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CARAMEL

CARAMEL

Regie Nadine Labaki
Kinostart 03.04.2008

Kritiken • CARAMEL

03. April 2008 | CARAMEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Als sanfte Tragikomödie bezeichnet Sebastian Handke den Film. "Hier gibt es nichts, was man nicht kommen sieht: CARAMEL ist einer jener Filme, die nicht wirklich eine Geschichte zu erzählen haben, sondern versuchen, Atmosphäre einzufangen: eine Handvoll Menschen, in diesem Moment, in dieser Stadt. Labaki setzt das Bild aus fein beobachteten Augenblicken zusammen. ... Nadine Labaki gelingen diese Augenblicksbilder ganz wunderbar. Mit sicherer Hand und viel Schwung verknüpft sie die Handlungsstränge und zeigt sich in der Hauptrolle auch als glänzende Schauspielerin und Komödiantin."

03. April 2008 | CARAMEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gelegentlich musste Michael Kohler an eine Seifenoper denken. "Allerdings ist Labaki alles Schaumschlägerische fern, ihre Sache ist eher das Fein-Cremige, mit dem sich die Mühsal des Alltags für einige Augenblicke verzaubern lässt. Unter dem orientalischen Schmelz bleiben die Möglichkeiten und Grenzen eines nahöstlichen Frauenlebens gleichwohl ständig präsent. ... Alles in allem wirkt dieses Beirut beinahe idyllisch, vielleicht hat Labaki deswegen noch die etwas dick aufgetragene Geschichte einer Demenzkranken in die Erzählung aufgenommen. Am gelungensten ist CARAMEL immer dann, wenn sich in kleinen Gesten die im Wandel begriffenen Geschlechterverhältnisse offenbaren."

03. April 2008 | CARAMEL • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding führt ein Interview mit der Regisseurin und Schauspielerin Nadine Labaki über ihr Spielfilm-Debüt CARAMEL.

03. April 2008 | CARAMEL • Kritik • Berliner Zeitung

Der feministisch angehauchten Nadine Labaki geht es um die Frage nach der condition féminine in der orientalischen Gesellschaft, meint Marli Feldvoss. "Regisseurin Labaki gelingt der Balanceakt zwischen Engagement und Unterhaltung ohne Mühe. Sie bleibt dicht an ihren Grundsatzfragen dran und wird dabei vortrefflich von ihren Laiendarstellerinnen unterstützt, die sehr genau wissen, was und wie viel hier auf dem Spiel steht. Für den westlichen Zuschauer ist es eine humorvolle Annäherung an die Frauenprobleme einer brisant gemischten Gesellschaft zwischen Aufbruch und Unterdrückung."

31. März 2008 | CARAMEL • Kritik • kino-zeit.de

Eine wundervolle, erotische Ode an die Frauen des Libanon sah Joachim Kurz. Der "Film zeichnet ein klares und zugleich charmant-unterhaltsames Bild der libanesischen Gesellschaft aus weiblicher Perspektive nach. Wobei man manchmal beinahe den Eindruck haben könnte, als habe Nadine Labaki versucht, alle nur erdenklichen Lebenssituationen libanesischer Frauen in ihrem Werk unterzubringen, das so quasi zu einer soziologischen Studie über das Frausein im Libanon wird. Christinnen und Musliminnen, junge und alte Frauen, verheiratet oder ledig, hetero- oder homosexuell – es gibt kaum eine Schattierung, die die Regisseurin ausgelassen hat."

31. März 2008 | CARAMEL • Kritik • programmkino.de

Vielleicht hat sich die Regisseurin zu viel zugemutet, schreibt Michael Meyns. "Dass führt dann das ein oder andere Mal zu einem gewissen Abhaken von Situationen, die ohne Kontext zum großen Ganzen stehen. Insgesamt aber gelingt es ihr, eine angenehme, teils melancholische, teils optimistische Stimmung zu erzeugen, die auf subtile Weise über die bloße Fassade der angedeuteten Konflikte hinausgeht. Das Ganze ist eingetaucht in das warme, weiche Licht der Levante, wie es jedem Reisenden in schönster Erinnerung ist. Denn letztlich ist CARAMEL – den Labaki "ihrem Beirut" gewidmet hat – vor allem eine Hommage an die Frauen des Libanons, an ihre Schönheit und an ihre Versuche, sich gegen das Patriarchat zur Wehr zu setzen."

31. März 2008 | CARAMEL • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel meint, das der gezeigte Mikrokosmos typisch und gültig für ein teils blühendes, teils leidgeprüftes Land ist. "Der Film ist flott inszeniert. Weder Witz noch Lebendigkeit fehlen. Die schönen Damen, die meisten von ihnen Laien, sind überaus anschaulich und spielen gut. Von einem großen Kunstwerk kann man nicht sprechen, eher von einem kleinen Kunststück."

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