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CHIKO

CHIKO

Regie Özgür Yildirim
Kinostart 17.04.2008

Kritiken • CHIKO

17. April 2008 | CHIKO • Kritik • Berliner Zeitung

Petra Ahne porträtiert den Hamburger Regisseur. "CHIKO ist ein Gangsterfilm, mit schmissiger Musik, schnellen Schnitten und gnadenlos realistisch inszenierter Gewalt. Seine Tiefe gewinnt er dadurch, dass seine Figuren so echt wirken."

17. April 2008 | CHIKO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film tut weh, meint Heike Kühn. "CHIKO handelt von fatalen Entscheidungen, die das übliche Gut-Böse-Schema sprengen. Das Leben als Drogen-Dealer ist kompliziert, nur die Gewalt ist eindeutig: immer zu viel des Guten. Özgür Yildirims Filmdebüt funkelt vor Intelligenz und gezogenen Messern."

17. April 2008 | CHIKO • Kritik • Neues Deutschland

Keine Sieger, nur Tote hat Angelika Kettelhack wahrgenommen. "Was von der Produktion als neue Idee ausgegeben wird, ist uralt, nämlich dass böse Menschen auch ihre guten Seiten haben. Das wurde uns schon durch abends daheim klavierspielende und tagsüber mordende Nazis suggeriert. Es hilft also nicht, dass Chiko keineswegs der entwurzelte Migrant ist, sondern sich liebevoll um die gemeinsame Tochter mit der deutschen Ex kümmert oder dass der deutsche Boss Brownie ein reizender Familienmensch ist, der für jeden seiner vielen Flüche brav ins Sparschwein zahlt. Das ist kein Genre mit Herz, Alter! Es war schon richtig, dass die deutschen Fördergremien zunächst zögerten, diese Gewalt-Orgie mit Geld zu unterstützen."

17. März 2008 | CHIKO • Kritik • Die Tageszeitung

Bert Rebhandl entdeckt ein Problem des Films: "Nach einer Stunde ist Özgür Yildirim schon ein Gefangener seines eigenen Dualismus: er hat die Welt so strikt in Gut und Böse, hart und lächerlich, streetwise und dekadent eingeteilt, dass seinen charismatischen Helden nur noch die Flucht nach vorn bleibt. Auf Gewalt folgt mehr Gewalt, in seiner unbedingten Rhetorik will der Film dem eigenen Soundtrack nicht nachstehen."

14. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • Berliner Zeitung

Als grimmigen Ghettofilm bezeichnet Philipp Bühler CHIKO. "Man sollte indes nicht allzu leichtfertig auf die Selbstbeschreibung der Akin-Gang hereinfallen. CHIKO ist, als Gangsterfilm, ein glasklares Genreprodukt. Er ist - und das soll jetzt gar nicht negativ klingen - ungefähr so authentisch, hart und kompromisslos wie der durchschnittliche Gangsta-Rapper. Zwischen Echtheitsanspruch und Selbststilisierung tut sich eine Schere auf (sich zu gleichen Teilen auf Kiezrealismus und SCARFACE zu berufen, geht eigentlich nicht). Freilich wird es in solchen Zwischenräumen oft erst richtig interessant."

13. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • festivalblog.de

Laut Elvi Plitt haben es die Filmemacher in jedem Fall geschafft, das Kinopublikum zu polarisieren. "Als von einem Zuschauer die These aufstellt wurde, das der im Film ausführlich zelebrierte Gangster-Lebensstil inklusive Traumautos, Traumhäusern und Traumfrauen den ein oder anderen Zuschauer durchaus auch zum unreflektierten Gutfinden dieses Lebensmodells anregen könnte, kam es zu sehr emotionalen Gegenreaktionen. Was mir im nachhinein wohl vor allem in Erinnerung bleiben wird: Eine sehr spannend erzählte Geschichte, ganz viele Worte mit "F" und ein für deutsche Kinoverhältnisse bisher noch ungekanntes Maß an Brutalität."

11. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • Die Tageszeitung

Kirsten Reinhardt berichtet von der Pressekonferenz. "So soll der Aufstieg Chikos vom schnöden Gras- zum neureichen Koksdealer mit Rolex, weißem Mercedes mit goldenen Radkappen (!) und Wahnsinns-Wohung ebenfalls als Kritik verstanden werden. An dem Turbo-Kapitalismus der den schnöden Mammon als Lebensziel propagiert."

11. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • kino-zeit.de

Zu Unrecht wird laut Katrin Knauth von einigen Kritikern die Gewaltverherrlichung angeprangert. "Denn CHIKO hat genau das richtige Maß an Brutalität des Drogenmilieus und das ist weit entfernt von den Schießereien, die man aus Hollywood kennt. Es fallen nur die Schüsse, die fallen müssen und es fließt nur das Blut, das fließen muss – ansonsten wäre es kein Ghetto- und Gangsterfilm geworden. Und dafür ist er auf das Wesentliche reduziert und ohne ein Gramm Fett zuviel inszeniert."

10. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • Der Spiegel

Als kleines Gangsterfilm-Glanzlicht bezeichnet Andreas Borcholte CHIKO. "Yildirim beginnt seine Gangsterballade als schwungvolles Genrestück mit derben Sprüchen und vielen Gags, bevor er seinen Film in eine Spirale der Gewalt hineindreht, an deren Ende viel Blut fließt. Beeindruckend ist die Schnörkellosigkeit, mit der der junge Filmemacher erzählt, wie authentisch seine Figuren sind und wie wunderbar immun er gegen die bei deutschen Regisseuren grassierenden Hang zur Sozialpädagogik ist. Hinzu kommen hinreißende Leistungen des Schauspieler-Ensembles."

09. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen brisanter Stoff - genau am Problemplus der Zeit, lobt Julian Hanich. Es steckt soviel "Härte und Vitalität, dass man danach erstmal tief durchatmen muss. Das deutsche Kino – das nicht nur erstaunlich prüde ist, sondern oft auch große Scheu vor Gewalt zeigt – schlägt hier einen Ton an, der weh tut. Dabei beginnt der Film zunächst ganz harmlos. ... Doch je länger der Film dauert, desto roher wird er. Irgendwann versteht der Regisseur überhaupt keinen Spaß mehr. Nägel, Baseballschläger und andere Gebrauchsgegenstände werden in Anschlag gebracht: Es hämmert und kracht – und damit sind nicht nur die HipHop-Beats auf der Tonspur gemeint."

01. Februar 2008 | CHIKO • Kritik • critic.de

Für Maurice Lahde trifft hier der Begriff "authentisch" zu, "sofern damit die glaubwürdige Wiedergabe einer testosterongeschwängerten Jungsfantasie gemeint ist. CHIKO ist ein Stück deutscher Gangsta-Rap; die Darstellung sowohl des "Ghettos" wie des Traums vom Aufstieg entsprechen der Ästhetik und dem Wertesystem eines Bushido-Songs. Dass alles ein schlimmes Ende nimmt, ändert daran nichts, noch in seinem blutigen Showdown bleibt der Film der archaischen Ehre-und-Respekt-Logik verhaftet."

23. Januar 2008 | CHIKO • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns verschmerzt, viele Vorbilder ausgemacht zu haben. "Doch je länger der Film dauert, je mehr sich Chiko zu moralischen Entscheidungen gezwungen sieht, verliert der Film seine Linie. Da gibt es gelegentlich Szenen in einer Moschee, ohne das die Religion eine wichtige Rolle im Leben der Figuren zu spielen scheint. Da wird angedeutet, dass Tibet einst Junkie war, aber eine wirkliche Funktion hat dies nicht. Stattdessen steigert sich CHIKO in emotionale, pathetische Ausbrüche, wie man sie von den Filmen des Produzenten Fatih Akin gewohnt ist."

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