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FEUERHERZ

FEUERHERZ

Regie Luigi Falorni
Kinostart 29.01.2009

Kritiken • FEUERHERZ

31. Januar 2009 | FEUERHERZ • Kritik • Die Tageszeitung

Anette Weber sah einen Abenteuerfilm, der zumindest andere Grundregeln zeigt als sonst in Actionthrillern gelten. "FEUERHERZ (FEUERHERZ Trailer) deutet Ambivalenzen zumindest an, auch wenn der Film sie wohl als Grausamkeit der Rebellen verstanden wissen will: Awet und ihre Kumpel wollen groß und stark sein, Krieg spielen und Helden sein. Erst als der Krieg durch die angeschwemmten Leichen von Kämpfern zum Gräuel wird, finden sie ihn nicht mehr lustig. In vielen Interviews mit ehemaligen eritreischen Kämpferinnen zu ihrer Motivation, sich der Guerilla anzuschließen, ist das Moment, dass man Hel- din sein will, ganz stark ausgeprägt."

29. Januar 2009 | FEUERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler sah einen betulichen Kinderfilm über den Krieg. "Warum ein Film, der die brutale Realität des Themas nicht zeigt? Wie ein derart schonungsloser Film denn aussehen sollte, ließe sich mit demselben Recht fragen. FEUERHERZ (FEUERHERZ Trailer) scheitert letztlich an anderem: einer betulichen Bildsprache, einem Mangel an erzählerischer Dichte. Zu sehr verlässt sich der Italiener Luigi Falorni auf seine "unzuverlässige Erzählerin". Wie Awet die Welt sieht, erinnert mitsamt der plakativen Botschaft doch stark an den Wandkalender von Terre des hommes."

29. Januar 2009 | FEUERHERZ • Kritik • film-dienst 03/2009

Laut Kathrin Häger fehlt dem Film die nötige Straffung und das Gefühl fürs Timing. Der Regisseur "scheint die Schrecken des Krieges und des Einsatzes von weltweit etwa 300.000 Kindersoldaten ohne Sensationsgier und schlagzeilenträchtige Gräueltaten nahe bringen zu wollen. In Kombination mit dem Verzicht auf nahezu alle zeitlichen und örtlichen Orientierungspunkte wirkt dieses Vorgehen jedoch fast wie eine Bagatellisierung der stoisch aneinander gereihten Erlebnisse; der Anspruch, eine allgemein gültige Parabel über das Schicksal der kleinen Soldaten zu liefern, bleibt unerfüllt."

03. Januar 2009 | FEUERHERZ • Kritik • programmkino.de

Wie Volker Mazassek feststellt, verzichtet der Regisseur "weitgehend auf die Darstellung von Gewalt und anderen Exzessen. Man sieht deren Folgen meist als Reflex in den Augen und im Verhalten Awets, die mit ihrer Angst und zunehmend um ihr Leben kämpft. Es sind einfache Bilder und sie funktionieren erstaunlich gut. Auch ohne Aufnahmen des Schreckens werden Verrohung, Herzlosigkeit und der Verlust aller moralischen Regeln deutlich. Aber der Film leidet unter seiner parabelhaften Überformung."

03. Januar 2009 | FEUERHERZ • Kritik • programmkino.de

Herausgekommen ist laut Thomas Engel "ein einigermaßen realistisches, allerdings gleichförmig bleibendes und sich hinziehendes Kriegs- und Kinderschicksalsbild, das zu Recht ein überaus ernsthaftes, schreckliches, nie und nimmer zu rechtfertigendes Faktum anprangert. Dabei geht es nicht nur um Awet – von der kleinen Letekidan Micael wunderbar gespielt -, sondern um ein universelles Problem, das nicht oft genug verurteilt werden kann. Schon allein deshalb ist dieser dokumentarische Spielfilm von Luigi Falorni nicht ganz unwichtig."

16. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film erntet bei Daniel Kothenschulte nur Hohn. "Es gehört schon grobe Fahrlässigkeit dazu, das Schicksal eines zu Soldatendiensten missbrauchten Mädchens zu einer bewegten Fototapete zu verkürzen. Das Schwelgen in pathetischer Landschaftsfotografie mag dem Leben eines Kamels eine gewisse Würde verleihen, eine Geschichte von schwerstem Kindesmissbrauch aber entwertet es in gleichem Maße. Einen Kinosaal bei einem solchen Thema streckenweise in Teilnahmslosigkeit zu versetzen, ist schon grotesk. Falorni hat erklärt, dass er mit seinem Film auf die Schicksale aller Kindersoldaten dieser Erde aufmerksam machen wolle. Doch nicht mal für ein einziges findet er einen Ausdruck."

