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JUNO

JUNO

Regie Jason Reitman
Kinostart 20.03.2008

Kritiken • JUNO

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Berliner Zeitung

Die Ex-Stripperin Diablo Cody hat das Drehbuch für die Filmkomödie JUNO geschrieben. Mariam Schaghaghi unterhält sich mit ihr.

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Berliner Zeitung

Thomas Klein hat sich mit dem Regisseur Jason Reitman über schnelle Arbeit, kurze Filme und die Kehrseite des Erfolges unterhalten.

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wer nach einer derart perfekt geschriebenen Komödie sucht, muss bis zum frühen Woody Allen zurückgehen, meint Daniel Kothenschulte. "Nicht zu fassen, warum noch niemand auf die Idee kam, einen solchen Film zu drehen. Es gibt keine Schauwerte, das Thema liegt auf der Straße, jeder hat irgendwann in seinem Leben direkt oder indirekt mit Junos Sorgen zu tun. Billy Wilder hat aus solchen Alltäglichkeiten Meisterwerke wie DAS APARTMENT geschaffen. JUNO steht seinen Erfindungen in nichts nach. Wer hätte gedacht, dass sich so leichthändig an sie anknüpfen ließe?"

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Überraschend heiter findet Susanne Ostwald JUNO. "Es ist eine erstaunliche Gratwanderung, die Cody und Reitman zwischen den Abgründen der konventionellen Teenagerkomödie auf der einen und dem sentimentalen Melodrama auf der anderen Seite gelingt. Souverän umgehen sie die allerorten lauernden Fettnäpfchen und Klischeefallen, indem sie das stereotype Ideal der amerikanischen Familie entschieden gegen den Strich bürsten. Denn die selbstbewusste Juno ist keine «typische» leichtfertige Teenagermutter, der liebenswert-schüchterne Kindsvater Bleeker (Michael Cera) kein verantwortungsloser Tunichtgut. Und vor allem repräsentiert die von dem Ehepaar Loring verkörperte «Normalität» keineswegs den Traum von der heilen Familie."

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Die Zeit

Birgit Glombitza möchte dem Film "seine Atemlosigkeit vorwerfen, seine Anstrengung, ein Feuerwerk der Gags zu zünden. Kein Satz ohne Pointe oder wenigstens eine kleine Versautheit. Wie seine Heldin trägt der Film oft einfach zu tief die Hände in den Taschen, flucht und frotzelt zu laut und zu viel. Doch während die meisten amerikanischen Highschool-Komödien von grandiosen Kämpfen, sportlichen Triumphen des Willens und dem qualvollen Weg zu inneren Werten handeln, zeigt uns der vierfach oscarnominierte Juno, wie man gar nicht mal so uncool und mit Anstand auf die Nase fällt. Und dass es in den Zeiten der übersteigerten neoliberalen Erfolgszwänge durchaus sympathischer sein kann, als glücklicher Verlierer, mit sich selbst im Reinen, durch die Welt zu ziehen."

20. März 2008 | JUNO • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland ist begeistert. "So wunderbar die Hauptdarstellerin Ellen Page ihre Titelfigur zwischen Naivität und Cleverness, Sensibilität und Witz spielt, so souverän Jason Reitman in seinem zweiten Spielfilm nach THANK YOU FOR SMOKING Regie führt - all das wird in diesem Fall in den Schatten gestellt durch ein grandioses, immer witziges, nie albernes, immer kluges, nie neunmalkluges Drehbuch, geschrieben von der jungen Autorin Diablo Cody. ... JUNO ein coming-of-age-Film für die Popkultur, ohne einen falschen Ton. Und ein geradezu feministisches Statement: Ein Film kann starke Frauen zeigen, und trotzdem witzig sein und auf traditionelle Botschaften verzichten."

20. März 2008 | JUNO • Kritik • Junge Welt

Alle Figuren sind hier laut Robert Best furchteinflößend demonstrativ liebenswert verschroben. "Doch das Schrecklichste ist: es funktioniert. Spätestens nachdem Juno mit den Eheleuten Loring die Adoptiveltern in spe (natürlich immer leicht neben der Spur: Jennifer Garner und Jason Bateman) im Anzeigenblatt findet, entspinnt sich eine Geschichte, die nie wirklich fesselt, aber daher umso mehr, jawohl, zu Herzen geht. Denn jenseits allen Besinnlichkeitskitsches wird Juno mit einer Erwachsenenwelt konfrontiert, die es sich in ihrer Verlogenheit bequem macht. Erst freundet sie sich mit den Lorings an, dann entdeckt sie das ganze Ausmaß an Heuchelei und Feigheit, das dieser Liebe wie vielen anderen zugrunde liegt."

