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DIE BESUCHERIN

DIE BESUCHERIN

Regie Lola Randl
Kinostart 14.05.2009

Kritiken • DIE BESUCHERIN

04. Mai 2009 | DIE BESUCHERIN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Felix von Boehm ist durchaus angetan. "Wo eine solche Geschichte auch zu einem schwülstigen Melodram oder einem anstrengenden Emanzipationsfilm hätte werden können, da erfrischt DIE BESUCHERIN (DIE BESUCHERIN Trailer) durch den klugen und stillen Witz der Regisseurin, die fein organisierten, fast beiläufigen Dialoge und das glänzende Schauspiel der Hauptdarsteller Sylvana Krappatsch, André Jung und Samuel Finzi. Die Kamera von Philipp Pfeiffer lässt den Protagonisten ausreichend Raum und kommt der Besucherin dann am nächsten, wenn sie nur umrisshaft oder als Silhouette erkennbar ist – in jenen Momenten wird die Zerbrechlichkeit sichtbar, die Agnes für sich wiederentdecken will."

14. Mai 2009 | DIE BESUCHERIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Dem Film fehlt die innere Bewegung, meint Hans-Jörg Rother. "Sympathie vermögen Samuel Finzi als Ehemann und Jule Böwe als ins Unglück laufende Schwester zu erringen. Sylvana Krappatschs mimische Ausdrucksmöglichkeiten muten indes gering an. Wo sie einmal die kühle Maske ablegen will, verzerrt das Gesicht ein Grinsen. Schroffe Bewegungen gelingen ihr besser."

14. Mai 2009 | DIE BESUCHERIN • Kritik • Berliner Zeitung

Behutsam nennt Dirk Pilz den Film. Die Regisseurin "schlachtet diese Story weder psychologisch noch mittelstands- oder ehekritisch, weder schichtensoziologisch noch existenzphilosophisch aus. Der Film (das Drehbuch stammt auch von Lola Randl) weiß selber nicht, wie diese Liebe geschehen konnte, er will es auch nicht wissen. Überraschenderweise ist genau das seine Stärke. Denn diese Erklärungsabstinenz schenkt den Darstellern die allergrößte Freiheit, sich schauspielernd ihre Figuren zu ertasten, ohne in ein Rollenraster gesperrt zu sein. Dass sie diese Freiheit auch zu nutzen wissen, sagt alles über ihre Extraklasse."

05. Mai 2009 | DIE BESUCHERIN • Kritik • film-dienst 10/2009

Alexandra Wach lobt den Film. "Der an intensiven, beobachtenden Kinobildern reiche, mit französischem Flair inszenierte Film verbietet sich eine Eruption. Er bleibt seiner Figur nah, in all ihrer Unnahbarkeit. Es ist unbequem, das zu beobachten, aber das Unbehagen verbindet sich mit dem Eindruck der Dringlichkeit, mit dem unerschrockenen Blick auf eine von lauter unglücklichen Zeitgenossen bevölkerte Krisenrepublik, die lieber den Stillstand pflegt, als inne zu halten, das Steuer loszulassen und vielleicht die Spur zu wechseln."

01. April 2009 | DIE BESUCHERIN • Kritik • programmkino.de

Hendrike Bake stellt folgendes fest: "Während Agnes sich in einer fremden Wohnung in ein fremdes, freizügigeres Leben träumt, scheint der Film selbst sich in die 1970er Jahre, und damit in eine Zeit größerer künstlerischer und sexueller Freiheit, zu träumen. Namen wie Bruno, Walter, Theresa und Agnes, Lampen und Einrichtungsgegenstände und das Ambiente der Flucht-Wohnung rufen Erinnerungen an die Elterngeneration wach und in ihrem Outfit aus Sekretärin-Rock, Bluse und College-Pumps könnte Agnes problemlos in einem frühen Roman Polanski mitspielen."

13. Februar 2008 | DIE BESUCHERIN • Kritik • festivalblog.de

Ein starkes Debütwerk sah Andreas Tai. "Besonders das exzellente Spiel der beiden Theaterschauspieler von den Münchner Kammerspielen, Sylvana Krappatsch und André Jung, macht den Film zu einer faszinierenden Studie über Ausfallbewegungen von Charakteren, denen ihr normaler Lebensalltag keine Möglichkeiten zur Neujustierung ihres Schicksals bietet. DIE BESUCHERIN ist sicher kein Feelgood-Movie."

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