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AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE

AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE

Regie Michael Althen
Hans Helmut Prinzler
Kinostart 03.07.2008

Kritiken • AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE

04. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Der Spiegel

Für Daniel Sander schreibt dieser Film Geschichte. "Fast noch schöner sind die kleinen, mit zahllosen Filmschnipseln versehenen Themenblöcke, die Althen und Prinzler meist unkommentiert einwerfen, über das Küssen im deutschen Film zum Beispiel, das Rauchen natürlich oder eine wundervoll montierte Sequenz über das Telefonieren. Zusammen mit den drei längeren Sequenzen über Kino aus der Nazi-Zeit, über die Hauptstadt und aus der DDR, ergibt sich am Ende von AUGE IN AUGE ein unvergleichliches Panorama der deutschen Kinolandschaft, die das Publikum nun selbständig entdecken kann."

03. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk sah eine zärtliche Liebeserklärung an den deutschen Film. "Natürlich fehlen in AUGE IN AUGE auch Gesichter, die an dieses Ufer mitgenommen werden sollten: Ich vermisste die quirlige Subversion des Curt Bois, den morphinistischen Blick des Wolfgang Kieling, die schwer gebändigte Nervosität des August Diehl. Ich vermisse die jungen Figuren in Arbeiten von Schmid, Heisenberg, Köhler, Hochhäusler, Grisebach. Der neueste Film in AUGE IN AUGE, man mag es kaum glauben, ist GOOD BYE, LENIN! und stammt von 2003. Da wurde eine ganze Generation ausgeklammert."

03. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Die Tageszeitung

Die Form der Inszenierung wirkt mitunter irritierend auf Dietmar Kammerer. "Neben solchen persönlichen Anekdoten stehen Ausflüge ins Große und Ganze: Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegsjahre in Ost und West, Wiedervereinigung. Obwohl das Fazit des Films: "Filmgeschichte ist unsere Geschichte", nach Antragsprosa für staatlich-kulturelle Förderinstitutionen klingt, gelingt AUGE IN AUGE eine durchaus differenzierte Darstellung der vielen Möglichkeiten des Kinos, sich zu den Verhältnissen im Realen zu stellen, ob in der direkten Referenz oder in der bewussten Verweigerung."

03. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Nicht genug, dass hier zwei Kenner am Werk sind, sie haben sich auch noch profunde Unterstützung geholt, lobt Christina Tilmann. "Filmreise ist Lebensreise, Filmzeit ist Lebenszeit, erlebt und erinnert. Daher die schöne Emotionalität, die diesen Film grundiert, die die Geschichte so lebendig macht. "Es ist nicht wichtig, was die Welt sieht, sondern was wir gesehen haben", sagt Michael Althens sonore Stimme zum Schluss. Da möchte man am liebsten noch einmal zurückspulen auf Anfang, zum Prolog, dieser einzigartigen Litanei aus Einzelmomenten, mit denen der Film begonnen hat."

03. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Neues Deutschland

Angelika Kettelhack hätte doch so gern noch mehr bekannte und unbekannte Geschichten erzählt bekommen. "Es ist ein ähnliches Gefühl, als begegnete man auf der Straße Leuten aus dem TV und meinte: Den oder die kenne ich doch! Aber woher denn bloß? Nur, dass in diesem Film über das Kino, zusammengefügt von dem akribisch arbeitenden Filmhistoriker Hans Helmut Prinzler und dem bekannten Filmjournalisten Michael Althen, die Wirkung im angenehmen Sinne, theatralischer, romantischer und gefühlsbetonter ist."

01. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • epd-film 06/2008

Rudolf Worschech hat gemerkt, das die deutsche Filmgeschichte auch unsere Geschichte ist. "Zu den schönsten Momenten der Doku gehören ungefähr dreiminütige Passagen (Montage: Tobias Streck) durch die Filmgeschichte, motivisch geordnet und rhythmisch montiert. Zu Themen wie Augen der Männer, Blicke der Frauen, Küssen, Telefonieren und Rauchen. Das ist zum Teil ungemein amüsant, immer aber aussagekräftig und gerade beim Rauchen sehr hübsch verzahnt. Zum anderen gibt es noch eine klassische Ebene, auf der Prinzler und Althen den Film der NS-Zeit und den der DDR referieren."

01. Juli 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • film-dienst 14/2008

Weniger wäre für Alexandra Wach mehr gewesen. "Wie überhaupt der sinnliche und assoziative Rückblick auf die Herkunft des deutschen Films in der zweiten Hälfte sein schwärmerisches Konzept überstrapaziert und unter dem entfesselten Bilderrausch kollabiert. Eine lehrreiche Einführung in die Welt besessener Cineasten ist AUGE IN AUGE allemal."

27. Juni 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • critic.de

Die nur einige Sekunden langen Einstellungen haben im Hinterkopf von Sonja M. Schultz ein permanentes Filmeraten in Gang gesetzt. "Diese deutsche Filmgeschichte ist gewiss kein museales Projekt, sie entfaltet eine Lebendigkeit und eine Wiedersehensfreude mit der eigenen Bildkultur, die nur im Kino richtig zu genießen ist. Doch mehr Widerstand gegen einen gewissen nostalgischen Gestus und den Hang zum Konsens hätte ihr gut getan, mehr von der rauen Improvisation eines Rocker."

26. Juni 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz sieht diesen Film "als Sisyphosarbeit im Bergwerk der Erinnerungen, Fetzen und Fragmente verstehen. Als Anregung, als Appetithäppchen und Einladung zu einer Wiederbegegnung, zum Stöbern und Ausgraben von Filmen, die man vor Ewigkeiten einmal gesehen hat und die dieser Film wieder ans Licht des Bewusstseins befördert hat. Und so sind die schönsten Passagen dieses Films dann auch thematische Montagen, in denen Leitmotive oder Beiläufiges wie Blicke, Telefonate oder das Rauchen aus 110 Jahren deutscher Kinogeschichte zusammengeschnitten sind und ein fließendes Photoalbum ergeben."

07. Februar 2008 | AUGE IN AUGE - EINE DEUTSCHE FILMGESCHICHTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen zärtlichen Blick aufs deutsche Kino wirft dieser Film laut Jan Schulz-Ojala. "Ein kleiner Film. Einer, der mit leiser Stimme und auf leisen Sohlen in dieses Festival spaziert. Und einer, der seine Zuschauer erobert, indem er ihren Sinn und ihre Sinnlichkeit weckt für ein eigentlich amorphes Thema – das deutsche Kino quer durch die Jahrzehnte und seine demokratischen und zeitweise auch diktatorischen Welten. Und einer, der in 99 schlanken Minuten doch alles Allgemeine mühelos auflöst im Besonderen und dadurch erst erkennbar macht."

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