Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

NOVEMBERKIND

NOVEMBERKIND

Regie Christian Schwochow
Kinostart 20.11.2008

Kritiken • NOVEMBERKIND

22. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • Die Tageszeitung

Für Shirin Sojitrawalla bewegt sich der Film zwischen Drama und Roadmovie. "Unaufgeregt und unsentimental erzählt der Film ihre Geschichte. Das Drehbuch für seinen Debütfilm schrieb Schwochow gemeinsam mit seiner Mutter, der Journalistin Heide Schwochow. Ihre generationenübergreifende Zusammenarbeit spiegelt sich in den Lebensläufen der Figuren, die immer auch eine Frage des Geburtsjahres sind. ... NOVEMBERKIND mag einen Tick zu dialoglastig sein; viel wird erklärt, indem es ausgesprochen wird. Doch das ist eine Kleinigkeit angesichts der anrührenden Dramaturgie und Inszenierung."

20. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • Berliner Zeitung

Dies ist ein Film über den Osten und den Westen, meint Detlef Friedrich. "Die Wahrheit gleich mit einbauen! Robert, dieser Stasityp auf private Kappe, ist streng genommen ein Schwein. Ulrich Matthes führt uns diesen Typ sezierend vor, alle Achtung, gibt ihm einen Charme und ein Wissen um die Dinge und eine Verletzlichkeit mit, dass man ihn beinahe schon wieder verstehen kann. Anne und Inga werden in einer Doppelrolle von Anne Maria Mühe gespielt, eine schöne glaubhafte Leistung, die aus sympathischer, frischer Lebensneugier schöpft."

20. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Kerstin Decker ist NOVEMBERKIND "ein Film über das Versagen, oder nein: über die Augenblicke im Leben, wo sich Weichen falsch stellen, und keiner macht das mehr rückgängig, am wenigsten man selber. Und das Schlimmste: Müsste man nicht immer wieder so handeln? Zugleich ist „Novemberkind“ ein Film darüber, wie Menschen einander verschonen könnten, wäre da nicht so eine schwer begründbare Bewusstseinspflicht. Anna Maria Mühe macht NOVEMBERKIND zum Ereignis. Sie spielt eine Doppelrolle."

20. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • Neues Deutschland

Berückend schön nennt Gunnar Decker den Film. "Anna Maria Mühe als Inga. Sie hat – wie ihre Mutter Jenny Gröllmann, wie ihr Vater Ulrich Mühe es hatten –, ein Gesicht, das spricht, die instinktive Fähigkeit, einen Ton zu treffen. Das macht es zu einem schmerzlichen Glück, sie in NOVEMBERKIND zu sehen – einer Reise, in der eine Tochter aufbricht, "die Wahrheit" über ihre Mutter zu erfahren. Am Ende ist die Auflösung der vorsätzlich verrätselten Handlung gar nicht so wichtig, wichtig ist, was sie bei dieser Reise nach Konstanz über sich und anderer Menschen erfahren hat. Über andere nicht eben viel Gutes, über sich selbst das Wichtigste."

12. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • critic.de

Thorsten Funke lobt die Hauptdarstellerin. "Anna Maria Mühe spielt in beiden Zeitebenen die Hauptrolle, und sie wechselt souverän zwischen der naiven Anne in der DDR der achtziger Jahre, die sich in einen desertierten russischen Soldaten verliebt, und der bodenständigen Inga von heute, die sich im menschenleer-mecklenburgischen Dorf zwischen Frauenchor und der kleinen Bücherei, in der sie arbeitet, pudelwohl fühlt. Aus dem schönen, ausdrucksstarken Gesicht der Schauspielerin kann man auch immer eine Erinnerung an die Züge ihres im vergangenen Jahr verstorbenen Vaters Ulrich Mühe lesen."

01. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Volkmann ist die Handlung manchmal etwas zu konstruiert, "in seiner Gestaltung gelingen NOVEMBERKIND immer wieder bemerkenswerte Bilder, die der Kälte und Distanz der Figuren und der Geschichte auch optisch entsprechen. Vom mutigen Sprung ins kalte Wasser bis zum symbolischen (Vergangenheits)Nebel am Bodensee fängt der Film seine Themen hier adäquat ein. Für Christian Schwochow, der das Buch übrigens zusammen mit seiner Mutter Heide Schwochow schrieb, ist NOVEMBERKIND aber nicht nur ein Film über eine Flucht, sondern ein relativ unbekanntes Stück der jüngeren deutschen Geschichte, über das öffentlich zu reden sich aber trotz Wiedervereinigung bislang niemand so recht traute. Höchste Zeit also, das Schweigen zu brechen."

01. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Engel ist NOVENBERKIND ein "historisch plausibles, emotionales, von Drehbuch und Regie her sorgfältig untermauertes, gut montiertes und gefilmtes Drama, das wie viele andere dieser Art beweist, welches Unheil politische Zwangsregime anrichten. Ein Glücksfall, dass Anna Maria Mühe sowie Ulrich Matthes die Rollen der Anne/Inga und des Literaturprofessors spielen. Sie sind beide wie die Geschichte selbst erlebenswert."

01. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Die außergewöhnliche Kamera bietet gut durchkomponierte Bilder auf zwei Erzählebenen - in Gegenwart und Rückblenden. Letztere sind durch Kameraperspektiven und Farbgebung besonders eindrucksvoll. Eine präzise Montage unterstreicht die gekonnte Dramaturgie. Behutsam ist der Einsatz der musikalischen Begleitung. Die Rollen sind bis in die Nebenparts trefflich besetzt. Ihr Spiel unter sicherer Führung ausdrucksstark, wobei Anna Maria Mühe und Ulrich Matthes besonders herausragen."

01. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • kino-zeit.de

Beispielhaft für die Gebrochenheit der Charaktere um Inga herum laut Peter Gutting "Ulrich Matthes als Robert. Eigentlich ist dieser Professor in der Lebenskrise ein Lügner, Ausbeuter und Zyniker. Aber Ulrich Matthes verleiht der Figur etwas verzweifelt Getriebenes, das selbst den schlimmsten Zynismus irgendwo nachvollziehbar macht. Wie er sich mit der hellwachen Anna Maria Mühe in einen Clinch aus Zuneigung und Verrat begibt, wie sich die beiden anziehen und abstoßen, wie der vielfach ausgezeichnete Theater- und Filmstar in der Nachwuchsschauspielerin einen ebenbürtigen Widerpart findet – schon das macht diesen Film sehenswert."

01. November 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • br-online.de

Ronja Dittrich sah ein bewegendes und intensives Drama. "NOVEMBERKIND ist mehr als die Erzählung einer weiteren tragischen Facette des DDR-Regimes. Es ist eine universelle Familiengeschichte und melancholisches Porträt zwischenmenschlicher Beziehungen. Für Regisseur Christian Schwochow ist es die Abschlussarbeit an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er entwickelt ein sensibles Gespür für seine Charaktere und verzichtet auf jeglichen Ost-West-Pathos. Für die generationenübergreifende Authentizität ist auch seine Mutter verantwortlich, mit der er gemeinsam das Drehbuch verfasste. Ein sehenswerter November."

18. September 2008 | NOVEMBERKIND • Kritik • film-dienst 24/2008

Rüdiger Suchsland lobt den Film. "Der Reiz von NOVEMBERKIND liegt aber auch in der Dramaturgie, in der anspruchsvollen Verbindung mehrerer Handlungs- und Zeitebenen, und im Mut des Regisseurs, sein Publikum auch intellektuell herauszufordern. Viele Bilder sind schön komponiert, das Drehbuch ist klug und reif – anspruchsvolles Autorenkino; eine ungewöhnliche Reflexion über das deutsch-deutsche Verhältnis. Um allerdings rundum zu überzeugen, hätte es noch etwas mehr sein müssen. Manchmal flüchtet sich der Film ins Melodram und in die lauwarme "Emotionalität" bekannter Fernsehware. Zwischen beiden Extremen schwankt NOVEMBERKIND; ein Hauch von Kolportage steckt auch in der Geschichte."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,41593