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LAKE TAHOE

LAKE TAHOE

Regie Fernando Eimbcke

Kritiken • LAKE TAHOE

11. Februar 2008 | LAKE TAHOE • Kritik • Berliner Zeitung

Pessimistisch verwitterte Pastelltöne hat Carmen Böker ausgemacht. "Eine so skurrile Personalausstattung könnte allzu konstruiert wirken, doch Eimbcke hat statt Slapstick eine fast buddhistisch ruhige Erzählung kreiert - darüber, wie man an sein Ziel kommt, obwohl man eigentlich gerade wegläuft; bei Juan war der Tod seines Vaters der Auslöser für seine Flucht vor der Familie. LAKE TAHOE nimmt sich Zeit, um das Alleinsein auszuhalten, um die Blicke schweifen zu lassen über staubige Straßen und leere Kreuzungen; der Film geht also, auch im übertragenen Sinne, zu Fuß."

11. Februar 2008 | LAKE TAHOE • Kritik • Die Tageszeitung

Eimbckes Film will so gar nicht den Klischees des aktuellen jungen mexikanischen Kinos entsprechen, das sich Dietmar Kammerer "meist nach dem Erfolgsmuster von AMORES PERROS vorstellt: als ein Kino der Drastik und der hyperrasanten Montage. Eher erinnern Eimbckes Bilder an die zurückhaltende Ästhetik, die man von der Berliner Schule kennt, oder aus dem Kino eines Jim Jarmush: Die Helligkeit des Lichts. Der leise Wind in den Bäumen. Unbewegte Kameraeinstellungen, die dem Geschehen und dem Blick Raum geben. Schwarzblenden rhythmisieren den Erzählfluss."

10. Februar 2008 | LAKE TAHOE • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine lakonische Geschichte aus Mexiko sah Julian Hanich. "Die leergefegten Räume, die geometrischen Farbflächen der Architektur, die Schattenwürfe – Eimbckes Bilder bedienen sich bei Malerei und Kunstfotografie. Eine Stilübung, denkt man zunächst. Doch irgendwann mischt sich eine andere Tonlage unter die Lakonie, und es wird klar: Hier sind nicht nur eine Stoßstange und ein Frontkühler kaputt gegangen – hier wurde etwas viel Wichtigeres zerstört. LAKE TAHOE ist auch ein stiller, autobiographischer Film über Verlust und Trauer."

10. Februar 2008 | LAKE TAHOE • Kritik • kino-zeit.de

Zunächst glaubte sich Joachim Kurz im falschen Film. "Staubtrocken wie die verwahrlosten Stadtansichten und mitunter mit grimmigen Humor erzählt Fernando Einblicke in seinem unspektakulären und gerade deswegen sehr eindringlichen Film eine Geschichte zwischen Trauer, Melancholie, absurdem Witz und der Hoffnung, dass das Leben nach einem schweren Verlust irgendwann wieder seinen gewohnten Gang gehen und vielleicht sogar erfüllt und schön sein kann. Mit Sicherheit ist LAKE TAHOE kein Film für das ganz große Publikum, doch er weiß durch Ruhe und Konsequenz zu gefallen."

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