| Regie | Kelly Parker |
Um die Gewalt auf den Straßen und grassierende Gang-Delikte einzudämmen, beschloss die Stadtverwaltung im Dezember 2004, einen kompletten Wohnblock in South Central Los Angeles zu räumen und abzureißen. Die Bewohner, von staatlicher Unterstützung abhängig und unterhalb der Armutsgrenze lebend, erhielten eine Abfindung und mussten kurzfristig umziehen. Der Film begleitet drei afroamerikanische Frauen, alle allein erziehende Mütter, in ihr Leben am neuen Wohnort.
Dies ist ein Protokoll der Ohnmacht, ohne gefühlsverstärkende Begleitmusik, meint Christina Bylow. "Es sind extreme Leben, in die Kelly Parker mit ihrer Kamera hineinsieht. Sie zeigt sie mit der Selbstverständlichkeit einer Eingeweihten, Parker wuchs unter ähnlichen Bedingungen in Detroit auf. Insofern ist der Film fast ein Familienvideo, und es ist bei den aufgehobenen Grenzen nur logisch, dass auch eines der Kinder die Kamera einmal in die Hand bekommt. Im Hintergrund quaken die Stimmen aus dem ständig laufenden Fernseher, in der TV-Welt wird die Welt dieser Frauen zur Daily Soap geliftet. Kelly Parkers rauer, fast ungestalter Film ist der Gegenentwurf dazu - eine sehenswerte Zumutung."