Inhalt • DRACHENLÄUFER
Die Drachen am Himmel Afghanistans markieren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre und mit den beiden unzertrennlichen Freunden Amir und Hassan. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, was den Beginn vom Ende ihrer Freundschaft bedeutet. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in seine Heimat, und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.
Crew • DRACHENLÄUFER
Regie: Marc Forster
Verleih/Copyright: Universal Pictures
Kritik • DRACHENLÄUFER • 17. Januar 2008 • Der Spiegel
Andreas Borcholte sah ein rührseliges Dramolett geschaffen, das zwischen Polit-Thriller und Kitsch-Kino schwankt. Er erfüllt "seine Funktion als Geschichts-Schaukasten nahezu perfekt. Kabul wird, zumindest zu Beginn des Films, als das gezeigt, was es einmal war: Ein Hort der Toleranz und Liberalität; zugleich wird Afghanistans Schönheit mit opulenten Landschaftsbildern betont. Die rührselige Geschichte geht ans Herz, und ganz nebenbei bekommen die bildungsbeflissenen und politisch interessierten Bürger des westlichen Kulturkreises eine garantiert leichte Dosis Afghanistan-Konflikt, die das Bewusstsein für die Krise am Hindukusch schafft, ohne allzu sehr mit Realismus zu verstören. Mehr kann Hollywood nicht, mehr will es meistens nicht."