wird zu einer Nebenfigur, die zwar von Kuba aus materielle und moralische Unterstützung verspricht, aber in keinem deutlichen Verhältnis mehr zu Guevaras Person und seinen Zielen steht."

22. Juli 2009 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Der Spiegel

Dank formaler Strenge lernt auch der Zuschauer in Che - Guerilla die Mühen der politischen Revolte kennen, behauptet Andreas Borcholte. "Was spannend gewesen wäre, die Ausdeutung innerer Konflikte oder das Aufzeigen von Schwäche und Selbstreflexion, spart Steven Soderbergh aus, um stattdessen reine Aktion zu zeigen: Der Zuschauer muss so lange hinter der wackeligen Handkamera und den haarigen Revolutionären durch das von greller Sonne gebleichte Gelände huschen, dass ihm der Film am Ende schon fast so lang vorkommt wie der immer wieder tageweise abgezählte Verlauf der Revolution."

25. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Soderberghs Fokus ist limitiert, stellt Martin Walder fest. "Keine Rede von einem runden Biopic, wie das in der Branche heisst. Teil 1 ist dabei viel komplexer und interessanter strukturiert: Der gleichförmige Guerilla-Alltag wird, teilweise per Voice-over und im Schwarzweiss-Dokustil, unterschnitten von Tagebuchaufzeichnungen sowie einem Rundfunkinterview und Ches flammender Rede vor der Uno 1964 in New York. Als Ganzes ist CHE ein interessanter, aber etwas meinungsloser Brocken von Film, es gibt viel zu verdauen. Satt wird man dennoch nicht, und über seine Kinokarriere möchte man lieber nicht spekulieren."

24. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist enttäuscht. "In beiden Filmen fällt kein Schatten auf den moralisch tadellosen Revolutionär, zugleich ist abseits von ewigen Scharmützeln verblüffend wenig zu sehen. So viel Spannungsreiches, auch Ambivalentes – etwa aus den ersten kubanischen Regierungsjahren – hätte das Material hergegeben. Aber Soderbergh und del Toro beschränken sich, trotz vier satter Spielstunden, auf den filmisch und thematisch magersten Nenner."

23. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Der Spiegel

Aufdringlich undramatisch nennt Wolfgang Höbel die Filme. "Nur leider erweist sich das Herumhängen mit dem Revolutionär als allenfalls mittelprächtig unterhaltsames Unterrichtsexperiment eines cineastischen Vertrauenslehrers, der sich aller moralischer Wertungen strikt enthält. Soderbergh stellt ein authentisches Guevara-Interview aus den frühen Sechzigern nach und streut Schnipsel daraus in die erste Hälfte des Films; ähnlich macht er es mit einer Rede des Helden vor der Uno aus der gleichen Zeit. Das hat tatsächlich den rauen Charme von Schulfunk, ist aber immerhin ein Versuch, ahnungslose Zuschauer bei der Stange zu halten."

23. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film hat zwar ein Konzept, aber überzeugen kann er Cristina Nord trotzdem nicht. "CHE steckt auf halbem Weg fest. Der Film singt kein Hohelied auf Guevara, aber um die heiklen Punkte in dessen Biografie mag er sich nicht kümmern. Was macht der Mann 1965 im Kongo? Soderbergh verrät es nicht. Wie ist sein Verhältnis zu Castro nach 1959? Und trägt Guevara dazu bei, dass das hoffnungsfrohe Kuba von 1959 binnen kurzer Zeit sein Gesicht wandelt? Der Film hat kein Interesse, es herauszufinden. Er arbeitet strikt antipsychologisch, was großartig wäre, wenn nur irgendetwas anderes das Vakuum füllte. CHE ist, was die Vita der Hauptfigur ganz sicher nicht war: langweilig."

23. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist enttäuscht: "Es ist zum einen diese merkwürdige Mischung aus enervierender Ausführlichkeit und geradezu kaltschnäuziger Flüchtigkeit, die diese Filmbiographie zu einer frustrierenden Seherfahrung macht. Zum anderen ist es die ästhetisch fatale Entscheidung, einen Film, der fast nur aus Außenaufnahmen besteht, im Videoformat HD zu drehen. Die flachen Bilder geben kein Gefühl für die Wälder Boliviens, nicht einmal für das Wetter. ... CHE ist wie SEX, LÜGEN UND VIDEO - nur ohne den Sex und die Lügen."

14. Mai 2008 | CHE - GUERRILLA • Kritik • Filmfestival Cannes

Datenblatt des Films beim 61. Filmfestival in Cannes.

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