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BABYLON A.D.

BABYLON A.D.

Regie Mathieu Kassovitz
Kinostart 11.09.2008

Kritiken • BABYLON A.D.

12. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas bezeichnet BABYLON A.D. als Schrottplatz auf Zelluloid. "Die Dekadenz der Zukunft hat den Charme eines Schrottplatzes von vorgestern; wie gewohnt tanzen halbnackte Frauen auf Podesten (wo, in aller Welt, gab es das jemals: den Podest-Nackedei? Im alten Rom? An Bokassas Hof? Bei Imelda Marcos' Geburtstagsfeten?). Dazu hauen sich Showgladiatoren unter Gejohle den Schädel ein. Neil Postman und Hulk Hogan werfen gemeinsam einen Trip und stellen sich die Postpostpostmoderne vor. Dass ausgerechnet Mathieu Kassovitz diesen Stil bedient, ist, gelinde gesagt, traurig."

11. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • Berliner Zeitung

BABYLON A.D. ist für ein fotogener Zukunftsalbtraum mit Vin Diesel als Held ohne Beißhemmung. "Was so detailreich und spannend aufgebaut wurde, fällt leider gar zu schnell wieder zusammen in New York, wo um Aurora bald ein unerwartet heftiger Kampf und ein noch heftigeres Spintisieren entbrennt. Da streitet sich plötzlich ein Ex-Ehepaar um das Wundermädchen, und das zeigt Kassovitz in wesentlich weniger engagierter Weise als die unglaubliche Reise zuvor - die Regie zieht sich also zurück, wenn es ernst werden müsste. So kann BABYLON A.D. nicht mehr hinterlassen als den Eindruck einer stilistisch geschickt balancierten und mit Action-Darstellern, Models und Großschauspielern originell besetzten Bilderflut."

11. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • Der Tagesspiegel

Geschichte und Dramaturgie können mit dem tollen Setdesign und beeindruckenden Effekten leider ganz und gar nicht mithalten, kritisiert Nadine Lange. "Hektisch werden die Handlungsfäden zusammengeflickt, und ziemlich peinlich wirkt die ultraplakative Bibelmetaphorik. So bleibt BABYLON A.D. weit hinter den thematisch sehr ähnlich angelegten, aber wesentlich klügeren CHILDREN OF MEN von Alfonso Cuarón zurück. Vin Diesel trifft keine Schuld. In guter alter Kampfmaschinentradition hat er alles gegeben."

11. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • Jungle World

Jürgen Kiontke ist enttäuscht: "Düster-monumental, eine große Menge Spe­zial­effekte und rasante Action-Sequenzen, so möchte Kassowitz sein Sujet in den Griff kriegen. Verkrampft ist er auf der Jagd nach der ­einen Einstellung, die seinen Film bedeutend macht. ... Vin Diesel ist gesetzt als Endzeitkiller, dessen Körper schon ohne jede Regung eindrucksvolle Bilder produziert. Man ist verwundert, dass Kassowitz mit diesem Paradeobjekt für die Kamera überhaupt nichts gelingt. Extrem bemüht, man würd’ gern zeigen und kann nicht."

09. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • film-dienst 19/2008

Es ist die gelungene Verpackung, die diesen Film zu einem der besseren seines Genres werden lässt, lobt Mike Beilfuß. "Schnörkellose Bilder zeichnen eine düstere, postapokalyptische Welt, die die Desillusion der Charaktere nachvollziehbar werden lässt. In dieser Welt wird auch der Held schwach. Kassovitz gibt seinen Figuren für einen Actionfilm dieser Art gerade in den ruhigen Szenen erstaunlich viel Platz zur Entwicklung und Charakterauslotung. Schwächen weist BABYLON A.D. allerdings in den Momenten der direkten Konfrontation mit der Gefahr auf."

01. September 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • critic.de

Lukas Foerster vergleicht BABYLON A.D. mit CHILDREN OF MEN. "Wo Cuarón seine Nahzukunftsvision aus Material aufbaut, das er der Gegenwart entnimmt und nur derer eigenen Entwicklungsrichtung gemäß zuspitzt, wirft Regisseur Mathieu Kassovitz wie wild mit Bildern und Geopolitik-Diskursbrocken um sich, womöglich in der Hoffnung, irgendwie einen Treffer zu landen. ... Die elegischen, perfekt durchkomponierten Plansequenzen aus CHILDREN OF MEN weichen schnell geschnittenen, hektischen, unübersichtlichen Actionsequenzen. Deren einzig halbwegs ordentliche, ein dynamisches Gefecht im Schnee Alaskas, fällt völlig aus dem Film und ist so gut wie gar nicht in die Handlung integriert."

28. August 2008 | BABYLON A.D. • Kritik • br-online.de

Gefälligen Blockbuster-Mainstream sah Thilo Wydra. "Obgleich, durch die Mitwirkung solch namhafter Schauspieler-Größen wie Gérard Depardieu, Charlotte Rampling oder auch Lambert Wilson, bekommt dieser Gang durch Dunkelheit und Düsternis, durch Gewalt und Gemetzel, eine kleine feine Note humoristischer Selbstpersiflage des Genres. ... Die bombastische Adaption des futuristisch-realen Beinahe-Science-fiction-Romans "Babylon Babies" des französischen Autors Maurice G. Dantec ist denn auch eine nicht sonderlich ernstzunehmende Reise in eine nicht allzu ferne Zukunft, bestimmt von aufwendigem Production Design und fotografischen Finessen von Kassovitz' Stamm-Kameramann Thierry Arbogast."

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