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THE SONG OF SPARROWS

THE SONG OF SPARROWS

Regie Majid Majidi

Kritiken • THE SONG OF SPARROWS

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte kann dem Film nicht viel abgewinnen. "Der Film hantiert manchmal ein bisschen zu penetrant mit seinen Metaphern und Allegorien, andauernd werden Vögel frei und Fische zu Wasser gelassen, was vielleicht die Sehnsucht nach Freiheit in der restriktiv-religiösen Gesellschaft Irans symbolisieren soll. Wer weiß das schon so genau, Fakt ist, dass Regisseur Majidi (CHILDREN OF HEAVEN) ganz schön in die Trickkiste greifen muss, um Tabus zu umgehen."

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • Berliner Zeitung

Wunderbar ist der Film für Anke Westphal. "Es ist eine Welt, in der das Leben nicht leicht ist und die Kinder Schwielen an den Händen haben vor der Zeit. Aber sie ist doch schön, denn in ihr spiegelt sich der ganze Reichtum des Lebens, wie wir ihn zu selten wahrnehmen. Und Majid Majidi fand wunderbare Darsteller und sehr schöne, schwebende, komische und wehmütige Bilder und Szenen, um diesen Reichtum auszudrücken: flinke Kinder, aber auch erstickende Fische und, ganz am Ende, klares Zisternenwasser."

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • Die Tageszeitung

Angenehm ist für Andreas Resch die zurückhaltende, nie moralisierende Weise, in der in diesem Film der Widerstreit zwischen Tradition und Moderne verhandelt wird. "In einer Szene sieht man Karim in der Einfahrt eines luxuriösen Anwesens beten, während im Hintergrund die Bewohner brav in ihrem Mittelklassewagen warten. Ein anderes Mal rast im Bildhintergrund ein hypermoderner Zug vorbei - in dem Moment, als sich ein alter Mann zu Fuß auf eine Pilgerreise begibt."

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann sah ein Loblied auf das Landleben. "Die Botschaft ist einfach: Kapitalismus ist böse, Solidarität ist gut. ... Nur die Untertöne sind nichts für Kinder – und kaum spürbar für ein westliches Festivalpublikum. Dass Karim seiner Frau eine Sommernacht auf dem Dach – sprich: Sex open air – verheißt: ein Wagnis. Auch dass die Lieder im Film offen von Nähe und Zärtlichkeit handeln – nicht selbstverständlich. Wie überhaupt die Ehebeziehung ungewöhnlich gleichberechtigt, liberal erscheint."

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • Die Zeit

Carolin Ströbele lobt die leise Bildsprache. Der Film ist "eine wohltuende Oase inmitten all der wuchtigen US-Epen und verkopften europäischen Psychodramen auf der Berlinale. Seine Bildsprache erfüllt eine Sehnsucht, die durch opulente Inszenierungen und Spezialeffekte offenbar nicht befriedigt werden kann. Majidi spielt viel mit Symbolik, doch er lässt dem Zuschauer zugleich Raum zum Denken, zum Träumen, zum In-die-Leinwand-Steigen."

11. Februar 2008 | THE SONG OF SPARROWS • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz ist THE SONG OF SPARROWS ein "gut gemachter Film, der einen erstaunlich heiteren Einblick in den alltäglichen Überlebenskampf einer Familie im Iran gibt. Wunderschön auch die Bilder, die Majidi immer wieder findet, sei es nun eine blaue Haustür, die sich scheinbar wie von selbst über ein Feld bewegt oder feine Metaphern, mit denen der Regisseur das Unzeigbare – in diesem Falle Sex – doch noch in Bilder packt, die die gestrenge Zensur seines Heimatlandes klaglos passieren. ... Der wahre Wert des Lebens, das sind die Freunde, so könnte man die Lehre am Schluss des Films benennen. Eine einfache Wahrheit, vielleicht zu einfach für viele Zuschauer. Doch es ist gut, ab und an wieder einmal daran erinnert zu werden."

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