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SHINE A LIGHT

SHINE A LIGHT

Regie Martin Scorsese
Kinostart 04.04.2008

Kritiken • SHINE A LIGHT

04. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Berliner Zeitung

Als Konzert findet Frank Junghänel den Film gut. "Die einen schauten bei SHINE A LIGHT nach einer halben Stunde auf die Uhr und waren fortan entschlossen, sich den Rest der Zeit zu langweilen, die anderen fühlten sich bis zum finalen "Satisfaction" gut unterhalten. Auffällig war, dass die eher der Filmkunst verpflichteten Zuschauer dieser in mancher Hinsicht distanzlos fotografierten Darbietung kaum etwas abgewinnen konnten, während sich Rockmusikkritiker gerade von diesem Blick aus nächster Nähe beeindrucken ließen."

04. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Die Tageszeitung

Soll man sich SHINE A LIGHT ansehen, fragt Stefan Grissemann und sagt ja. "Konventionen des Genres scheut [der Regisseur] nicht. So findet sich die einzige Schwäche dieses neuen Films in den launigen Rückgriffen auf Archivmaterial aus der Frühzeit der Rolling Stones: Als hätte Scorsese dem Konzept der differenzierten Zustandsbeschreibung, des privilegierten Blicks auf eine längst mythische Band am Ende doch nicht ganz vertrauen wollen, verschneidet er das Konzert mit heiteren Interviewpassagen, die in ihrem Substanzmangel mit dem Rest des Films nicht ganz mithalten können."

03. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • critic.de

Eine großspurige Inszenierung der Rolling Stones sah Christiane Lötsch. "Wie die Rolling Stones wurden, was sie sind, setzt Martin Scorsese als Allgemeinwissen voraus. Lediglich einige Ausschnitte von früheren Fernsehinterviews unterbrechen den Konzertmitschnitt; sie fassen die Hauptaussagen der Bandmitglieder über sich selbst zusammen. ... dann kann man erahnen, was den Erfolg des Phänomens Rolling Stones in den sechziger Jahren ausgemacht hat. Leider bleiben diese Szenen nur bruchstückhaft; der Film geht nach einigen Sekunden übergangslos zum Konzert zurück."

03. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi unterhält sich mit Keith Richards über seine Musik und den Film.

03. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Meike Kolodziejczyk spricht mit Mick Jagger und Martin Scorsese über ihr obskures Objekt der Begierde.

01. April 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Überwältigung durch Technik hat Silvia Hallensleben ausgemacht. "Die Kommunikation in SHINE A LIGHT ist ganz in den Apparaten verschwunden. Spontaneität mag noch unter den Bandmitgliedern stattfinden, überschreitet aber nie die Bühnen-Kamera-Schranke. Und Scorseses Neugier reicht nicht einmal bis zum Publikum, das den Kameras bloß als Rahmenfüllung für die wenigen Totalen dient, wobei die ganz vorn platzierten hübschesten Blondinen gepflegt mit den Armen schwenken.Mit anderen Worten: Es dominiert unauffällig gefällige Anbiederung ans Geschehen."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Berliner Zeitung

In erster Linie sah Frank Junghähnel ein Konzert. "Neu ist die Perspektive, aus der die Band zu beobachten ist. Muss man sich im Stadion mit der Totale begnügen, montiert Scorsese das Konzert aus tausenden Schüssen und Gegenschüssen, zumeist von Großaufnahmen. Er zersägt die Show und klebt sie wieder zusammen. Auf diese Art kommt man den Rolling Stones so nahe wie selten, allerdings ohne je die Distanz zu der Inszenierung zu verlieren. Interessanterweise gibt es nur wenige Augenblicke, in denen man das Gefühl hat, dass sich die Stones jenseits ihrer Routine bewegen."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur kommt der Band ziemlich nahe, schreibt Rüdiger Schaper. "Ein Musikfilm? Das natürlich auch – ein kluges, zartes Werk, das einen tief hineinzieht in das geplante und am Ende doch der Spontaneität des Augenblicks ausgelieferte Phänomen, das sich Rock'n'Roll nennt. Mit der ewig dräuenden Frage – how long? – ist SHINE A LIGHT im Grunde aber ein Naturfilm. Ein Film über Menschen. Über die Unsterblichkeit im vergänglichsten Gewerbe der Welt, der Rockmusik. Aus dem Leben der Echsen. So nah war man noch nie dran, so viele Falten und Furchen sah man in einem Rockfilm noch nie. Was auch an dem Aufgebot von über einem Dutzend berühmter Kameraleute liegt. Die Kameras rocken und rollen mit."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Die Zeit

