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THINGS WE LOST IN THE FIRE

THINGS WE LOST IN THE FIRE

Regie Susanne Bier
Kinostart 29.05.2008

Kritiken • THINGS WE LOST IN THE FIRE

31. Mai 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine unpathetische Dramaturgie kennzeichnet diesen Film - und das Glanzstück, mehr als eine Liebesgeschichte zu erzählen, lobt Daniela Sannwald. "THINGS WE LOST IN THE FIRE ist auch ein Film über die Zeit, aus der Trauernde herausfallen. Zeit, die endlos erscheint in schlaflosen Nächten und in den alltäglich wiederkehrenden Momenten des ungläubigen Erschreckens über den Verlust; über die winzigen Abschnitte, in denen Zeit plötzlich gerafft erscheint, weil ein Wort, eine Geste den Schmerz für Sekunden lindert. Susanne Bier hat auch dafür visuelle Metaphern gefunden in ihrem Film, dessen matte Blaugrau-Schattierungen allmählich wärmeren Licht- und Farbtönen weichen."

30. Mai 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • Der Spiegel

Laut Ilse Henkel versucht die Regisseurin den Spagat zwischen Kunst und Mainstream. "Ihre Deutlichkeit und Intensität gibt sie dabei nicht auf. Zwar verliert sich der verschachtelte, rückblendenreiche Film oft in langen Close-Ups von Gesichtern, Augen, Händen; wirkt das Geschehen zum Teil konstruiert und schwergängig – doch die Geschichte ist eindringlich, weil sie Audreys und Jerrys Versuche zeigt, sich selbst zu finden, um neu leben zu können. ... Zu viel oder zu wenig für ein amerikanisches Publikum – das komplexe Abhängigkeitsdrama mit dem unsentimentalen Happy End fiel an den US-Kinokassen durch. Schade."

29. Mai 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • Die Tageszeitung

Es ist die Diskrepanz von Inhalt und Form, die an Susanne Biers Film Barbara Schweizerhof besonders gestört hat. "Die Mittel des zur Formel erstarrten Dogma-Realismus, die nervöse Handkamera, die angeschnittenen Detail- und Nahaufnahmen, die "schmutzigen", körnigen Bilder, sie stehen im krassen Gegensatz zum parareligiösen, unwirklichen Inhalt. Einerseits soll hier alles Nähe und Authentizität suggerieren, andererseits ist die Geschichte ein der sozialen Realität enthobenes Märchen."

29. Mai 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • Die Tageszeitung

Wilfried Hippen hat sich überzeugen lassen. "Mit Halle Berry und Benicio Del Toro hatte Bier hier zwei Oscar-prämierte Filmstars vor der Kamera, die beide virtuos mit den Augen arbeiten können, und da hat sie wohl ein wenig das Maß verloren, denn spätestens vom Beginn des zweiten Aktes an kann der aufmerksame Zuschauer ziemlich präzise vorausahnen, wann der Schnitt oder noch öfter der Schwenk der Handkamera hin zum extremen close-up eines Augenpaares kommen wird. Diese stilistische Ungeschicklichkeit ist deshalb so auffällig, weil Bier von ihr abgesehen alles richtig gemacht hat."

21. Mai 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • critic.de

Hollywood und Susanne Bier passen besser zusammen als Thorsten Funke gedacht hätte. "Wenn jemand wie Susanne Bier also dem Ruf nach Hollywood folgt, könnte daraus schnell ein Schauspieler-Drama werden, mit viel Psychologie und Zeigen-was-man-kann, eine Visitenkarte der Stars für die nächste Oscarverleihung. Ein schon oft gesehenes emotionales Malen nach Zahlen. Mit ihrem US-Debüt THINGS WE LOST IN THE FIRE ist das glücklicherweise nicht passiert. Der Film ordnet sich dem Star-System nicht unter. Biers Regie bleibt ihren europäischen Arthouse-Wurzeln treu, die Handschrift der Regisseurin bestimmt jede Szene, und die betont eben nicht die – hier durchweg großartigen – einzelnen mimischen Leistungen, sondern das komplizierte emotionale Geflecht zwischen schicksalsgeplagten Menschen."

31. März 2008 | THINGS WE LOST IN THE FIRE • Kritik • programmkino.de

Wenngleich die Verpackung insgesamt eine Spur glatter, edler daherkommt, mehr Hochglanz und weniger Dogma die Komposition der Bilder bestimmt, sind die Konstanten für Marcus Wessel in Biers Werk nicht zu übersehen. "Nicht nur, dass sich erneut Johan Söderqvist für die sehr atmosphärische und zurückhaltende Filmmusik verantwortlich zeichnet, Bier bleibt darüber hinaus ihrer Vorliebe für extreme Close Ups und einer recht intuitiven Handkameraführung treu. Immer wieder fixiert die Kamera die Augenpartien der Darsteller, verweilt der Blick des Zuschauers bei kleinen Gesten wie den schüchternen Berührungen zwischen Jerry und Audrey. Damit sagen die Bilder mehr als die bisweilen zu sehr auf Symbolik und Bedeutung getrimmten Dialoge über den Seelenzustand der Figuren aus."

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