Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

MY WINNIPEG

MY WINNIPEG

Regie Guy Maddin
Kinostart 11.11.2010

Kritiken • MY WINNIPEG

11. November 2010 | MY WINNIPEG • Kritik • Berliner Zeitung

Gelungen nennt Bert Rebhandl das Filmessay. "Guy Maddin hat mit seinem stark an der kontrastreichen Bildsprache des Stummfilms orientierten Werk seit vielen Jahren eine Marktlücke im internationalen Betrieb für sich geschaffen. Und er findet in Winnipeg allen möglichen Anlass zu Caligarismus und Geisterstunden. Der Regisseur inszeniert Séancen und spukhafte Eishockey-Matches nach, vor allem aber lässt er Szenen aus seiner Kindheit wieder lebendig werden, indem er sie (mit der großartigen Ann Savage in der Rolle seiner Mutter) auf dem Gelände des Vergnügungsparks Happyland nachspielen lässt."

11. November 2010 | MY WINNIPEG • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche findet: "Wenig überraschend für Maddin-Fans legt der Filmemacher in MY WINNIPEG (MY WINNIPEG Trailer) seine eigene Sexualtopografie über die Topografie seines Geburtsorts. Der Schoß, die Stadt. Die frohlockenden Klosterschülerinnen, die aufständischen Arbeiter. Er hat einen ganz speziellen Blick kultiviert, der, man ist schließlich nur Mensch, immer auch triebgesteuert funktioniert. Und wie bei jeder Obsession bringt die Beschäftigung mit dem Objekt des Begehrens nicht die ersehnte Befreiung. Guy Maddins Zugfahrt hat einen Anfang, nimmt jedoch kein Ende."

11. November 2010 | MY WINNIPEG • Kritik • negativ-film.de

Elisabeth Maurer findet es "unerheblich, ob alle Geschichten, die dem Zuschauer über Winnipeg erzählt werden, stimmen (dies wird wohl nicht so sein) und ob die Ereignisse wirklich aus Guy Maddins Leben stammen (einige Details sind eindeutig aus seiner Biografie entlehnt, bei anderen ist es fraglich), ob also Regisseur und Erzähler dieselbe Person sind. MY WINNIPEG (MY WINNIPEG Trailer) bietet einen einzigartigen, in seiner Ambivalenz dennoch immer liebevollen und nostalgischen Blick auf die Heimat und Vergangenheit. Diese formt sich aus Erinnerungen an Reales, an Träume, an Mythen."

09. November 2010 | MY WINNIPEG • Kritik • f-lm.de

"Guy Maddin stellt den zahlreichen dokumentarischen Standfotos ohne jede Abgrenzung seine verfilmten Fantasien gegenüber, verbindet Bilder des alten Winnipeg mit Einstellungen aus der Gegenwart, zeigt erst realitätsgetreue Repräsentationen der Stadt – um im nächsten Moment sämtliche Tricks der Verfremdung auszupacken, von Animationssequenzen über inner-psychische Projektionen bis hin zu Techniken des Experimentalfilms."

01. Februar 2009 | MY WINNIPEG • Kritik • My Winnipeg

Überblick zum Film auf moviepilot.de

15. Februar 2008 | MY WINNIPEG • Kritik • Der Freitag

Dokumentation muss hier neu definiert werden, fordert Ronald Düker. "Um faktische Wahrheit und einen objektiven Blick, das sagt schon der Filmtitel, geht es zumindest nicht. Winnipeg, die Heimatstadt des Regisseurs, wird durch die gefärbte Brille des Autors betrachtet. Maddin rekapituliert mythische Erzählungen von längst ausgerotteten, aber mit magischen Kräften ausgestatteten Büffeln und solche von stadtbekannten Spiritisten ... MY WINNIPEG schließt die Ästhetik des Weimarer Stummfilms so lange mit der der amerikanischen Wochenschau und des surrealen Kunstkinos kurz, bis ein Film herauskommt, an dessen Ende man tatsächlich alles Wissenswerte über diesen verdammten Ort gelernt zu haben glaubt."

08. Februar 2008 | MY WINNIPEG • Kritik • Die Tageszeitung

Christine Rösinger ist begeistert. Sie sah "eine fantastische Dokumentation, eine fiebrige Erzählung, in der [der Regisseur] Stadtmythen um die frühere Prärie-Boomtown dramatisch zur Parodie überspitzt, persönliche Erlebnisse ausfabuliert und zu bizarren und absurden Anekdoten überhöht. ... [Dadurch] ist MY WINNIPEG durch den beseelten Humor, den dokumentarischen Hintergrund und dem Mut zum Aberwitz von bisher ungeahntem Schwung und herrlicher Leichtigkeit."

08. Februar 2008 | MY WINNIPEG • Kritik • Der Tagesspiegel

Narkotisch und komisch nennt Sebastian Handke den Film. "Es ist eine Dokumentation, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Eine Doku-Fantasie. Eine Mischung aus Information und Hypnose. Ein Film wie eine Beschwörung: narkotisch, traumwandlerisch – und ungeheuer komisch. ... Guy Maddin verbindet sein Stadtporträt mit einer Reise in die eigene Kindheit. Berichtet wird aus der Perspektive eines Schlafenden im Zug. Vielleicht ist es Maddin selbst, jedenfalls einer, der endlich den Weg finden will aus der schlafenden Stadt."

08. Februar 2008 | MY WINNIPEG • Kritik • festivalblog.de

Andreas Tai träumt auch oft von seiner Heimatstadt: "MY WINNIPEG fasziniert mit seinen immer neuen Einfällen Biografie und Stadtgeschichte zu einer surrealen Mischung durcheinander zu wirbeln."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,73843