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DER KRIEG DES CHARLIE WILSON

DER KRIEG DES CHARLIE WILSON

Regie Mike Nichols
Kinostart 07.02.2008

Kritiken • DER KRIEG DES CHARLIE WILSON

07. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • critic.de

Mit der Realität hat Michael Kienzl das Gesehene nicht verbunden. "Es ist ein ambitioniertes Unterfangen zehn politisch sehr bewegte Jahre in einem 97minütigen Film unterzubringen und sich dann auch noch Zeit für Szenen zu nehmen, in denen sich das komödiantische Potential der Schauspieler entfalten kann, wie bei der ersten Begegnung zwischen Wilson und Avrokotos. Es wirkt allerdings nicht wirklich konsequent, dass der Film einerseits als überdrehte Satire mit karikaturhaften Figuren inszeniert ist, gleichzeitig aber durch Textinserts auf die Authentizität des Gezeigten verweist."

07. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Der Spiegel

Brillant ist die Komödie für Jenny Hoch. "Nichols macht aus diesem irrwitzigen Stoff das einzig Richtige: eine brillante Komödie, boshaft, witzig und voller pointierter Dialoge. Letztere verdankt er dem genialen Drehbuchautor Aaron Sorkin, der auch das Skript für die US-Serie "West Wing" schrieb und damit maßgeblich am weltweiten Serien-Boom beteiligt ist. In DER KRIEG DES CHARLIE WILSON übertrifft er sich noch einmal selbst. Jeder Satz ist ein Treffer, die Pointen zünden mindestens so punktgenau wie die mit amerikanischen Dollars bezahlten Stinger-Raketen, die die afghanischen Bauern auf russische Helikopter feuern."

07. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hier ist ein Film von der Sorte, wie sie eigentlich schon lange nicht mehr gemacht werden, findet Daniel Kothenschulte. "Eine politische Farce über eine unglaubliche Fußnote in der Geschichte des Kalten Krieges, exzellent besetzt mit Stars, die sich bereitwillig gegen den Strich bürsten lassen. Gegenüber Billy Wilders Coca-Cola-Revolution von EINS ZWEI DREI mag DER KRIEG DES CHARLIE WILSON den Nachteil haben, nicht ganz so furios, wild und grotesk zu sein. Dagegen aber den Vorteil, mit einer wahren Begebenheit punkten zu können."

07. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Susanne Ostwald zeigt sich der Regisseur ein weiteres Mal als als zynischer Geschichtenerzähler. DER KRIEG DES CHARLIE WILSON "lässt Erinnerungen an Barry Levinsons brillante Groteske WAG THE DOG (1997) aufkommen und geht sein Thema, gerade weil sich Nichols komische Distanz verschafft, letztlich treffsicherer an als jüngst Robert Redford mit seinem engagierten, todernsten Antikriegsfilm ÜBER LÖWEN UND LÄMMER. Etwas weniger Pathos der Art "Wir können die Welt ändern" hätte dem Film allerdings nicht geschadet."

07. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • telepolis.de

Rüdiger Suchsland sah eine Komödie, die zeigt, dass Antikommunismus auch Spaß machen und hedonistisch sein kann. "Ein Film, der zeigt, wie die USA zum Geburtshelfer des islamistischen Terrors unter dem Vorwand antikommunistischen Widerstands wurden - wie man seinen heutigen Feind an der eigenen Brust nährte, solange es opportun schien. Der unter der Hand klar macht, dass nicht der Kommunismus böse war um 1980, sondern, wie heute, die Großmachtpolitik. Schließlich und vor allem ein hervorragend gemachtes, brillant geschriebenes Stück Hollywood-Kino. Nicht gerade subversiv, sondern konventionell in der Machart und konservativ in seiner politischen Moral. Aber einfach sehr gut."

06. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Barbara Schweizerhof feiert der Film einen Politikstil, wie es ihn heute, in Zeiten der allgegenwärtigen Political Correctness, nicht mehr gibt. "Die Lichtgestalt schlechthin aber ist natürlich Wilson selbst: ein Abgeordneter, der seine Mitarbeiterinnen hemmungslos nach dem Aussehen aussucht, ganz nach der Devise: "Wie man tippt, kann man ihnen beibringen, wie sie sich Titten wachsen lassen, nicht." So satirisch, wie das aufs Erste klingt, ist es im Übrigen gar nicht gemeint. Denn als eigentliches Hauptanliegen des Films entpuppt sich ganz im Ernst: den amerikanischen Liberalismus - nicht zu verwechseln mit unseren "Liberalen" - ins rechte Licht zu rücken."

06. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Junge Welt

was als ausgelassener 80er-Jahre-Nostalgie-Film beginnt, wird zur Polit-Satire, die zwei tragende Elemente verbindet und daran scheitert: DALLAS und RAMBO, schreibt Peer Schmidt. "DER KRIEG DES CHARLIE WILSON ist ein Film, dessen diverse Botschaften auf den letzten überlebten fatalen Gewißheiten der westlichen Welt beruhen: dem Antikommunismus und dem Glauben an die totale Korruption (schon Nietzsche glaubte, nur eine korrupte Gesellschaft könne sich dem Fortschritt verschreiben). Ein Manifest der Dummheit und der Obszönität."

05. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl kritisiert Tom Hanks: "Nicht gerade das Milieu, in dem der Superstar Tom Hanks sich wohlfühlt, und er wirkt hier auch ein wenig unbehaglich. Die Besetzung ist das erste seltsame Signal in diesem Film. Man nimmt Tom Hanks vieles ab, aber nicht diesen Schwerenöter, der sich einen Harem aus Sekretärinnen hält und wie nebenbei darauf kommt, dass Politik auch eine ernste Sache ist. Hanks spielt diesen Charlie Wilson als einen neuen Forrest Gump; er trifft also nur den weltfremden Idealismus des Mannes, nicht aber die sexuelle Energie, die hier die geheimdienstlichen Aktivitäten befeuert."

05. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Der Tagesspiegel

Lange hat Christiane Peitz nicht mehr so wunderbar ätzende Dialoge gehört. "Was bleibt von diesem Film: Wilsons selbstkritische Schlussbemerkung, dass die Milliarde für den Krieg gegen die Russen nichts wert ist, wenn hinterher nicht mal eine Million Dollar für den Wiederaufbau Afghanistans übrig ist? Oder die effektvollen Bilder von den seligen Afghanen, die mit Stingerraketen russische Kampfhubschrauber abknallen? Dazu erklingt aus Händels "Messias" der Jubelchor "And he shall purify". In APOCALYPSE NOW verdeutlichte Wagners Walkürenritt das Perverse des Krieges. Mike Nichols feiert mit Händel das messianische Sendungsbewusstsein seiner Nation."

02. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Der Spiegel

Schauspieler Tom Hanks sprach mit Christian Aust über seine moralisch fragwürdige Rolle in DER KRIEG DES CHARLIE WILSON, beklagt das mangelnde Politik-Interesse der Amerikaner - und fordert einen US-Präsidenten, der Schnaps mag.

01. Februar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • kino-zeit.de

Ohne Frage ist der Film laut Joachim Kurz "dank seiner Starriege, seines lockeren, temporeichen Erzähltons und seines Witzes – ein gelungenes Stück Abendunterhaltung. Gewohnt brillant agiert wie stets Philip Seymour Hoffman, und auch Tom Hanks profitiert reichlich von den Möglichkeiten, die das Drehbuch bietet. Insgesamt aber wirkt die straffe, rasant erzählte Geschichte beinahe ein wenig hektisch und atemlos. Vieles bleibt an der Oberfläche, wird lediglich angedeutet und gerät in den Strom der Plappereien und gewitzten Bonmots, so dass man sich an der einen oder anderen Stelle mehr Zeit, mehr Bissigkeit und mehr Mut zur Zuspitzung gewünscht hätte."

31. Januar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Die Zeit

Für Jörg Lau ist der Film eine großartige Politkomödie, die in den Hinterzimmern der Weltgeschichte spielt. "Endlich ein politischer Film aus dem Herzen Hollywoods, bei dem erwachsene Zuschauer sich fürs Lachen nicht schämen müssen: DER KRIEG DES CHARLIE WILSON ist ein Schauspielerfilm, der es in Frechheit, Komplexität und Dialogdichte mit den großen TV-Serien von heute aufnimmt. ... Das Großartige an diesem Film ist, dass er sich dennoch nicht in rückwärtsgewandter Besserwisserei ergeht. Die Kalten Krieger, die hier die Strippen ziehen, sind keine antiamerikanischen Abziehbilder. Charlie, Joanne und Gust sind alles andere als böse Imperialisten."

26. Januar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • Berliner Zeitung

Der Regisseur Mike Nichols spricht mit Nina Rehfeld über seine Kindheit in Berlin, deutschen Humor, hohle Oscar-Verleihungen und den Rat eines Psychiaters.

10. Januar 2008 | DER KRIEG DES CHARLIE WILSON • Kritik • programmkino.de

Dass alles wäre Stoff für einen epischen Politthriller, doch statt dessen hetzt Mike Nichols Film von Szene zu Szene und findet nie zur Ruhe, kritisiert Michael Meyns. "Zwar sind die Dialoge bisweilen außerordentlich geschliffen, angesichts der enormen Fülle an Details und Verweisen fällt es jedoch schnell schwer, den Überblick zu behalten. Dass ist umso bedauerlicher, als der Film in seinen beiden Hauptfiguren zwei Typen gegenüberstellt, die für gegensätzliche Ansätze der Politik stehen."

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