Nicht stoned hat der Film Markus Zinsmaier gemacht. "Was Scorsese dazu bewogen hat, sich der am meisten abgefilmten Band der Welt zu widmen, wird sein Geheimnis bleiben. Ein neuer Blick auf den Mythos der Rolling Stones ist ihm nicht gelungen. Anders als in seinem größtenteils aus Archivmaterial zusammengestellten, feinsinnigen Dylan-Porträt NO DIRECTION HOME wiederholt SHINE A LIGHT die Klischees der dienstältesten Rockband. Herauskommt ein größtenteils perfekt orchestrierter Konzertfilm, der den bereits bekannten Bildern keine neuen hinzuzufügen versteht."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Netzzeitung.de

Mehr als ein Konzertfilm ist ihm nicht gelungen - dabei zeigen die Stones sogar Sinn für Humor, meint Kerstin Rottmann. "Immerhin, zu Beginn seines sogenannten Dokumentarfilms versucht der Altmeister des US-Kinos denn auch einiges, um die Erwartungen der Filmzuschauer zu unterlaufen. Wie in einer glamouröseren Ausgabe der Muppet-Show ist Scorsese da als meckernder, pedantischer wirrter Alter porträtiert, der für seinen geplanten Konzertfilm versucht, die noch immer reichlich renitenten Rentner-Rocker auf seine perfekte Produktions-Linie zu bringen."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • Der Spiegel

Martin Wolf ist enttäuscht: "Promis abgesehen, wirkt das Ganze wie ein gekonnt abgefilmter Stones-Auftritt bei "Wetten, dass ...?" – brave Nostalgie auf hohem Niveau, nur leider komplett überraschungsfrei. Die Stones seien "die meistdokumentierte Rockgruppe der Geschichte", sagt Scorsese; eine Dokumentation mehr oder weniger – wen stört's?"

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • festivalblog.de

Steffen Wagner ist des Lobes voll. "Ladies and gentlemen: The oldest garage band in the known universe! Man hört also alles das, was man auf den polierten offiziellen Live-Dvds und Cds mit all ihren Overdubs nie hört. Dabei bleibt anders als beim herkömmlichen Soundboard-Bootleg, jedem Instrument sein eigentümlicher Klang - soll heißen: Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards und Bläser sind im Mix so perfekt unterscheidbar, dass man die Summe der einzelnen Teile und alle schmutzigen, kleinen Fehler hört. Besser geht’s nicht."

08. Februar 2008 | SHINE A LIGHT • Kritik • kino-zeit.de

Laut Katrin Knauth versucht der Regisseur "an die Liste der Reihenfolge der Songs zu kommen. Nicht so einfach, schließlich steht die erst kurz vor Konzertbeginn fest. Kein leichtes Unterfangen für einen Regisseur, der seinen Film und den Einsatz der Kameras vorher planen muss. Der Hauptteil des Films besteht aus Konzertszenen – der Film ist ein Konzert – dazwischen gibt es Archivmaterial von Interviews aus den letzten vierzig Jahren, darunter die wohl dämlichsten Fragen, die den Stones von Journalisten je gestellt worden."

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