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DER PFAD DES KRIEGERS

DER PFAD DES KRIEGERS

Regie Andreas Pichler

Kritiken • DER PFAD DES KRIEGERS

12. Dezember 2008 | DER PFAD DES KRIEGERS • Kritik • Die Tageszeitung

Wie wird einer vom Christen zum Terroristen? Das ist die Frage des Film, schreibt Dietmar Kammerer. "Als im Sommer 2005 wieder gebildete junge Männer im Namen ihrer Religion Bomben werfen, diesmal im Herzen Europas, beschließt er, aus dieser vergangenen Geschichte einen Film zu machen, um die Gegenwart besser zu verstehen. Aber trotz seiner Recherchen in Südamerika, trotz der Gespräche mit Freunden und ehemaligen Mit-Kombattanten, trotz der Briefe an seine Mutter, die diese unter Tränen selbst vorliest, und der Archivaufnahmen eines glücklichen Kindes im Schnee der Tiroler Alpen - am Ende bleibt auch dem Zuschauer nur das Fazit, das Michaels Bruder zieht: "Ich habe begriffen, dass ich es nicht verstanden habe.""

11. Dezember 2008 | DER PFAD DES KRIEGERS • Kritik • Berliner Zeitung

Der Dokumentarfilm baut laut Alexandra Seitz eine Brücke in die Gedankengebäude radikaler Kämpfer. "Eher bieder wirkt die Montage von Interviewpassagen, Home Movies, Fotografien und Schauplatzaufnahmen, geradezu ratlos die langen Einstellungen, die Michaels Mutter in der Küche stehend zeigen, wo sie aus tiefblauen Augen gleichfalls ratlos in die Ferne schaut, in der dereinst ihr Sohn verschwand. Doch nicht das Wie - das Was ist entscheidend. In Aussagen der überlebenden Genossen und Zitaten aus seinen Briefen wird Michael Nothdurfter nicht als Fanatiker erkennbar, sondern als einer, der die Verhältnisse nicht aushält."

04. Dezember 2008 | DER PFAD DES KRIEGERS • Kritik • film-dienst 25/2008

Reinhard Lüke lobt den Film. "Obwohl der Film von merklicher Sympathie für seinen Protagonisten geprägt ist, wird Michael/Miguel nicht zum Märtyrer stilisiert, da sich Andreas Pichler mit Wertungen zurückhält, sondern nur hie und da persönliche Erinnerungen an seinen Jugendfreund einfließen lässt. Stattdessen verwendet er einige Mühe darauf, dass Zeitkolorit der 1980er-Jahre in Europa nachzuzeichnen, als die politisch Engagierten nicht nur gegen Atomkraftwerke und die Nachrüstung protestierten, sondern auch großes Interesse für den lateinamerikanischen Kontinent zeigten."

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