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CHARLIE BARTLETT

CHARLIE BARTLETT

Regie Jon Poll
Kinostart 26.06.2008

Kritiken • CHARLIE BARTLETT

27. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • Der Spiegel

Für David Kleingers bildet der Film die US-Klassenverhältnisse vortrefflich ab - und verdient ein glänzendes Zeugnis. "Dass ausgerechnet Hollywoods berüchtigter, gar nicht so lange geläuterter Chefdelinquent Robert Downey Jr. hier die Rolle des geplagten Schuldirektors spielen und auf anrührende Weise umdeuten darf, ist nur eine der gelungenen Pointen in Jon Polls Coming-of-Age-Reigen: Wie in den besten Beispielen des Subgenres dient die High School in CHARLIE BARTLETT als soziologische Petrischale, in der sich die amerikanischen Gesellschafts- und Klassenverhältnisse vortrefflich in Miniatur abbilden lassen."

26. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hat sich nicht ganz von dem Film überzeugen lassen. "Jon Polls gar nicht streberhafte Komödie bietet mit Sex, Drogen und Rock'n' Roll die üblichen Zutaten des anti-autoritären Rebellentums, allerdings in etwas anderer Gewichtung: Auf die erste Liebe muss Charlie eine ganze Weile warten ... Leider verzettelt sich Jon Poll zu oft in halbgaren Nebenhandlungen, um die Wiedergeburt der Schulkomödie tatsächlich einleiten zu können. Doch immerhin kämpft sein Titelheld wacker gegen die kränkelnde Gesellschaft der Erwachsenen und verschreibt sich und seinen Mitschülern neben der falschen auch die richtige Medizin: die Einsicht, dass einen ein wacher Kopf am weitesten bringt."

20. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • br-online.de

Charlie Bartlett ist ein raffinierter Kerl mit einem untrüglichen Geschäftssinn, stellt Ronja Dittrich fest. "An Bedeutung gewinnen dabei neben der reinen Medikamentenübergabe zunehmend auch die kurzen Zwischengespräche, in denen die Probleme der Teenager bei Charlie Gehör finden und in der Laiendiagnostik Auswege aufgezeigt werden. Der illegale Tablettenvertrieb nimmt jedoch eine unerwartete Wendung und Charlie hat die Konsequenzen seines ertragreichen Geschäfts zu verantworten."

20. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • kino-zeit.de

Die realen Hintergründe dieses ziemlich realistischen, am Ende aber ein wenig rührselig anmutenden High-School-Films, der mit anderen Vertretern des Genres recht wenig gemeinsam hat, sind für Joachim Kurz erschreckend. "Trotzdem erstickt Jon Polls mit leichter Hand inszenierter Film CHARLIE BARTLETT nie an seiner Botschaft, sondern wirkt stets optimistisch. Nur das Ende gerät dann doch etwas zu rührselig und sehr amerikanisch. Ein Robert Downey Jr. in Höchstform und ein grundsympathischer Anton Yelchin machen diesen kleinen Schönheitsfehler aber locker wieder wett."

16. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • film-dienst 13/2008

Über weite Strecken wirkt die Inszenierung für Sascha Koebner übertrieben und gekünstelt, vor allem die des verschrobenen Einzelgängers, der auf alle Probleme eine Antwort hat. "Das ist insofern bedauerlich, als dass Anton Yelchin seine unglaubhaft geschriebene Figur im Rahmen des Möglichen intensiv spielt, sodass man dem jungen, in Russland geborenen Schauspieler Aufgaben wünscht, die seinem Talent eher entsprechen. Auch der exzellente Robert Downey jr. als Susans gebrochener Vater und Hope Davis als Charlies labile, ein wenig verrückte Mutter können wenig daran ändern, dass CHARLIE BARTLETT ärgerlich missglückt ist."

01. Juni 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • epd-film 06/2008

Hans Schifferle ist etwas enttäuscht: "Trotz eines vielversprechenden Drehbuchs und einer soliden Inszenierung vermag aber Jon Polls Komödie der Neurosen nicht ganz zu überzeugen. Vielleicht liegt es daran, dass Anton Yelchin als Charlie Bartlett und Kat Dennings als sein Sweetheart Susan zwar ein schönes und schräges Paar abgeben, aber die komplexen Rollen nicht ganz tragen können. Sie werden von den "Oldtimern" Hope Davis und Robert Downey Jr. in jeder Beziehung in den Schatten gestellt."

28. Mai 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • programmkino.de

David Siems ist begeistert: "Mit erstaunlicher Leichtigkeit und jeder Menge schwarzem Humor gelingt es dem Film sich den existenziellen Fragen seiner Figuren zu nähern. Hier dominiert nicht Coolness, sondern die Schöngeistigkeit bei den emotional verwirrten Teenagern, die anspruchsvolle Literatur lesen, Theatergruppen gründen und mit ihrer Kreativität keine Angriffsfläche bieten für ihren verhassten Schulleiter. Die Freiheit des Geistes ist es schließlich, die so viel wertvoller ist als die Überwachungskameras und die stimulierenden Pillen."

28. Mai 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel mag den "High School-Film, der begrüßenswerterweise von den extremen Klischeefiguren – dem Streber, dem nur Streit suchenden Schläger, der hochnäsigen Schönheit, dem fressenden Dickwanst usw. – abweicht. Einige Probleme, einige aktuelle Phänomene, einige Gefahren, einige positive charakterliche Entwicklungen werden angesprochen, alles auf routinierte, gut durchschnittliche Weise, sowohl in darstellerischer als auch in inszenatorischer und milieuschildernder Hinsicht."

01. Februar 2008 | CHARLIE BARTLETT • Kritik • critic.de

Für Birte Lüdeking ist der Film "mit dem pädagogischen Holzhammer und im Finale mit reichlich Tränen der Rührung inszeniert. ... Die Entwicklung des Protagonisten vom Drogen dealenden Toiletten-Therapeuten zum selbstkritischen Prediger erscheint ebenso sprunghaft und aufgesetzt wie die der erwachsenen Nebenfiguren von verantwortungslosen zu geläuterten Erziehungsberechtigten. ... Der skurrile Witz und Offbeat-Charme seines Charakters liegt allerdings darin, dass er dies trotz zahlreicher kindischer Aktionen vollkommen anders sieht und niemals zugeben würde."

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