Inhalt • IL DIVO - DER GÖTTLICHE
25 mal Minister, 7 mal Premierminister, 29 mal angeklagt, 29 mal freigesprochen. Italien nennt ihn Giulio, den Star, den Buckligen, den Fuchs, den schwarzen Papst, die Ewigkeit, den Mann im Dunkeln, den Beelzebub. Doch das stört ihn nicht, er hat einen ausgeprägten Sinn für Humor. Ruhig, listig und undurchschaubar ist Andreotti (Toni Servillo) ein Synonym für die Macht Italiens in den letzen vier Dekaden.
Kritik • IL DIVO - DER GÖTTLICHE • 15. April 2009 • Der Tagesspiegel
Für Jan Schulz-Ojala erzählt der Film davon, wie Macht funktioniert. "Insgesamt verblüffend leicht verständlich kommt der Film daher, was – abgesehen von seiner auf eine Figur zentrierten, mitunter fast fellinesken Opernhaftigkeit – vor allem den klaren politischen Frontstellungen jener Ära geschuldet ist: Linke gegen Rechte, Judikative gegen Exekutive. Das heutige Italien, und das erklärt auch das Scheitern neuerer filmischer Angriffsversuche im Stil von Nanni Morettis DER ITALIENER, ist viel schwerer fassbar."