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ABGEDREHT

ABGEDREHT

Regie Michel Gondry
Kinostart 03.04.2008

Kritiken • ABGEDREHT

04. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • critic.de

ABGEDREHT feiert Phantasie und Begeisterung fürs Kino als hinreißend komisches Fest, schreibt Rochus Wolff. Wo der Regisseur "bei seinen Leisten bleibt und die Möglichkeiten des Kinos feiert, Emotionen zu evozieren, zu begeistern und zu verzaubern, da ist Abgedreht nicht nur oft zum Brüllen komisch, sondern eben auch stets von einem Hauch Moder und Vergänglichkeit umgeben, die aus Gondrys nostalgischer Grundkonstellation zwingend hervordünstet. Genau diese Gegenmelodie braucht die jeder Modernität kritisch gegenüberstehende Story von Abgedreht jedoch, denn so einfach darf es sich das Kino nicht machen: Film ist schließlich ein Medium unserer Zeit."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Die Tageszeitung

Eine Homage an die Nostalgie sah Barbara Schweizerhof. "Tatsächlich scheint es Gondry weniger um Originalität als um die Behauptung von Originalität zu gehen. Das bunte Völkchen, das da vor Mr. Fletchers Laden Schlange steht, besteht aus Modernisierungsverlierern. Für sie denkt sich Gondry hier eine Nachbarschaftskultur aus, die ihre Ideen ganz eklektizistisch aus der Mainstreamkultur nimmt und sich diese im Prozess des "Schwedens" aneignet. Manch Original wird dabei zum Traum."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Berliner Zeitung

Mit Jens Balzer spricht Regisseur Michel Gondry im Interview über Gut und Böse und seinen neuen Film ABGEDREHT.

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Als Bravourstückchen bezeichnet Jan Schulz-Ojala den Film. "Eine Feier des Films und des Filmens; ein Riesenspaß vor allem will ABGEDREHT sein und – Hand aufs Herz – nicht mehr als das. Darf da der Berufskinogucker sagen, dass er sich, bei aller Projektgrundsympathie, mitten im brimborösen Chaos ein klitzekleines bisschen gelangweilt hat – und gesehnt nach den einsamkeitsgeplagten und verrücktverliebten Außenseitern aus Gondrys früheren Filmen? Natürlich darf er’s nicht, und so lässt er’s einfach bleiben."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Gondrys Filmidee ist aus dem reinen Spaß an der Freude geboren, glaubt Daniel Kothenschulte. "Tatsächlich ist es gerade die altertümliche Naivität seiner Rahmenhandlung, die diesem Film Liebenswürdigkeit verleiht. Über weite Strecken verbreitet er die fast vergessene Hemdsärmlichkeit von Disney-Komödien aus den Siebzigern. Kleinen Meisterwerken wie ZOTTI DAS URVIECH oder DIE KATZE AUS DEM WELTRAUM. Das Problem sind allein die vermeintlichen Höhepunkte, trashige und wirklich kein bisschen komische Parodien von Preziosen wie GHOST BUSTERS oder RUSH HOUR 2."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Neues Deutschland

90 Minuten hat Lilian-Astrid Geese kichernd und glucksend im Kinosessel verbracht. "Es gibt melancholische Komödien, alberne Witze, Gagfeuerwerke, frechen Humor – und geniale Filme, die alles das sind. Wer gern lacht und kein Problem damit hat, den Eyeliner erst nach der Vorstellung aufzutragen, weil er sonst sowieso verschmiert, sollte diese Satire unbedingt sehen. Es ist ein sympathisches, modernes Märchen, das einfach Spaß macht."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Der Spiegel

Gondry ist ein Erinnerungs- und Bewusstseinsfilmer, ein Sigmund Freud des Popcornkinos, schreibt Christian Buß. ABGEDREHT stimmt "eher unfreiwillig eine Hymne auf das Kino an, auf jenes Medium also, das ja eben im von ihm gefeierten Home-Entertainment seinen stärksten Feind hat. Denn war es nicht der Siegeszug des Videos, durch den in den Achtzigern das Kino als sozialer Ort zerstört zu werden drohte? Dieser Paradoxie zum Trotz bekommt man bei all dem zärtlichen Witz in ABGEDREHT Lust, mal wieder eine richtig schäbige Videothek aufzusuchen."

03. April 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Die Zeit

Die Story hat zunächst Witz und Charme, lobt Mark Stöhr, aber Gondry ist irgendwann "endgültig in die Einbahnstraße der Schmonzette eingebogen und hat jeden erzählerischen Kredit verspielt. Da retten ihn auch nicht mehr seine Wunderwerke aus Draht und Pappmachee, mit denen er zuvor Jerrys und Mikes Best-ofs der Filmgeschichte so vortrefflich ausgekleidet hatte. Durch seine Fantasieräume zieht nun ein kalter Hauch der Langeweile. Alles so schön bunt hier, mehr nicht. Die Idee hätte einen besseren Erzähler verdient gehabt."

28. Februar 2008 | ABGEDREHT • Kritik • programmkino.de

Durchwachsen nennt Michael Meyns den Film. "Die Grundidee von ABGEDREHT ist hinreißend, auch die Ausführung der einzelnen selbst gedrehten Filme zeugt von jenem verspielten, visuellen Ideenreichtum für den Gondry bekannt geworden ist. Doch viel weiter führt Gondry die Geschichte nicht. Andeutungsweise wird zwar ein Gegensatz zwischen modernem, von Computertechnologie geprägtem Blockbuster-Kino (Symbolisiert durch die gleichnamige Videoverleih-Kette) und dem alten, quasi handgemachten Kino aufgebaut. Doch abgesehen davon, dass handgemachtes nicht automatisch origineller oder besser ist, entwickelt Gondry diesen Gedanken auch nicht weiter."

17. Februar 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke gefallen die Spiegeltricks, Basteleien und optischen Täuschungen. "In dieser Hinsicht hält der Film, was er verspricht: BE KIND REWIND ist voller herrlicher Einfälle, besonders in einer atemberaubend virtuosen Montage, die das Dilettanten-Team bei der Arbeit an einem Dutzend Filme zeigt. Doch so richtig zünden will der Film nicht, und das liegt daran, dass BE KIND REWIND selbst ein kleines Rückspulmanöver macht: ein Handlungsstrang, in dem es um den drohenden Abriss des Gebäudes geht, spielt sich zunehmend in den Vordergrund. Aus der Komödie wird eine nostalgische Wiederaufnahme des alten Hollywood-Kinos im Stil von Frank Capra."

16. Februar 2008 | ABGEDREHT • Kritik • Berliner Zeitung

Hier wird das Kino gefeiert, freut sich Jens Balzer. "Nach der zehntägigen Überflutung mit Bildern löscht er für uns die vollen Magnetbänder und führt uns wieder zur Knappheit zurück und zur Freude am Elementaren. Michel Gondry feiert das Filmemachen als Erschaffung einer eigenen Welt aus dem Geist der Imitation. Er zeigt, wie aus dem Nachstellen von Bildern schließlich echte Schaffenskraft wird - und wie echte Schaffenskraft auf das Lernen durch Imitieren angewiesen ist."

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