| Regie | Thomas Langmann |
| Frédéric Forestier | |
| Kinostart | 31.01.2008 |
Die Abenteuer des blitzschnellen Asterix und seines zaubertrankgestärkten Gefährten Obelix führen diesmal ins ferne Griechenland. Dort wollen sie dem jungen und wagemutigen Gallier Alafolix helfen, die Olympischen Spiele und gleichzeitig das Herz der wunderschönen griechischen Prinzessin Irina zu gewinnen. Wäre da nur nicht der tückische Brutus, der alles daran setzt, die Olympiade zu beherrschen und außerdem seinen Vater Julius Caesar aus dem Weg zu räumen.
Katja Lüthge ist enttäuscht: Keiner der Charaktere und Einfälle ist zwingend oder auch nur im Ansatz gelungen. "Die Freiheit bei der Gestaltung von Mimiken oder die Typisierungen einzelner Völker, wie sie für die "Asterix"-Bände so charakteristisch sind, wirken real schnell unangenehm rassistisch. Auch das reale Erschlagen von Wildschweinen würde in der Regel wohl nur als mäßig amüsant empfunden werden. Sie deshalb vollkommen zu ignorieren, ist allerdings der Gipfel der Lieblosigkeit."
Jens Balzer sagt es unumwunden: Der Film ist öde, witzlos und gähnend langweilig. "Am allerspektakulärsten ist freilich die Talentlosigkeit der Darstellerin von Irina. Vanessa Hessler kannte man bislang nur als Model für die Kampagne eines Telefon-Flatrate-Anbieters. Aber während man in die Filmbranche übergewechselte Models sonst dafür kritisiert, dass sie nur zwei Gesichtsausdrücke besitzen - "an" und "aus" -, beherrscht Hessler nicht einmal einen. Sie befindet sich gewissermaßen in einem dauernden Schauspiel-Stand-by - egal, ob sie Verliebtheit, Keckheit, Bedächtigkeit oder Zorn mimisch unter die Leute bringen soll."
bald schon vertändelt die Story sich auf Nebenwegen, kritisiert Andreas Conrad. "Alles letztlich überraschungsarm: die Handlung, die meist parodistischen Gags – und selbst ein Gastauftritt von Zinedine Zidane, kickend wie in alten Zeiten, kommt nicht ohne billigste Witzelei aus: "Wenn der erst mit dem Kopf zustößt!" So bleibt noch das Aufregendste, dass Nachwuchsschauspieler Michael Schumacher als Rosselenker Schumix sich beim finalen Rennen nur mit vier, ja sogar zwei PS vor seinem roten Streitwagen zufriedengibt."
Für Michael Kohler bleibt der digitale Zaubertrank wirkungslos. "Zieht man die schon bei Albert Uderzo und René Goscinny angelegte Doping-Thematik ab, bleibt vom Einfallsreichtum der Vorlage kaum etwas übrig. Stattdessen dominieren plumper Klamauk, steife Schauspielübungen und mäßig gelungene Aktualisierungen den gallischen Ausflug ins Reich des Sports."
Rochus Wolff ist enttäuscht: "Alle hübschen Ideen und Cameo-Auftritte – davon gibt es eine Menge – werden gemolken, bis man ihr Ende eiligst herbeisehnt. Nicht einmal der Film selbst darf in Würde enden. Als die eigentliche Handlung längst vorbei ist, das obligatorische Schlussbankett schon zu sehen war, dürfen die anscheinend neuen französischen Nationalhelden – Sportler, vor allem Fußballer wie Zinedine Zidane – noch in seltsamen Sprech- und Kickrollen auftreten. Auch das dauert wieder viel zu lang, nur von Asterix selbst bekommt man nichts mehr zu sehen. Kinder, da gibt es nur noch eins zu tun, das, wovor uns unsere Eltern immer gewarnt haben: Lest mehr Comics!"