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MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN

MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN

Regie Wayne Wang
Kinostart 10.04.2008

Kritiken • MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN

10. April 2008 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für Peter Uehling beginnt MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN "im unverkennbaren Independent-Tonfall; alles scheint auf einen interessanten Film hinzuweisen. Ungemein genau wird das Verhältnis von Vater und Tochter beobachtet; Details, Dinge, Blicke, ein Im-Weg-Stehen, werden fokussiert und unaufdringlich mit Bedeutung geladen. Doch die Geschichte entwickelt sich zu stockend, um die Beobachtung nicht bald zur Manie erstarren zu lassen. Wenn man in der einen Sprache seine Gefühle nicht ausdrücken kann, hilft es, eine andere zu lernen, sagt die Tochter."

10. April 2008 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann sah "das genaue Gegenteil eines Hollywood-Films: ein Atemholen, ein meditatives Zur-Ruhe-Kommen, bei dem ein Satz ins Schweigen fällt wie ein Stein ins Wasser, und man sieht lange den allmählich sich verlaufenden Wellen zu. Erstaunlich, dass der kleine Film, in fünf Wochen digital gedreht, zu solcher Ruhe und Kraft finden kann. Und zu Bildern, die so genau komponiert aussehen, als seien sie nach vielen Proben gedreht. ... Eine zärtliche Familienaufstellung ist auch MR. SHI geworden. Ein Film über Einsamkeit und fehlende Worte, ein Film über China auch, über das Leben in der Fremde und die Vergangenheit, über die man nicht spricht."

10. April 2008 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn lobt Wayne Wangs seit langem besten Film: Es ist eine zu Herzen gehende Studie familiärer Sprachmuster, die zugleich ver- und bedrängen. "Der großartige Henry O. spielt Mr. Shi und macht seine Verletzungen transparent, durchscheinend wie chinesisches Porzellan bis auf den Grund einer grausam gekränkten Seele. ... Das Leben lässt sich nicht richten, sagt Wayne Wang mit schöner Bescheidenheit, aber die Möglichkeit, sich zu verstehen, ist eine (Film)Sprache für sich."

12. März 2008 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film übernimmt laut Barbara Schweizerhof das Tempo des in die Jahre gekommenen Helden. "Ein alter Mann und eine alte Frau auf einer Parkbank im Grünen. Es ist ein schönes und einfaches Bild, das Wayne Wang für zwei Menschen findet, die sich vom Leben und ihrer Familie abgeschoben fühlen. Er redet Chinesisch und sie Farsi, und auch ohne die Worte des anderen zu verstehen, werden sie zu Seelenverwandten. In diesen Momenten ist der Film anrührend, ohne zum Rührstück zu werden, weil Wayne Wang weiß, wann er abzublenden hat."

06. Dezember 2007 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • programmkino.de

Dorothee Tackmann sah eine zurückhaltende Tragikomödie über Migration, alte Werte und neue Zerrissenheit. "Ähnlich gemächlich wie David Lynchs THE STRAIGHT STORY beobachtet er die Gebrechen und Gütmütigkeiten des Alters. Die statischen, tiefenscharfen Bilder (High-End HD Video) vermitteln Ruhe und Klarheit, die Laiendarsteller Authentizität. ... MR. SHI bietet keine runde, abgeschlossene Geschichte, eher eine intensive Skizze, die am Ende auf versunkene Räume verweist, wie in das Innere eines Tiefseewracks."

22. November 2007 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • kino-zeit.de

Der Regisseur kehrt zu seinen chinesischen Wurzeln zurück, meint Katrin Knauth. "Hier prallen nicht nur unterschiedliche Kulturen aufeinander, sondern auch zwei weit auseinander liegende Generationen."

20. November 2007 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • critic.de

Überwiegend Stereotypen hat Birte Lüdekind ausgemacht. "Es scheint, als hätte Wayne Wang sein Lieblingsmotiv der Kulturgegensätze und Generationsbarrieren ausgereizt und seinen vorangegangenen Werken in diesem Punkt nichts Neues mehr hinzuzufügen. Auch die Bildsprache verfällt in Plattitüden. Während sich Mr. Shi vor Ylan offenbart, platziert der Regisseur eine überpräsente Wand zwischen ihnen. Okay, wir verstehen: Hier haben zwei Menschen ein Kommunikationsproblem. Das hat man als Zuschauer auch mit diesem Film. Man fühlt sich nicht angesprochen und unterfordert."

03. April 0200 | MR. SHI UND DER GESANG DER ZIKADEN • Kritik • kino-zeit.de

Katrin Knauth führt ein Interview mit dem Regisseur.

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