| Regie | Jay Russell |
| Kinostart | 07.02.2008 |
Diese Geschichte stimmt für Philipp Bühler. "Was sich hier nach einer Menge Kitsch anhört, ist mit bezauberndem Lokalkolorit und viel britischem Humor erfrischend erzählt. Das Augenzwinkern steckt schon in der Rahmenhandlung. ... Bis auf einen peinlichen FREE WILLY-Moment sind die Sentimentalitäten wohl abgewogen. Vor allem aber hat man hier endlich einmal den Eindruck, dass die Computereffekte im Dienste des Films stehen - und nicht umgekehrt. Vielleicht wird dieser kleine, gar nicht so belangvolle Film ja ganz groß. Wäre eine schöne Geschichte."
Die ist exakt der Film, den Daniel Kothenschulte als Siebenjähriger geliebt hätte. "Schon der Euphemismus "Wasserdrache" für ein Seeungeheuer gibt eine Vorstellung von der Freundlichkeit dieses echten Familienfilms. Einen guten Eindruck gibt auch das Filmplakat, das an die viktorianische Malereitradition erinnert. Wahrscheinlich verdankt das "Water Horse" seinen Namen der Erinnerung an John Wesley Waterhouse, den damals größten Meister des Phantastischen. Dass man diesen Schottlandfilm im schönen Neuseeland, der Filmheimat der Hobbits drehte, soll uns ebenfalls recht sein."
Für Marcus Wessel ist der Drache ein echtes Knuddelmonster zum Liebhaben. "Vor allem als tapsiges Baby dürfte er die Herzen nicht nur der jungen Kinozuschauer im Sturm erobern. Voller Energie und Tatendrang fegt der ungestüme Wirbelwind über die Leinwand. ... Del Toros grausames wie bezauberndes Märchen PANS LABYRINTH verwob seine Fantasy-Geschichte mit dem Horror des faschistischen Franco-Regimes. Obwohl im Ton weit weniger düster und größtenteils familienkompatibel, nimmt auch Russells Wasserdrache eine gleichsam kritische Haltung gegenüber Obrigkeiten und hierarchisch organisierten Systemen ein. Das putzige Antlitz soll darüber nicht hinwegtäuschen."