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DIE ANRUFERIN

DIE ANRUFERIN

Regie Felix Randau
Kinostart 20.03.2008

Kritiken • DIE ANRUFERIN

27. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • Berliner Zeitung

Thriller, Psychogramm und Kammerspiel in einem sah Alexandra Seitz. Der Film ist "nicht zuletzt das Werk von Valerie Koch und Esther Schweins, die Irm und Sina Glaubwürdigkeit und Dimension verleihen. Das engagierte Spiel der beiden hilft darüber hinweg, dass der vom Fernsehen koproduzierte Film ästhetisch leider kaum Wagnisse eingeht und auch auf das eine oder andere entbehrliche Handlungsklischee zurückgreift. Doch dann ist da Valerie Koch und wischt die gediegene Langeweile der halbnahen Einstellung mit einem dieser faszinierenden Gesichtsausdrücke beiseite, die die Gleichzeitigkeit von mindestens drei widerstreitenden Gefühlen ausdrücken."

27. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Dass die Situation ihrer Schöpferin über den Kopf wächst, gehört zum klassisches Szenario eines Psychothrillers, schreibt Elisabeth Wagner. "Doch der Film wagt sich nicht in den dunklen Wald der Angst, an dessen Rändern er so demonstrativ herumstreunt. Zwar beobachtet er die Gesichter seiner herrlich aggressiven Hauptdarstellerin und ihrer tapferen Gegenspielerin mit fast mikroskopischer Präzision, doch wirkt die Nähe bloß behauptet, vorgeführt wie ein artiges Kind. Am Ende muss eine kleine Geste genügen, und die Wunden heilen wie von selbst. Wie simpel, wie schade."

21. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • Der Spiegel

Verstörend direkt erzählt der Regisseur laut Jenny Hoch von Einsamkeit und Freundschaft. "Das alles fasst Felix Randau in knappen, präzisen Bildern, bis im letzten Drittel der eigentlich souverän erzählte Film bedenklich aus der Spur rumpelt. Das Problem ist, dass der Regisseur seiner traurigen Hauptfigur unbedingt ein Happy End angedeihen lassen will. Natürlich nicht Hollywood-like mit Friede, Freude, Eierkuchen und einer unerschütterlichen Freundin, die die zerrissene Seele Kraft ihrer Liebe heilt, aber doch sichtlich bemüht um einen positiven Ausklang. Das ist schade, denn so komplex seine Gesellschaftsdiagnose zuvor ausgefallen ist, so simpel gestrickt wirkt dagegen der plötzliche Genesungsprozess dieser multiplen Persönlichkeit."

20. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • Neues Deutschland

Ein Psychogramm und die Geschichte einer aufkeimenden Freundschaft – einen kleinen, ambitionierten Film sah Marion Pietrzok. "Eine Hauptdarstellerin, Valerie Koch als Irm, ein großes Talent, deren intensives Spiel den ganzen Film trägt. Genau beobachtete Details: Noch jedes Requisit unterstützt Logik der Geschichte und Charakterzeichnung. Eine sorgfältige Kamera, eine etwas aufdringliche Musik. Schade nur, dass die Bemühtheit der Inszenierung sich über alles legt. Es hinterlässt den Eindruck einer Etüde, die eher ins Fernsehen als ins Kino passt."

20. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz ist DIE ANRUFERIN "ohne Frage ein intensives Kammerspiel, und man merkt mehr als einmal, dass hier "Das kleine Fernsehspiel" des ZDF koproduziert hat. Bei aller Begeisterung fragt man sich allerdings schon, wie weit die Annäherung von Kino und Fernsehen im deutschen Film eigentlich noch gehen soll – DIE ANRUFERIN ist bei aller Stärke geradezu ein Paradebeispiel für das Dilemma des anspruchsvollen deutschen Kinos, dem man seine Provenienz vom Fernsehen deutlich ansieht. Und das Beinahe-Happy-End wirkt wie ein mauer Kompromiss, der geradewegs der Feder eines Redakteurs bei einem Sender entsprungen zu sein scheint."

13. März 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • critic.de

Laut Birte Lüdeking beleuchtet der Regisseur "die Grauzonen von Irms sperrigem und diffizilem Charakter mit Geduld, Genauigkeit und ohne moralische Wertung. Ausgerichtet auf die durchgängig fesselnde Hauptdarstellerin Valerie Koch, die für ihre beeindruckende Leistung auf dem letzten Münchner Filmfest mit dem Förderpreis für die beste Schauspielerin geehrt wurde. In ihrem Gesicht finden sich die feinsten Gefühlsregungen im fliegenden Wechsel oder auch mehrere zur selben Zeit. Wenn Irm in einer Szene ihrer Mutter beim Sterben zusieht, vereint Kochs Mimik auf gleichermaßen beunruhigende wie faszinierende Weise Erleichterung, Sadismus und aufrichtige Trauer."

06. Februar 2008 | DIE ANRUFERIN • Kritik • programmkino.de

Wenig Spannung und Vielfalt hat David Siems ausgemacht. "Dass der Regisseur zudem seine Zuschauer auf die falsche Fährte lockt und seinen Film nicht, wie erwartet, zu einem Thriller steigert, mag man vielleicht noch als interessante Plot-Wendung missverstehen. Viel eher vermutet man dahinter eine latente Orientierungslosigkeit, unter der letztlich auch die Hauptdarstellerinnen leiden. Ihrem eindringlichen Spiel ist es immerhin noch zu verdanken, dass DIE ANRUFERIN zu einer anspruchsvollen Charakterstudie zweier Frauen wird, deren gut gehütete Geheimnisse das Kapital ihrer Freundschaft sind."

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