| Regie | Gavin Hood |
| Kinostart | 22.11.2007 |
Rüdiger Suchsland bezeichnet MACHTLOS als ehrlich und unterhaltsam. "MACHTLOS ist Hollywood-Mainstream; aber ohne Einseitigkeit. Er zeigt auch die nichtamerikanische Seite, die bei Redford nur als gesichtsloser Aggressor vorkommt, er versucht Verständnis zu entwickeln, zu erklären - ohne falsche Verklärung dabei. Ohne Folter zu verteidigen, zeigt er auch das Selbstverständnis eines Folterers ... MACHTLOS argumentiert schwarz-weiß, denn es gibt keine Entschuldigung für Folter, auch nicht gute Absichten. Aber er guckt genau hin, und versteckt sich nicht hinter schönen Worten."
Für Heike Kühn will MACHTLOS viel wissen, auch vom Zuschauer. Der Film "wächst weit über eine politisch korrekte Stellungnahme zur Skrupellosigkeit der amerikanischen Terrorismusbekämpfung hinaus. Hoods Film ist auch eine komplexe, Zeit und Raum auflösende Versuchsanordnung, die Gewalt und Gegengewalt als fatale Einheit anprangert. ... Doch die fragwürdige Logik von Schuss und Gegenschuss gibt der Film nicht nur in seiner subtilen Kameraarbeit auf: Am Ende verbeißt sich die Gewalt in sich selbst, und die Toten wiederholen ein Sterben, das keinen Anfang und kein Ende hat."
Peter Mühlbauer findet die gewisse Rückkehr zur Rechtstaatlichkeit interessant. "Trotzdem sieht man in MACHTLOS noch ziemlich viel Folter – nur ist sie relativ phantasielos und wirkt deshalb schnell langweilig. Begründet wird der Einsatz von Folter in MACHTLOS damit, dass es um die Vermeidung von Terroranschlägen geht. [extern] John Milius dagegen ging in ROME genau umgekehrt vor: Phantasievoll in der Ausführung und trivial in der Begründung: Da geht es nicht um Leben und Tod, sondern um eine Standarte oder um Informationen zum Ehebruch – eine vielleicht genau deshalb weit eindrucksvollere Darstellung."