Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

42 PLUS

42 PLUS

Regie Sabine Derflinger
Kinostart 24.07.2008

Kritiken • 42 PLUS

24. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald lobt die "witzigen, anzüglichen, realistischen Dialoge mit Screwball-Comedy-Format. Weniger überzeugt 42 PLUS als Figurenaufstellung: Seine Protagonisten repräsentieren auch dann noch Haltungen, wenn das der Handlung nicht zugutekommt. Die Szenerie jedoch ist grandios: Ein reizender Urlaubsort auf Ischia, ein geschmackvolles Ferienhaus für Vater, Mutter, Kind, eine Neohippie-Kolonie am Strand, ein verschwiegenes Luxushotel als Liebesnest, Sommerfeste, Vespa fahrende ragazzi, ein charmanter Gastwirt und ein blonder, junger Gott – tolle Voraussetzungen für gelungene Sommerferien und tolle Schauwerte auch."

24. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte entdeckt folgendes: "Es muss in Österreich eine gewisse Versuchung sein, derbe Szenen zu vermeiden, wie sie den sozialen Realismus der bekanntesten einheimischen Filmemacher Seidl-Albert-Glawogger bestimmen. Derfinger belässt es beim F-Wort im Dialog; Sexszenen werden selbst da, wo sie dramaturgisch sinnvoll wären, ausgespart. Umso künstlicher der Look: Die Strandhaus-Stimmung suggeriert Postkartenfarben, der Klangdesigner mischt gerne Windrauschen und schnatternde Tropenvögel in die Außenaufnahmen, die meist nachsynchronisiert wurden."

24. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • epd-film 06/2008

Kai Mihm hält dem Film zugute, "dass er den Versuch unternimmt, eine Beziehungsgeschichte zu erzählen, die sich nicht ins Humoristische flüchtet und andererseits auch nicht die seichten Herzschmerzklischees deutscher Fernsehfilme bedient. Zu Beginn ist man noch angenehm überrascht über den verhaltenen Ton der Erzählung, über das Anti­dramatische der konfliktträchtigen Momente und über den Mut, eine Situation sowohl inhaltlich als auch visuell einfach mal stehen zu lassen. Problematisch wird es, wenn die Dramaturgie so gar nicht an Fahrt gewinnt; da kippt der Realismus ganz schnell in pure Langeweile."

23. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß hat sich von der Hauptdarstellerin überzeugen lassen. "In 42 PLUS gewinnen die Österreicherin und der Däne nun die Dynamik aus den sozialen Verwerfungen, die Christines amouröser Crashkurs zwangsläufig hervorruft. Die Männerfiguren, die ihre Empfindsamkeit allzu offensichtlich hinter markigen Sprüchen verstecken, bleiben dabei leider eindimensional. Vielleicht geht das aber auch gar nicht anders - Ehemann, Langzeitliebhaber und Strandstreuner sind nun mal die Resonanzkörper, die das Selbstfindungsgetöse der Heldin verstärken."

23. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • br-online.de

Heidi Reutter ist enttäuscht: "Die Schauspieler Tukur und Michelsen geben ihr Bestes, sind im besten Falle überzeugend - und doch sind sie konventionelle Figuren, deren charakterliche Originalität sehr überschaubar ist. Solche Szenen einer Ehe hat man schon allzu oft gesehen, es ist immer das gleiche Geschrei, die gleiche aufkeimende eheliche Gewalt. Sabine Derflinger mag um Ironie bemüht sein, die sich hier und da in einzelnen, gelungenen Dialogen vermittelt."

23. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • Standard.at

Claus Philipp fragt sich vielerlei: "Haben all die prominenten Namen und die damit verbundenen Hoffnungen auf ein breiteres Publikum die Fördergeber überzeugt? Wurde hier eine stimmigere Geschichte quasi zu Tode kuriert? Oder waren hier alle angesichts einer einfachen Geschichte, bei der man besonders präzise sein müsste, schlicht überfordert?"

21. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • Standard

Ziemlich schematisch nennt Claus Philipp das Midlife-Crisis-Drama. "Das, was man auf der Leinwand sieht, sind nun freilich bestenfalls Nuancen von Gefühlen, die ein paar Schauspielstars relativ routiniert simulieren. Man sieht leere Blicke, man sieht das Meer, manchmal sieht man leckeres Abendessen in der benachbarten Osteria und immer wieder jugendliche Aussteiger am Meer ... Die hanebüchenen Dialoge, gemeinsam mit dem dänischen Drehbuchautor Mogens Rukov verfasst, lassen nie und nimmer darauf schließen, dass dieser mitverantwortlich für Thomas Vinterbergs DAS FEST war."

12. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • programmkino.de

Eine sympathische Gehässigkeit der österreichischen Autorin hat Eric Horst ausgemacht. "Die schöngefärbte Glaskuppel unter der sich alle befinden, bekommt im Verlaufe des Films immer mehr Sprünge, bis sie zusammenfällt und die Wahrheit ins gleissende Licht zerrt. Das ist oft tragisch und komisch gleichermaßen, steht aber immer im Sinne des Themas und ist auf den Punkt inszeniert."

12. Juli 2008 | 42 PLUS • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen Durchschnittsfilm. "Handlung und Dialoge sind nämlich nicht frei von Klischees. Anders sieht es mit der Machart aus. Inszeniert ist der Film routiniert bis perfekt. Dazu glänzen die Schauspieler: Claudia Michelsen als Midlife-Crisis-Christine, Ulrich Tukur als zu passiver Ehemann, Tobias Moretti als abgemeldeter Liebhaber, Petra Morzé als über den Dingen stehende, aber teilweise auch resignierende Linda, Vanessa Krüger als erwachende Sonja und Jacob Matschenz als hergelaufener, jedoch überaus sympathischer Tamaz."

01. April 2007 | 42 PLUS • Kritik • ray-magazin 04/2007

Ganz ohne Pathos kommt der Film laut Andrea Winklbauer nicht aus. "Abschied zu nehmen kann leicht ins Selbstmitleidige abrutschen, überhaupt, wenn es sich um den Abschied von der Jugend handelt. Außerdem füllen Geschichten von Leuten, die aufgrund ihres fortschreitenden Alters ihren Lebenslügen zu entkommen versuchen, um wieder zu sich selbst zu finden, die Kaderhülsen zuhauf. 42PLUS behandelt mit der Midlife Crisis ein Klischee, das jenem Lebensplan angehört, den der Film ja gerade verabschieden soll. Da hilft auch nicht viel, dass die Filmemacherin ihr Thema mit einer feinen Mischung aus Melancholie und Leichtigkeit angeht und Drehbuch wie Inszenierung in sich stimmig sind. Es gibt kein Richtiges im Falschen."

17. Juli 0208 | 42 PLUS • Kritik • film-dienst 15/2008

Im Presseheft bleibt laut Ulrich Kriest jeder "Satz eine These, die dann möglichst theaterhaft pointiert in Szene gesetzt wurde. Nicht einmal das Unterstellen eines ironischen Blickes auf die Lebenslügen des Bürgertums hilft, dazu ist der Film zu mimetisch. Mit Rossellinis Freiheit in der Inszenierung hat das Resultat so wenig zu tun wie mit der Radikalität von INTIMACY oder BAISE-MOI. Schade allein um die darstellerischen Leistungen, die hier der konventionellen und kaum überraschenden Didaktik geopfert worden sind."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,34209