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UNITED RED ARMY

UNITED RED ARMY

Regie Wakamatsu Koji

Kritiken • UNITED RED ARMY

13. Februar 2008 | UNITED RED ARMY • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl entdeckt Selbstkritik als Leitmotiv des Films. "UNITED RED ARMY ist über drei Stunden lang, und man muss Geduld aufbringen, um die ganze widersinnige Intensität dieses Moments nicht nur zu begreifen, sondern zu verspüren. ... UNITED RED ARMY führt in analoger Weise in das Niemandsland der Widersprüche und der Gewalt. Bei Ogawa sitzen die Bauern am Ende in einem selbstgegrabenen Tunnel fest, während über ihnen schon die Baumaschinen kommen. In UNITED RED ARMY ist die Berghütte die Szene, auf der die politischen Aporien einer Linken zu Tage treten, die Selbstkritik so betrieben hat, dass sie gerade nicht der kritischen Hinterfragung des eigenen Tuns dienen konnte."

13. Februar 2008 | UNITED RED ARMY • Kritik • Der Tagesspiegel

Das ist der Pariser Mai '68 auf Japanisch, nur radikaler, schreibt Helmut Merker. "Letzter Akt: Alles ist verloren, viele sind tot oder im Gefängnis, einige in Terroristencamps oder anonym im Untergrund. Ein versprengter Haufen der "Roten Armee", halb verhungert auf der Flucht, besetzt ein einsames Haus und nimmt dabei aus Versehen eine junge Frau gefangen. Plötzlich wird aus dem politischen Exkurs Genre-Kino: Die Terroristen verschanzen sich, bis zum finalen Polizeiaufgebot, dem Tränengas- Showdown."

09. Februar 2008 | UNITED RED ARMY • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt lobt den Film: "Teils wie eine Dokumentation mit viel historischem Footagematerial, teils reinszeniert. Letztere Passagen finden kammerspielmäßig in der klaustrophobischer Enge eines Lagers statt, in das sich die Revolutionäre zurückgezogen haben. Schockierend ist nicht nur, wie sich die Gruppe selbst verstümmelt, sondern vor allem vielleicht, dass Wakamatsu auf individuelle Psychologisierungen verzichtet, dass er die Führer der Gruppe nicht als kleinbürgerliche Sadisten zeigt, sondern als religiöse Revolutionäre, die durch Folter zu wirklichen Kommunisten werden wollen und sich in barocken Szenen wie frühe Christen teils auch selbst martern."

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