| Regie | Petri Kotwica |
Als Gynäkologinnen-Thriller bezeichnet Jan Schulz-Ojala den Film. Der Regisseur, "der nach eigenem Bekunden mehrere Jahre am Drehbuch schrieb, bis sein eigenes Privatleben dem Filmthema immer ähnlicher wurde, interessiert sich nach tapsigen Ausflügen ins Komödiantische und zähen Entwürfen eines mittelständischen Gesellschaftsporträts lieber für eine in den Thriller mündende Soap Opera. ... Dass die Intrigantin aus Liebe, einigermaßen abrupt von der Leidenden zur Bösen wechselnd, irgendwann die Kontrolle über das Geschehen verliert, gehört zur Natur des Genres. Leider gerät dann auch der Thriller eher gynäko- als psychologisch."
Dies ist eine Mogelpackung. Untauglich schon fürs Fernsehen, kritisiert Gunnar Decker. "Eine Szenerie, in der die eigentliche menschliche Komödie tobt. Man braucht nicht mehr dazu als Sehnsucht, Angst, Zweifel, Hass, Enttäuschung, Resignation. Stationen einer Ehe, siehe auch Ingmar Bergman. Dass man also für einen solchen Film nicht viel mehr tun muss (müsste), als die nahe liegenden Leidenschaften mit einigen unumstößlichen Tatsachen zu konfrontieren (das Vergehen der Zeit), dürfte sich in den letzten hundert Jahren herumgesprochen haben."
EIn aufgeblasendes Fernsehspiel sah Joachim Kurz. "Mit etwas weniger Stereotypen aus dem Baukasten für Beziehungsdramen öffentlich-rechtlicher Sender wären manche Fallstricke und Fettnäpfchen sicher umschifft worden, so aber wird von untreuen Ehemännern und heimtückischen Frauen, K.O.-Tropfen im Whisky bis hin zu angedeutetem lesbischen Sex so ziemlich jedes Klischee aus der Klamottenkiste der Soaps verbraten, das man sich vorstellen kann."
Katharina Dockhorn berichtet über die Hintergründe der Produktion.