Inhalt • JUST ANYBODY
Camille, eine junge Frau aus bürgerlichem Hause, ist angeödet von ihrem Leben. Auf der Suche nach Intensität beschließt sie, ihre Liebe zu verschenken – nicht an den Schönsten, sondern an den Erstbesten. An jemanden, von dem sie glaubt, dass er sie brauche. Da kommt Costa gerade recht, ein Herumtreiber, der in einem Bunker haust und auf den ersten Blick weder liebenswert noch zu lieben fähig ist. Fasziniert von Camille, verfolgt ein Polizist die beiden.
Kritik • JUST ANYBODY • 12. Februar 2008 • Die Tageszeitung
Jacques Doillon ist so was eine Rohmer-Miniatur ohne Paris, Cafés und Hochkultur gelungen, schreibt Diedrich Diedrichsen. "Vor der Kulisse eines traulichen Küstenkaffs entwickeln die drei ein sinnloses Hochtempo, eine Plotmaschine, die auf der Stelle rast. Entschlüsse sind so konsequenzarm wie bei Animationsfiguren und dennoch ist die ganze Zeit klar, um was es geht und wer was von wem will. Am Ende finden - ach, das sag ich lieber nicht. ... Wenn du in eine aussichtslose und gespannte Situation gerätst, versuche um jeden Preis, Spannung und Intensität zu steigern. Keine Angst vor der Katastrophe, die kommt eh nie, beziehungsweise wenn, dann bringt sie die Lösung. Für die anregende Hektik muss man einen etwas altmodischen Gender-Plot in Kauf nehmen."