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Der Spiegel

Viel Lärm um wenig, hat John Goetz wahrgenommen. Der Film "ist langatmig geraten, sehr bemüht. Auch die bemerkenswerte Leistung der Laiendarsteller kann ihn nicht retten. Wegen der Kalamitäten um die Vorlage hat man versucht, beim Dreh besonders authentisch zu sein: Gefilmt wurde in eritreischer Sprache, mit eritreischen Darstellern - allerdings in Kenia."

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Jens Balzer verbreitet der Film Allgemeinplätze: kalt und gleichgültig hat er den Kritiker gelassen. Der Regisseur "versucht, Meharis Geschichte ins Symbolische, Allgemein-Menschliche zu überhöhen. Damit bringt er seinen Film freilich um jeden Effekt: Da die konkrete, dokumentarische Ebene fehlt, wirkt FEUERHERZ bloß auf matte Weise allgemein. Man soll etwas lernen. Aber was? Dass Kinder zur Schule gehen sollten und nicht in den Krieg, wusste der Zuschauer schon vorher; die Figuren, die diese Wahrheit vermitteln sollen, bleiben zu unscharf, als dass man mit ihnen fühlte."

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Die Tageszeitung

Viel mehr als "Töten böse, Musik unböse" bleibt für Diedrich Diedrichsen nicht. "Der Film ist klein, hält sich zurück und trägt selbst seinen christlichen Pazifismus nicht besonders dick auf. Er trägt allerdings auch nichts anderes auf. Er zeigt ein wenig Guerillakrieg und auch nur den - und zwar aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. ... Über die psychische Zerrüttung und Verwahrlosung einer Kindersoldatin erfährt man ebenso wenig wie über den italienischen Kolonialismus oder die äthiopische Herrschaft in Eritrea. Diese Soldatin hier ist nämlich nicht zerrüttet, und es geht auch nicht um ihre kleine Seele. Es geht um den üblichen infantilisierten Blick, für den sich Erwachsene gerne wuschelige, kleine süße Dinger leihen. Momo in der Wüste."

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film versucht, Krieg mit den naiven Augen eines kämpfenden Kindes zu betrachten, dies ist ihm, alles in allem, nicht schlecht gelungen, meint Harald Martenstein. "Es gehört zu den Stärken des Films, dass er die Kinder nicht einfach als Verführte darstellt. Im Gegenteil, Awet will ans Gewehr, gegen den anfänglichen Widerstand der Erwachsenen. ... Die Charaktere in FEUERHERZ sind, bis auf die Heldin, durchweg einfach gestrickt, mehr als eine Eigenschaft gönnt der Film ihnen nicht. Das Ganze bleibt eine OneKid-Show. Auch die Wendung der kleinen Awet von der begeisterten Soldatin zur Pazifistin, die heimlich die Patronen aus den Gewehren nimmt, kommt etwas unvermittelt, ein Meisterwerk psychologisch glaubwürdigen Erzählens sieht anders aus."

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein Bericht von der Pressekonferenz.

15. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz bleiben die Filmemacher zu sehr auf Distanz zu ihren Figuren. Nicht verständlich "ist die kreuzbrave Inszenierung, die stets den Spuren Awets folgt und ihre Sichtweise zu repräsentieren versucht. Doch die wahren Schrecken des Krieges, sie berühren hier niemals wirklich, alles ist mehr oder weniger vorhersehbar und wenig ergreifend geschildert, so dass auch die Tränen der tapferen Hauptdarstellerin kaum nützen, unser Mitgefühl zu verstärken. Und das Ende, bei dem das kleine Mädchen mit dem großen Herzen mit seiner Schwester sowie einem weiteren Kampfgefährten einfach so davonläuft und in der Wüste beinahe zu Tode kommt, ist so lakonisch und an einer Stelle unfreiwillig komisch geraten, dass man beinahe froh ist, dass der Film nun endlich vorbei ist."

14. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk interviewt den Regisseur.

14. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Wie Wiebke Hollersen weiß, wird gegen das Buch der Autorin Senait Mehari weiter demonstriert.

14. Februar 2008 | FEUERHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich beschäftigt sich mit den Problemen um den Film. "Zwei Fronten haben sich gegen das Buch und den Film gebildet. Einerseits geht es um das Gefühl, verleumdet zu werden – darum geht es in dem Prozess in Deutschland. Andererseits wähnen politische Kräfte das Bild des jungen Staates Eritrea in Gefahr – was zu den Blockaden und Drohungen während der Dreharbeiten geführt hat. "Beschmutzung des Befreiungskrieges": Diese Formulierung bekam das Filmteam häufig zu hören. Andreas Bareiss sieht in den Manipulationen der Regierung einen Versuch, Geschichtsklitterung zu betreiben."

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