Inhalt • DIE WELLE
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: "Die Welle". Bereits am dritten Tag beginnen die Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. "Die Welle" ist längst außer Kontrolle geraten ...
Kritik • DIE WELLE • 11. März 2008 • Der Spiegel
Für Christoph Cadenbach ist der Film Aufklärung im schnell geschnittenen MTV-Gewand - ohne dabei peinlich zu sein. Es gibt viel "offensichtliche Effekthascherei und [sie] verwässert ein wenig die fortschreitende Hörigkeit der Nachwuchs-Faschisten, sieht aber erstaunlich gut - weil realitätsnah - aus. Dennis Gansel hatte mit seiner Teenie-Komödie MÄDCHEN, MÄDCHEN! ja schon mal gezeigt, wie es nicht geht und wie leicht ein Jugendfilm dank gestelztem Straßenslang und stereotyper Schülerblödelei ins Peinliche abdriften kann. In DIE WELLE nimmt man den Schauspielern ihre Jugendlichkeit ab, was natürlich an ihrer Leistung, aber auch an der guten Ausstattung des Films liegt."