Inhalt • NOVEMBERKIND
Malchow, DDR, 1980. Die 20-jährige Anne (Anna Maria Mühe) versteckt Juri (Jevgenij Sitochin), einen Deserteur der Roten Armee. Die zwei jungen Leute verlieben sich ineinander. Doch ihre Liebe ist bedroht: Juri wird per Haftbefehl gesucht, ihm droht die Todesstrafe. Sie verlassen das Land. Bei ihrer Flucht in den Westen müssen sie Annes sechs Monate alte Tochter Inga zurücklassen.
Kritik • NOVEMBERKIND • 18. September 2008 • film-dienst 24/2008
Rüdiger Suchsland lobt den Film. "Der Reiz von NOVEMBERKIND liegt aber auch in der Dramaturgie, in der anspruchsvollen Verbindung mehrerer Handlungs- und Zeitebenen, und im Mut des Regisseurs, sein Publikum auch intellektuell herauszufordern. Viele Bilder sind schön komponiert, das Drehbuch ist klug und reif – anspruchsvolles Autorenkino; eine ungewöhnliche Reflexion über das deutsch-deutsche Verhältnis. Um allerdings rundum zu überzeugen, hätte es noch etwas mehr sein müssen. Manchmal flüchtet sich der Film ins Melodram und in die lauwarme "Emotionalität" bekannter Fernsehware. Zwischen beiden Extremen schwankt NOVEMBERKIND; ein Hauch von Kolportage steckt auch in der Geschichte."