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LARS UND DIE FRAUEN

LARS UND DIE FRAUEN

Regie Craig Gillespie
Kinostart 13.03.2008

Kritiken • LARS UND DIE FRAUEN

27. März 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Dies ist laut Christoph Egger mehr als eine psychologische Studie. LARS UND DIE FRAUEN "ist ein immer wieder auch sehr komischer Film. Aber es wäre ein Missverständnis, ihn als Komödie zu bezeichnen. Obwohl ihnen etwas leicht Altmodisches anzuhaften scheint, sind diese Figuren näher beim Leben als beim Genre. Vor allem aber sind wir, welch eine Wohltat, für einmal nicht in Tennessee-Williams-Land mit all den angeknackten Psychen, deren bald unterschwellige, bald hypertrophe Komplexe dann die Schauspieler zu ihren immer gleichen Parforceleistungen beflügeln. Hier gelangen wir in beinah schon fremd gewordene Gefilde, wo das Individuum als soziales Wesen begriffen wird, wo es Teil einer Gemeinschaft ist."

13. März 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl mag den Film: "Die Puppe hilft dem scheuen Mann, indirekt mit der Welt in Kontakt zu treten. Wie sich diese Zuwendung zur Wirklichkeit Schritt für Schritt und über nicht wenige kuriose Situationen hinweg vollzieht, das erzählt Craig Gillespie (nach einem Drehbuch von Nancy Oliver) ohne falsche Töne. Ryan Gosling spielt den Sonderling von Beginn an so, dass die Lage nicht ganz ausweglos erscheint - seine (zweite) Sozialisation verläuft dann im Grunde fast glücklich, dank der Nachbarn und Freunde, die alle zu wissen scheinen: Irgendwann ist bei den meisten Menschen die Phase des Puppenspiels vorbei."

13. März 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Umwerfend komisch ist der Film für Heike Kühn. "Die ebenso komischen wie herzergreifenden Antworten, die die Menschen der kleinen Stadt finden, eröffnen dem Film eine philosophische Dimension. Tolerant zu sein, heißt nur, in der eigenen Welt eine Abweichung zu akzeptieren. Das "real girl" in den Kirchenvorstand zu wählen oder als Vorleserin einzusetzen, bedeutet ein unbekanntes Universum neben der eigenen Vorstellungswelt zuzulassen."

13. März 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • Der Spiegel

Die Anarchie, die in der Geschichte steckt, lässt der Regisseur leider nicht zu, kritisiert Birgit Glombitza. "Der Film ist dann doch zu hasenfüßig, die bürgerliche Ordnung wirklich auf den Kopf zu stellen. Oder aus der platonischen Liebe zu einem Sexspielzeug wirklich Funken für eine böse Parabel über die Rollenspiele des durchschnittlichen Ehelebens oder die Projektionen der großen Liebe zu schlagen. LARS UND DIE FRAUEN greift nicht nach dem Utopischen. Hier wird keine unbeschränkte Einbildungskraft, kein anarchisches Paralleluniversum, keine freie Liebe gefeiert. Von Biancas eigentlicher Bestimmung macht der liebe Lars nicht einmal Gebrauch. ... LARS UND DIE FRAUEN, das ist ohne Zweifel das, was man eine liebevolle Außenseiterkomödie nennt."

06. März 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • kino-zeit.de

Eine wunderschöne und nachdenklich machende Komödie über Einsamkeit, Außenseitertum und die Irrwege der Liebe sah Joachim Kurz. "Schräg, versponnen, zärtlich und voller Anteilnahme für seine Hauptfigur ist sein Film eine Hommage an die kleinen und großen Defekte, an die Sonderlinge und Käuze, die mitten unter uns leben und die wir oft ein wenig abschätzig betrachten. Dabei verbirgt sich hinter jedem von ihnen ein Schicksal, das dessen Verhalten erklärbar und verstehbar macht. ... Selten allerdings war eine moralisierende Handlungsanweisung charmanter verpackt als in diesem sympathischen kleinen Arthouse-Film, in dem Ryan Gosling seine Wandlungsfähigkeit auf beeindruckende Weise unter Beweis stellt."

06. Februar 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • critic.de

Glücklicherweise sind platte Lacher hier eine Ausnahme, meint Marcus Wessel. "Die Katharsis ist schmerzhafter und verläuft subtiler, als es uns Hollywood in ähnlich gelagerten Feel-Good-Movies gemeinhin Glauben lässt. Wie schon MAY zeichnet auch LARS UND DIE FRAUEN aus, dass er eine Geschichte ohne Rücksicht auf Genregrenzen erzählt. Kam es in MAY noch zu einer Vermischung von Horror und Drama, ist es hier das komödiantische Element, über das Gillespies Studie in Einsamkeit eine Verbindung zum Zuschauer aufbaut. "Lache, wenn es nicht zum weinen reicht" sang einst Herbert Grönemeyer. Nach diesem Film kann man sich vorstellen, was er damit gemeint haben könnte."

01. Februar 2008 | LARS UND DIE FRAUEN • Kritik • programmkino.de

Gary Rohweder ist begeistert: "Mit viel Einfühlungsvermögen, welches wenigstens in gleichem Maße der Drehbuchautorin Nancy Oliver zuzuschreiben ist, erzählt [der Regisseur] eine schräge und absolut liebenswerte Geschichte über Verlust, Schmerz und die Macht der Toleranz. Dabei ist es in ungeahnter Leichtigkeit und völlig frei von Voyeurismus gelungen, eine warmherzige wie hinreißende Tragikkomödie zu erzählen, die glücklicherweise ganz ohne schlüpfrigen Klamauk auskommt. ... Ganze Arbeit hat auch die Darstellercrew geleistet, die in der ungewöhnlichen und ungewöhnlich sympathischen Geschichte geradezu aufgeht."

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