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INTO THE WILD

INTO THE WILD

Regie Sean Penn
Kinostart 31.01.2008

Kritiken • INTO THE WILD

01. Februar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • critic.de

Leider verpasst der Regisseur laut Rochus Wolff dem Film von allem etwas zu viel: "Zu viel Pathos, zu viel tief empfundene Trauer, sogar zu viel Naturschönheit. Erst zum Ende dieser zweieinhalb Stunden währenden Selbstfindung, als Chris wieder zu Menschen zurückkehren will, zeigt die Natur, dass sie nicht immer nur eine Freundin des Menschen ist. Da hat sich der junge Mann, der sich auf seinen Reisen "Alexander Supertramp" nannte und in der Wildnis wohl nur überleben konnte, weil da ein Bus für ihn bereit stand, bereits in eine Situation manövriert, aus der es kein Entkommen für ihn mehr zu geben scheint."

31. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Die Tageszeitung

Dass der Schauspieler und Regisseur Sean Penn sich für dieses Buch zuständig fühlte, überrascht Bert Rebhandl nicht. "Sean Penn entscheidet sich mit dem Film INTO THE WILD für die Feier dieser Unbedingtheit. Er lässt seinen Helden zunehmend mit der Natur identisch werden. Was an Geschichte fehlt, wird durch Atmosphäre und Panorama-Totalen wettgemacht. Anders hätte er Christopher McCandless vielleicht auch nicht gerecht werden können. ... Am Ende von INTO THE WILD erhebt sich die Kamera wie ein Vogel in die Lüfte - das letzte Bild des Films aber ist ein dokumentarisches, das lange nachwirkt und für beträchtliche Längen unterwegs entschädigt."

31. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hätte dem Film mehr Aufmerksamkeit bei den Oscars gewünscht. "Eine zerbrechliche und doch sich unverwundbar glaubende Aussteigerfigur wird darin lebendig. Ein junger Mann, der Hippies und Farmer, ein Mädchen und einen verbitterten Einsiedler durch seine Wesensart derart verändert, dass sie ihm Tränen nachweinen, als er weiter zieht. Darin liegt noch nichts Heldenhaftes, eher eine gewisse emotionale Unreife, wie sie der Western kultivierte und schließlich an gestandenen Männern glorifizierte."

31. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • film-dienst 03/2008

Michael Kohler kann einige Regieeinfälle "für gründlich misslungen halten, insbesondere wenn sich zur rebellischen Grußkarten-Weisheit die entsprechende Bildsprache gesellt. Vielleicht fühlte sich Penn vom energischen Idealismus seines Helden einfach zu sehr angezogen, um dessen Wegen nicht auch dann noch mit Hingabe zu folgen, wenn sie in die Irre führen. Auf diese Weise hält er den inspirierenden Funken der Romantik immerhin eine Weile am Leben. Das ist nicht wenig, aber es ist nicht genug."

30. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Berliner Zeitung

Sean Penn vermeidet in seinem Film Mitleid ebenso wie Sentimentalität, lobt Markus Schneider. "Die Natur zeigt Penn grandios, rätselhaft und streng; immer wieder steht sie monumental, unbeseelt in Stein-, Gras-, Schnee- und Wasserfarben. Umgekehrt ist McCandless keineswegs ein einzelgängerischer Freak. Emile Hirsch spielt ihn in einer schillernden, seltsam entsexualisierten Mischung aus Arroganz, Offenheit und Weltvertrauen, der die meisten Leute verfallen, die ihn kennenlernen."

30. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Der Spiegel

Bildmächtig und mit leiser Melancholie hat der Regisseur laut Andreas Borcholte die Geschichte eines Aussteigers verfilmt. Er "macht sich über weite Strecken seines Films gemein mit seinem Protagonisten: So naiv wie dieser die Wunder der amerikanischen Weiten bestaunt, so ungebrochen lässt Penn, zuweilen auch als Kameramann am Werk, die Farben leuchten, die Berge thronen und die Wälder rauschen, als drehte er eine Dokumentation für den Discovery Channel. Es ist diese naturalistische Herangehensweise an das Sujet, die den Film zu etwas Besonderem macht und an die beherzten Experimente des Siebziger-Jahre-Kinos erinnert."

29. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Daniela Sannwald hätte es vielleicht eines visionäreren Regisseurs bedurft, "um das meditative, grüblerische und im Kern gottessucherische Naturell dieses frühvollendeten Einsiedlers mit den Mitteln des Kinos zu durchdringen. Penns Inszenierung gerät stattdessen, was die imposanten Schauwerte eher listig bestätigen als dementieren, ins überwiegend seichte Fahrwasser der Naturmystik – Landschaftstotalen mal mit, mal ohne Sonnenuntergang im Breitwandformat, wohin das Auge blickt. Großzügig gedeutet, mag allerdings auch noch der weitgehende Verzicht aufs Erzählen als programmatisch durchgehen."

29. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert spricht mit dem Regisseur über seinen neuen Film und die Faszination, sein Leben zu ändern, um die Wahrhaftigkeit der Natur zu suchen.

24. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • Die Zeit

Georg Diez unterhält sich mit dem Regisseur Sean Penn über Außenseitertum, Wildnis und Freiheit.

10. Januar 2008 | INTO THE WILD • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Volkmann lässt der Regisseur "nie so tief blicken als dass man das Verhalten des mutigen, vielleicht auch etwas blauäugigen Idealisten und Freiheitssuchers gänzlich entschlüsseln könnte. Genau dies aber macht letztendlich auch den Reiz dieses Films aus, der mit seinen rockig-melancholischen Folksongs von Eddie Vedder (PEARL JAM) und den wie Postkartenmotiven wirkenden Landschaftsansichten von Eric Gautier (DIE REISE DES JUNGEN CHE) einen ersten filmischen Höhepunkt des Jahres 2008 markiert."

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