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BOY A

BOY A

Regie John Crowley

Kritiken • BOY A

07. Mai 2009 | BOY A • Kritik • Die Berliner Zeitung

Gerhard Midding kommt zu folgendem Schluss über die Bestrebungen des Regisseurs: "Der altbackene Sozialdeterminismus, den er bemüht, um das Verbrechen zu erklären (eine zerrüttete Familie; Jacks kindlicher Mittäter wurde missbraucht), erweist sich als ratlose Erzählstrategie. Die Vorstellung des untilgbar Bösen, auf der damals das Plädoyer des Anklägers beharrte und die nun die Regenbogenpresse wieder gegen ihn ins Feld führt, ist diesem Film unbegreiflich: Er möchte, aber kann sie nicht widerlegen."

07. Mai 2009 | BOY A • Kritik • Die taz

Birgit Glombitza hebt an der filmischen Umsetzung des Buchs folgendes hervor. "Das Schönste an BOY A (BOY A Trailer) von John Crowley (nach dem Bestseller von Jonathan Trigell) ist vielleicht, wie unspektakulär und vorsichtig er fotografiert ist und seinen Plot entwickelt. Wie er Jack über die Schulter schaut, wenn der sich durch diese ungewohnte Existenzform wie ein Fahrschüler auf einer aggressiv befahrenen Autobahn fortbewegt."

07. Mai 2009 | BOY A • Kritik • Die Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte würdigt die Intensität und fotografischen Qualitäten des Films. "Das einzige Problem des Films sind die Zugeständnisse an das öffentliche Moralverständnis: Der von John Crowley inszenierte Film wäre ehrlicher, wenn er nicht dem in seiner Unschuld zur Untat verführten Jungen den wahrhaft "bösen" Freund "Boy B" zur Seite stellte und diesen dann im Gefängnis sterben ließe. So baut man selbst Anhänger der Todesstrafe in den USA eine Brücke zum Verständnis der ethischen Debatte."

07. Mai 2009 | BOY A • Kritik • br-online.de

Margret Köhler lobt die Leistung des Schauspielers. "Das große Plus dieses düsteren Abstiegs in die Kältekammer der Seele ist Hauptdarsteller Andrew Garfield in seiner verstörenden Zerbrechlichkeit und Gebrochenheit. ... Hart geht der Film mit den sensationslüsternen Medien ins Gericht, die keine wirkliche Wahrheit, sondern nur Schockelemente suchen und denen der Mensch in der Story, die sich um jeden Preis verkaufen muss, egal ist. Ein psychologisch hartes und forderndes Drama, das Ratlosigkeit hinterlässt. Keine Hoffnung, nirgends."

07. Mai 2009 | BOY A • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tilmann stellt sich in Bezug auf den Film eine Frage. "Lange folgt man dem süß verwuschelten Andrew Garfield mit Sympathie, hofft mit ihm auf einen geglückten Neuanfang, ohne Medienhetze, ohne Lynchstimmung der immer noch über das Verbrechen erbosten Öffentlichkeit. Irgendwann sieht man in Rückblenden die Tat – trägt Sympathie auch darüber hinaus? Beklemmend."

05. Mai 2009 | BOY A • Kritik • film-dienst 10/2009

Michael Kohler bewertet den Film wie folgt. "Manchmal ähnelt John Crowleys Film zu sehr einer Versuchsanordnung, die eine idealtypische Situation aus dem Drehbuchseminar entwirft und Jacks Schuld etwas zu penibel gegen sein Recht auf Rehabilitierung abwägt. Doch von solchen Einwänden abgesehen, zählt die mit einfachen Mitteln, aber sehr stilsicher inszenierte Fernsehproduktion BOY A (BOY A Trailer) zum Besten, was der britische Realismus derzeit zu bieten hat."

04. Mai 2009 | BOY A • Kritik • arte.de

Nana A.T. Rebhan empfiehlt den Film. "Kameramann Rob Hardy findet stimmungsvolle, melancholische Bilder, die gemeinsam mit dem Sounddesign und der Musik von Paddy Cunneen einen Sog entfalten, dem man sich kaum entziehen kann. ... BOY A (BOY A Trailer) wirft Fragen auf, die noch lange nachwirken. Das hervorragende Drehbuch von Mark O'Rowe beruht auf dem Roman von Jonathan Triggel, der wiederum auf einer wahren Begebenheit basiert."

01. Mai 2009 | BOY A • Kritik • programmkino.de

Nach Hendrike Bake läßt der Film Fragen offen, dennoch: "Mit BOY A (BOY A Trailer) liefern Regisseur John Crowley und Autor Mark O’Rowe einen eindringlichen Kommentar zum Thema jugendliche Straftäter und deren Dämonisierung durch die Medien."

01. Mai 2009 | BOY A • Kritik • programmkino.de

Über ein Lob für die schauspielerischen Leistungen hinaus, weist Thomas Engel darauf hin: "In filmisch durchgehend dunkler Stimmung sind dieses dunkle Leben sowie Jacks und Terrys schleppend gelingende Bemühungen gehalten, die Vergangenheit aufzuarbeiten. ... Die diskrete Regie passt sich formal der schweren thematischen Last an, Interesse des Kinozuschauers für den tristen Stoff sollte nicht fehlen."

01. April 2009 | BOY A • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

11. Februar 2008 | BOY A • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film könnte in mancher Hinsicht kaum konventioneller sein, meint Julian Hanich ... und "doch kann man sich dem Film nur schwer entziehen. Das Drehbuch ist mustergültig, die Schauspieler herausragend. Letztlich überbringt das Sozialmelodrama immer die gleiche erschütternde Botschaft: Das Netz, in das wir gesponnen sind, ist hauchdünn. Lass einen kommen, der nicht einverstanden ist – und das Gewebe zerreißt wie Zuckerwatte. Es ist daher immer die Frage, wie diese Botschaft vermittelt wird. Bei BOY A ist die Antwort: hochintensiv."

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