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DER ROTE BARON

DER ROTE BARON

Regie Nikolai Müllerschön
Kinostart 10.04.2008

Kritiken • DER ROTE BARON

10. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • critic.de

Laut Sonja M. Schultz bemüht sich der Film spürbar um einen international vermarktbaren Appeal. "Die Ästhetik ist so geleckt, die musikalische Untermalung so konventionell-penetrant wie in tausend anderen Ausstattungsfilmen, ob sie nun in der Nazizeit oder auf der untergehenden Titanic spielen. Doch vielleicht können sich CGI-Fans für diese historische Luftnummer begeistern. In die Flugsequenzen, die im Film viel Raum einnehmen, wurde reichlich Zeit und Rechenleistung investiert. Wer den Gedanken verdrängen kann, dass Matthias Schweighöfer und Til Schweiger in ihren Pilotensitzen vor einer riesigen Green Screen hin und her wackeln, der mag den knackigen Fotorealismus der Himmelsgefechte bewundern."

10. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord entdeckt viel Privatmythologie. "Man weiß nicht, was haarsträubender ist: das Begehren, den Kriegshelden von einst zu einem Helden für heute zu machen und ihn zu diesem Zweck so weichzuspülen, dass nichts mehr von ihm übrig bleibt? Oder doch die Unbeholfenheit, mit der der Regisseur ans Werk geht? Wäre Film eine Fremdsprache, Muellerschoen besuchte gerade mal den Grundkurs. DER ROTE BARON stottert, sein Vokabular beschränkt sich fast durchweg auf Schuss-Gegenschuss-Sequenzen. Der Soundscape klingt nach Konserve, die Montage ist beliebig, die Dramaturgie fahrig, für die Geschichte Wesentliches wird einfach in einem Schnitt versteckt. Die Kampfszenen in der Luft sind am Computer generiert und wirken trotzdem schwerfällig."

10. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel lobt die Tricks. "Obwohl uns Müllerschöns historische Heldenstunde keinen neuen Blickwinkel auf das Geschehen vor neunzig Jahren eröffnet und die Geschichte reichlich träge auf ihr bekanntes Ende zusteuert, dürften all diejenigen auf ihre Kosten kommen, die vorrangig an den Duellen der Fliegerasse interessiert sind. Die Trickkünstler von Pixomondo, die bereits an Blockbustern wie Matrix und King Kong mitarbeiteten, nutzten detailgetreue Modellnachbauten für ihre aufwändigen CGI-Einstellungen. Deren Rasanz und Ästhetik hebt den Film auf ein Niveau, das er abseits seiner Action-Einlagen nicht halten kann."

10. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Die Zeit

Der Film vermischt Heimat und Historie - und schert sich nicht um die Moral, kritisiert Birgit Glombitza. "Draufgänger Manfred soll schließlich begreifen, dass so ein Krieg eine schlimme Sache ist. Möglichst ohne seine ideologische Unschuld zu verlieren. Wenn das Fliegerass Lazarettbetten abschreitet oder sich auch mal im Schützengraben duckt, spürt man aber, dass dieses Moralprogramm dem Film selbst ungeheuer lästig ist. Er bleibt ein Spiel aus Luft, Knatterlust und Rechnerleistung."

09. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Der Spiegel

Ein aufwendiges Kriegsepos zwischen poppiger Fliegerparade und pazifistischem Schmierentheater sah Christian Buß. "Die Verwüstungen des Krieges graben sich im Verlauf des Filmes kaum in ihre Gesichter ein; die vom Motorenausstoß rußschwarzen Visagen nehmen sich gar pittoresk aus. Auf diese Weise übernimmt Regisseur Nikolai Muellerschoen (ORCHIDEEN DES WAHNSINNS) gleichsam die propagandistische Überhöhung aus den Tagen des Ersten Weltkriegs: Die wollen doch nur spielen! ... Wohin also mit diesem reaktionären Abenteuerschmonzes? Am besten auf den Müll. Flieger, grüß mir die Tonne!"

09. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Eines Tages

Ralf Bülow erinnert an die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten und die Anfänge des Fliegerfilms.

09. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Berliner Zeitung

Ein angemessenes Verhältnis zur deutschen Geschichte selbst zu finden, am Beispiel einer ihrer legendenumwobenen Protagonisten - das wird hier versäumt, meint Anke Westphal. "Ganz eins mit ihrem jugendlichen Helden betrachten offenbar auch die Filmemacher den Krieg als eine Art Sportfest, bei dem man nur sauber vorgehen muss und prinzipientreu. Richthofen etwa schießt nicht auf Objekte, die sich nicht bewegen können. Auf andere schießt er natürlich und das ohne Zaudern; Action muss sein - wozu sind Kriege im Kino sonst gut?"

09. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Jan Schulz-Ojala kritisiert, schwelgt der Regisseur von Anfang an in ungebrochener Heldenverehrung und schmückt sie zeitgeist- und kinogemäß aus. "So wird sein Manfred von Richthofen gegen die historische Wahrheit zum Pazifisten, und ein abendfüllendes Liebchen in Form einer friedensbewegten Krankenschwester findet sich auch. Nur der Anblick des Todesflugs mit zerfetzter Leiche überm Steuerknüppel bleibt dem Zuschauer erspart – aus Pietät oder vielleicht doch aus Kostengründen."

09. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte entdeckt die Wiederkehr der Propaganda. "Alles an diesem Film scheint auf Konsens und Unanstößigkeit fokussiert. Dieser "Rote Baron" ist eine Nichtigkeit. Man kann sich nicht zornig an ihm abarbeiten wie am "Untergang", denn dieser Film will weder belehren noch provozieren. Noch weniger taugt er als Vorlage für irgendein neu erwachtes Nationalgefühl, abgesehen vielleicht von der dümmsten aller patriotischen Floskeln, die da heißt: Wir Deutschen können jetzt wieder große Actionfilme für den Weltmarkt drehen. Unfug. Können wir nicht."

03. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • kino-zeit.de

Die Kampfszenen sehen laut Peter Gutting zeitweilig aus wie Autorennen in der Luft. "Den nachgebauten Maschinen ohne Motor, die per Computeranimation fliegen "lernten", sieht man zwar den künstlichen Ursprung ihrer Bewegungen nicht an. Doch sie sind in anderer Weise unrealistisch. Regisseur Nikolai Müllerschön hat sie ganz aus der Innenperspektive von Richthofens drehen lassen. So erscheinen sie wie ein (Computer)Spiel: Flugzeuge in choreographiert anmutenden Formationen, ständiges Auf und Ab, wundersame Loopings und Sturzflüge, alles leicht und frei wie ein Vogel auf der Jagd."

03. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Der Tagesspiegel

Elke Vogel berichtet von der Premiere in Berlin: Der Film erntet nur dünnen Applaus.

01. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz verweist auf die Premiere.

01. April 2008 | DER ROTE BARON • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad ist bei der Premiere dem Hauptdarsteller begegnet.

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