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DAS WAISENHAUS

DAS WAISENHAUS

Regie Juan Antonio Bayona
Kinostart 14.02.2008

Kritiken • DAS WAISENHAUS

19. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Grundrezept ist laut Martin Schwickert nicht gerade originell. "Aber aus den Versatzstücken entwickelt der spanische Nachwuchsregisseur doch seinen eigenen Stil, der mit einer reduzierten Farbpalette, sparsam dosierten Soundeffekten und einer präzisen Schnittchirurgie durch seine ästhetische Kohärenz überzeugt. Zweifellos hat Bayona seinen Hitchcock studiert und strapaziert das Nervenkostüm des Publikums mit einem ausgefeilten Suspense-Konzept."

14. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • Berliner Zeitung

Auf hohem Niveau bewegt sich der Horrorfilm, lobt Peter Uehling. "DAS WAISENHAUS ist trotz seiner engräumigen Ausgangssituation und seiner in einzelnen Zügen konventionellen Geschichte ein ungemein vielschichtiger Film, psychologische, übersinnliche, politische Deutungen scheinen möglich. Seine stilistische Kraft indes beruht auf einer durchgreifenden Europäisierung aller jener Züge, die er mit den Horrortraditionen anderer Regionen teilt. Das im Haus als Spuk nachwirkende Unrecht des Kindermordes etwa erinnert an japanische Handlungsmuster, die Destruktion der amerikanischen Kleinfamilie oder der Technikfimmel während der Beschwörung: Alles wird in diesem schön verwobenen Drehbuch etwas schwerer genommen als im Genre üblich."

14. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • Die Tageszeitung

Als gediegenen Gruselfilm bezeichnet Wilfried Hippen DAS WAISENHAUS. "Eine bedrohliche Atmosphäre schleicht sich langsam in den Film ein, und weil wir als Zuschauer immer nah an Laura bleiben, wissen wir nie genau, wie viel von dem Gesehenen sie oder Simon nur imaginieren. Statt des Schocks ist Boyonas bevorzugte Waffe das bange Erwarten, und so geht er sehr sparsam mit den Buh-Effekten und Geistererscheinungen um, die gerade deshalb um so wirksamer sind. ... DAS WAISENHAUS ist so konstruiert, dass es für alle gezeigten Phänomene eine natürliche Erklärung gibt. Doch diese ist in der letzten Konsequenz schrecklicher als die Horrorgeschichte, die genauso plausibel ist. Der Zuschauer wird also in eine ähnliche Position manövriert wie Lara, der die Geisterwelt letztlich Trost bietet."

14. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok lobt die eindrucksvolle Bildsprache, die sorgfältige Charakterzeichnung, die bruchlose Darstellung von Beziehungen und Zusammenhängen. "Mit den klassischen Mitteln des Horrorkinos, doch fast ohne drastische Schockeffekte und mit der Erwartungshaltung des Zuschauers geschickt spielend erzählt Regisseur Bayona nicht eine Geschichte des Grusels um des Grusels willen, sondern die einer unendlich schmerzenden Trauer und menschlicher Tragödien. Bereits das hebt den Film, auch wenn er in ein vorhersehbares und religiös schwülstiges Ende mündet, aus ähnlich guten Werken des Genres heraus. Er ist auf universelle Botschaft aus: Das Bedrohliche überwindend kommt die Hauptfigur zum Geheimnis ihrer selbst."

13. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • critic.de

Die Einflüsse von Guillermo del Toro hat Birte Lüdeking nicht übersehen. "Dass DAS WAISENHAUS mehr als eine clever inszenierte Zitatensammlung ist und für ein Debüt bereits eine bemerkenswerte stilistische Sicherheit besitzt, demonstriert Bayona vor allem in der ersten Hälfte seines Films. Mit einer Kamera, die langsam durch die dunkel gehaltenen Räumlichkeiten schleicht oder sich von hinten an die zunehmend nervöse Protagonistin heranpirscht und den geschickt eingesetzten, äußerst beunruhigenden Toneffekten entwirft der Regisseur eine straffe bedrohliche Atmosphäre. Leider verliert sich diese im Mittelteil an bedeutungsarmen Nebenschauplätzen und legt erst zum Finale wieder an Dichte zu."

12. Februar 2008 | DAS WAISENHAUS • Kritik • film-dienst 04/2008

Wolfgang Hamdorf erinnert der Film an spanische Genrefilme, "die mit angelsächsischer Zurückhaltung leichtes Gruseln erzeugen, Melancholie beschwören und Fragen nach den letzten Dingen stellen. Auch in „Das Waisenhaus“ geht es weniger um den Schrecken als vielmehr um das verhaltene Gruseln, um romantische Spekulation über Tod und Wiedergeburt, um eine Liebe über den Tod hinaus. Allerdings ist die katalanische Fernsehschauspielerin Belén Rueda, die durch das Sterbehilfedrama DAS MEER IN MIR in einer Nebenrolle international bekannt wurde, keine Nicole Kidman (die in THE OTHERS brillierte) und wirkt in der Hauptrolle blass."

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