Inhalt • GOMORRHA
Macht, Geld, Blut. Damit werden die Einwohner der Provinzen von Neapel und Caserta tagtäglich konfrontiert. Nur eine privilegierte Minderheit kann überhaupt daran denken, ein "normales" Leben zu führen. Die süditalienische Mafiaorganisation Camorra mischt mit im internationalen Drogenhandel, verschiebt riesige Mengen Giftmüll, macht gewaltige Geschäfte mit der Herstellung von Designermode, hat praktisch das Monopol auf den Handel mit Zement – und Geschäftsbeziehungen, die von Deutschland bis nach China reichen.
Kritik • GOMORRHA • 10. September 2008 • Berliner Zeitung
Anke Westphal sah mit GOMORRHA den besten und eindringlichsten Mafia-Film seit Jahren. "Das alles ist ganz unspektakulär gefilmt, in einem pseudodokumentarischen, veristischen Stil, was jene Glaubwürdigkeit noch erhöht, die der Film bereits durch seine Buchvorlage, die Drehorte und Mitwirkenden gewinnt. Darüber hinaus aber ist GOMORRHA auch eine zornige Klage über die unfassbare Verschwendung von Leben, denn Jugendliche bilden so etwas wie das Zentrum dieses in seinem Figuren- und Episodenreichtum totalen, aber nicht zwanghaft um Geschlossenheit bemühten Films."