20. März 2008 | JUNO • Kritik • critic.de

Das hier ist nur scheinbar oberflächlich, meint Rochus Wolff. "Das viel gepriesene Drehbuch von Diablo Cody ... bietet nämlich deutlich mehr und vermag die Charaktere, ihre Eigenheiten und Konflikte, präzise zu fassen. Zwar werden vor allem die Erwachsenen – neben Junos Eltern insbesondere die prospektiven Adoptiveltern Mark und Vanessa Loring (Jason Bateman, Jennifer Garner) – anfangs als fast stereotype Witzfiguren eingeführt. Juno versteht es aber, die aufgerufenen Klischees in der zweiten Filmhälfte zu unterlaufen und hebt sich genau damit aus der Masse der Komödien heraus, die einmal gefundene Schemata einfach bis zum Ende weiterstricken."

19. März 2008 | JUNO • Kritik • Der Spiegel

Der Film ist tatsächlich so charmant, geistreich und stilvoll wie überall beschrieben, lobt David Kleingers. "Es ist selten, dass ein Film seine Zuschauer derart kalt erwischt. Denn zu virtuos unterhält JUNO über weite Strecken mit seinem respektlosen Kommentar auf melodramatische Klischees – schwanger, minderjährig, mittellos –, als dass man die später hart platzierten emotionalen Treffer vorausahnen könnte. Der Begriff Komödie greift daher viel zu kurz, um die immense Größe von Herz, Hirn und nicht zuletzt Schnauze dieser nonkonformistischen Coming-of-Age-Geschichte zu fassen."

18. März 2008 | JUNO • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker lobt die wunderbar große Klappe des Films. "Die mitunter etwas zu geschliffenen Wendungen, die zumeist auf Pointen hinauslaufenden Dialoge in dieser charmant-struppigen Komödie könnten ein Indiz dafür sein, dass hier womöglich allzu lässig an solchen Problemen wie ungewollter Teenager-Schwangerschaft nebst Abtreibungsfrage und Elternreaktion vorbeimanövriert worden ist. In JUNO aber, dem zweiten Film von Jason Reitman, bleibt der Mechanismus des Witzigseinwollens immer transparent: als eine sehr reale Möglichkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen. Und so handelt es sich bei Juno lediglich auf den ersten Blick um den kinobewährten Typus "Harte Schale, weicher Kern" - so lange, bis man die Verletzlichkeit hinter dem Eigensinn spürt."

18. März 2008 | JUNO • Kritik • Die Tageszeitung

Um Wirklichkeitsnähe geht es in JUNO nicht, und das, obwohl der Film so zeitgemäß daherkommt, wie Ines Kappert meint. Er "ist ein für den Massengeschmack gedachtes komödienhaftes Lehrstück, das auslotet, was gegenwärtig moralisch wünschenswert ist und was nicht. Für diese seismografische Aufgabe muss die Hauptfigur in die für weibliche Jugendliche schlimmstmögliche Situation gebracht werden - Schwangerschaft. Wie es der Kriterienkatalog für weibliche Coolness derzeit will, meistert Juno die größte Herausforderung ihres kurzen Lebens durch Selbstironie, Schlagfertigkeit, Disziplin, Organisationstalent und unablässige Betriebsamkeit. Zudem glänzt Juno noch durch Humor und nervenstarken Eigensinn."

18. März 2008 | JUNO • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala fühlte sich vom Start weg in einen Strudel aus Frische, Schmerz, Glück, Albernheit, Weisheit, Ewigkeit und immer wieder neuem Augenblicksvergnügen gerissen. "So ist JUNO alles andere als eine jener Teenie-Klamotten, in denen die gnadenlose Verfratzung der Nebencharaktere ruckzuck die jugendlichen Helden selber infiziert. Und als Coming-of-Age-Story wiederum funktioniert der Film insofern nur bedingt, als er nach allerlei Kreis- und Kreißbewegungen geradezu listig zu seinem Ausgangspunkt zurückzukehren scheint. Einmal zurück auf Jugend bitte! Ein Traum, natürlich; zum Aufwachen schön."

18. März 2008 | JUNO • Kritik • Der Tagesspiegel

Ralf Krämer hat sich mit der Drehbuchautorin und Oscarpreisträgerin Diablo Cody unterhalten.

23. Januar 2008 | JUNO • Kritik • programmkino.de

Über JUNO zu schreiben ohne dabei Ellen Page zu erwähnen, ist schlichtweg nicht vorstellbar für Marcus Wessel. "Page nimmt wie schon in Hard Candy mit einer für ihr Alter unglaublichen Lässigkeit jeden Millimeter der Leinwand in Beschlag. Bereits während der animierten Eingangssequenz lässt sie keinerlei Zweifel aufkommen, wessen Film das hier ist. ... JUNO folgt über seine gesamte Laufzeit einem simplen aber dennoch wirkungsvollen Rezept: Man nehme einige liebenswerte Charaktere, konfrontiere sie mit einem vermeintlichen Problem und lasse sie daran wachsen."

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