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MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND

MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND

Regie Daniele Luchetti
Kinostart 15.05.2008

Kritiken • MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND

15. Mai 2008 | MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND • Kritik • Der Tagesspiegel

Zeitgeschichte light sah Christina Tilmann. "Die Wallfahrten zu Mussolinis Grab, die konspirativen Treffen der Schwarzhemden und ihre Versuche, linke Demonstrationen aufzumischen und die schon nach dreißig Jahren wieder in sich zusammenfallende Protzarchitektur von Latina – das ist gruseliges, so im Kino noch nicht gesehenes Zeitkolorit genug. Und doch sind die Konflikte in MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND eher familiärer Natur."

15. Mai 2008 | MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gerhard Midding entdeckt die besondere Gabe der teilnehmenden Zeitgenossenschaft. "Die Autoren sind integere Chronisten, weil sie elegant auf dem schmalen Grat zwischen ironischer Revision und gefälliger Nostalgie wandeln. Sie wahren eine respektvolle Distanz zu den eigenen Überzeugungen. Luchettis Inszenierung baut eine zusätzliche Spannung auf; ohne Reibungsverlust. Ihr Gestus zielt ganz auf Gegenwärtigkeit, nimmt das Zeitkolorit stark zurück ... Man hat den Eindruck, der Film sei eine einzige Nahaufnahme in Bewegung, eine Wette mit der eigenen, visuellen Phantasie."

14. Mai 2008 | MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler lobt den Regisseur; er "bietet auch Nostalgie, aber sie gilt einzig und allein der Jugend seiner Protagonisten. Eine platt-satirische Nummernrevue mit Retro-Charme liegt ihm fern, stets verweist die teils burleske Komik auf ihren ernsten Kern. ... Leben, Politik und Kunst - das italienische Kino berappelt sich wieder. Das haben auch die Darsteller begriffen, die dramaturgische Schwächen leicht überspielen. Eine Wandlung vom Faschisten zum Kommunisten bis zum Realisten, das muss man erstmal unfallfrei darstellen."

03. April 2008 | MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND • Kritik • programmkino.de

Danielle Luchettis Film veranschaulicht sehr schön die Stimmung im von Krieg und Depression geprägten Italien jener Jahre, lobt Thomas Volkmann. "Eine Zeit, die auch musikalisch im Soundtrack berücksichtigt wurde. Nicht fehlen dürfen in diesem Fall die Aspekte Temperament und Leidenschaft, dank der Natürlichkeit der beiden Hauptdarsteller – in der Rolle des erwachsenen Accio tritt bald schon der während der Berlinale 2008 zu den Shooting Stars zählende Elio Germano auf den Plan – sind auch sie überzeugend vertreten. Im Bewusstsein, dass politische wie gesellschaftliche Agitation und Aktion in Italien immer auch zu Anarchismus und Verrat neigten, darf man auf ein unerwartet tragisches, aber auch bewegendes Ende gefasst sein."

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