| Regie | Lance Hammer |
Carmen Böker lobt die Laiendarsteller. "Wie sie Grad für Grad aus kompletter emotionaler Vereisung herausfinden, mit durchaus nerviger Langsamkeit die Starre überwinden: Das ist, korrespondierend zur zurückgenommenen Bildsprache und gerade wegen der generellen Reduktion auf das Allernötigste, von einiger Glaubwürdigkeit. Dass es funktioniert, hängt auch damit zusammen, dass sie ihre eigene Geschichte mitspielen: Lance Hammer fand für sein Langfilmdebüt die Besetzung dort, wo die Geschichte spielt - im Mississippi-Delta, in einer zersiedelten Gegend mit viel Platz und wenig Möglichkeiten."
Eine Entdeckung, eine Erschütterung ist der Film für Christiane Peitz. "Die Sümpfe im Mississippi-Delta. Verschlammte Äcker, grauer Himmel, schwarze Vogelschwarmwolken, Dauerregen. Ein durchweichtes Grundstück mit zwei Kunststoffrehen und zwei Holzhäusern darauf. Ein Ort, so klamm, dass einen noch im Kino fröstelt. ... Handkamera in Cinemascope. Extreme Close-Ups wechseln mit Totalen, Jump-Cuts mit aus der Zeit herausgefrästen Momenten. Eine Ästhetik, so experimentell wie stilsicher – atemberaubend für einen Erstlingsfilm."