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DIE TRÄNEN MEINER MUTTER

DIE TRÄNEN MEINER MUTTER

Regie Alejandro Cardenas-Amelio
Kinostart 06.11.2008

Kritiken • DIE TRÄNEN MEINER MUTTER

06. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • Berliner Zeitung

Einen zarten Film über Außenseiter sah Christina Bylow. "Erzählt wird die Erosion der Familie aus der Sicht des Kindes. Alex bewegt sich in der Etage wie ein Theaterkind inmitten eines verschachtelten Bühnenbildes. Manchmal schwebt die Kamera über den Schreibtischen, Betten und Küchentischen, in ruhigem Schwenk. So wie alles gedämpft erscheint in diesem Film. Sehr genau hat Cardenas Amelio die Lethargie des verschwundenen Westberlin erfasst."

06. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniel Wixforth ist angetan von dem Spielfilmdebüt. "In diesem nicht ganz klischeefrei dargestellten Sozialmix findet Alex sich bald zurecht, die Eltern aber driften auseinander. Die Katastrophe, die das bedeutet, leuchtet der Film in Zeitsprüngen aus. Eine zusätzliche fiktionale Erzählebene wäre da nicht zwingend gewesen. Und dennoch: DIE TRÄNEN MEINER MUTTER berührt – durch seine starken Hauptdarsteller und den intimen Ton der Erzählung. Auch die Farben fügen sich glänzend in das subtile Drama ein: weil sie selber so überzeugend glanzlos sind."

04. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • film-dienst 23/2008

An vielen Stellen wirkt DIE TRÄNEN MEINER MUTTER wie das verfilmte Tagebuch eines Heranwachsenden, schreibt Wolfgang Hamdorf. "Das vermittelt eine autobiografische Nähe, aber führt auch dazu, dass viele Ideen und Handlungselemente nur angerissen, aber nicht konsequent weiterentwickelt werden: etwa Alex telekinetische Fähigkeiten oder seine erste Liebe. Insgesamt steht diese Erinnerung an eine Kindheit im Exil aber durchaus in einer Reihe mit anderen deutschen Filmen, in denen Zeitgeschichte durch den Filter der kindlichen Wahrnehmung zur angenehmen Nostalgie wird. Manchmal wünscht man sich bei solch sympathischer Retro-Kultur den Trommler Oskar Matzerath zurück."

01. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • br-online.de

Heidi Reutter sah einen ruhigen Film, "die Musik der argentinischen Formation ZORT begleitet stimmungsvoll die mit Bedacht komponierten Bilder von Florian Schilling. Und doch entwickelt dieses ehrgeizige und wohl sehr persönliche Debüt, diese sich dramatisierende Familien- und Liebesgeschichte, nie die nötige visuelle und atmosphärische Kraft. Ähnliche Filme, etwa das kürzlich im Fernsehen ausgestrahlte Familiendrama REGENTAGE oder Ang Lees EISSTURM haben eben eine andere Klasse."

01. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • programmkino.de

David Siems hat sich am hervorragenden Ensemble der WG-Bewohner erfreut. "Der 31-jährige Alejandro Cardenas Amelio findet stets ein gutes Gespür und die richtige Balance für seine autobiografische Zeitreise, die zwar auf eine deutliche Handlungsentwicklung weitgehend verzichtet und in seinem jungen Helden einen stillen und eigentlich unspektakulären Protagonisten hat. So subtil und einfühlsam hat man allerdings schon lange keine Kinderrolle mehr im deutschen Film gesehen."

01. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt den "Regieerstling, der autobiographische Züge trägt; der andeutet, wie schwer es für manche ist, im Ausland Fuß zu fassen; der zeigt, welchen Belastungen eine Ehe unter Druck ausgesetzt ist; der schildert, wie das Zusammenleben einer bunt gemischten Gesellschaft funktionieren kann und muss; der aus der Nähe eine Kindheit mitverfolgt - und die leise Ankündigung einer ersten Liebe."

01. November 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz "spürt, wie befreiend die Kraft der Phantasie für ein Kind sein kann, wenn es den Sorgen und Nöten der Realität entfliehen will. Wunderbar ist es auch anzuschauen, wie der Film immer wieder zwischen den Zeitebenen hin- und herwechselt und so Vergangenes und die Gegenwart, in der Fabian Busch als erwachsener Alex Abschied vom Gestern nehmen muss, miteinander verschmelzen. Der eigentliche Star des Films aber ist ohne Zweifel der kleine Adrian Gössel, der uns sehr überzeugend durch Alex’ Welt führt. Ein überzeugender Blick auf den Mikrokosmos Berlin in den Achtzigern, gesehen mit den Augen eines Kindes."

28. Oktober 2008 | DIE TRÄNEN MEINER MUTTER • Kritik • critic.de

Die Ich-Erzählung bleibt angenehm lakonisch, lobt Thorsten Funke. "Überhaupt geht es um ganz und gar ernste Dinge. Das Militärregime in Argentinien, das der Grund für die Auswanderung nach Deutschland war, kommt zwar nur unterschwellig vor, schiebt sich aber immer wieder zwischen die locker aneinandergereihten Episoden über das Bohemeleben im Schatten der Berliner Mauer – sei es durch Telefongespräche mit der in Buenos Aires verbliebenen Großmutter oder bei einem Besuch in der argentinischen Botschaft, wo Lizzy mit dem Beamten aneinandergerät, der für sie vor allem der Repräsentant eines verbrecherischen Regimes ist."

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