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TÖDLICHE VERSPRECHEN

TÖDLICHE VERSPRECHEN

Regie David Cronenberg
Kinostart 27.12.2007

Kritiken • TÖDLICHE VERSPRECHEN

28. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte unterhält sich mit Regisseur David Cronenberg, der nicht Alfred Hitchcock sein will.

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Der Spiegel

Bert Rebhandl sah ein präzises, atmosphärisch dichtes Porträt der russischen Unterwelt in London - und ein Meisterwerk der Reduktion. "Viggo Mortensen, der das Image des leuchtenden Helden aus der HERR DER RINGE-Trilogie offensichtlich ablegen will, spielt Nikolai wie die perfekte Verkörperung eines "eiskalten Engels" – in einer Szene, die zu den härtesten des aktuellen Kinojahres zählt, muss er sich in einem Badehaus splitternackt und unbewaffnet gegen zwei Killer zur Wehr setzen. Die Gewalt, zu der Nikolai in der Lage ist, deutet er ansonsten nur an – mit einer winzigen Drohgebärde verschafft er sich mehr Respekt als andere Gangster mit einem Waffenarsenal."

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal entdeckt eine Familien-Konstruktion in dem Film: "Der alpha-maskuline, undurchschaubare Viggo Mortensen und die elfenhafte Naomi Watts sind ein so unwahrscheinliches Paar, dass wohl nur ein Schreckensmeister wie Cronenberg darauf verfallen konnte. Die Idee der Familie ist das Zentrum von TÖDLICHE VERSPRECHEN, sie wird hinreißend variantenreich und intelligent präsentiert: als biologischer Bund, als ethnische Gruppe im Exil, als kriminelle Gemeinschaft, als ödipales Verhängnis oder auch als Wahlverwandtschaft; und immer hat so eine Familie ja auch Ärger mit ihren Außenseitern."

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Rüdiger Suchsland spricht mit Regisseur David Cronenberg über Gewalt, das neue Russland und Tätowierungen.

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord fragt den Regisseur einiges zum russischen Akzent, zu Stalin-Tätowierungen und multikulturelle Träumen.

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala interviewt David Cronenberg zum Thema Körper und Seele im Kino – und den Tätowierungen russischer Gefängnisinsassen.

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Ahnungslos und unaufhaltsam wird der Zuschauer in die Sache reingezogen, meint Julian Hanich. "David Cronenbergs TÖDLICHE VERSPRECHEN strotzt nicht vor Vitalität wie AMERICAN GANGSTER, der andere große Verbrecherfilm dieses Jahres. Stattdessen verbreitet er eine Atmosphäre paralysierender Stille. Manchmal sind es nur ein paar fast unmerkliche Töne, die Unheil verkünden, wie das Knirschen der Lederjacken zweier tschetschenischer Schergen. Unterstützt von der Musik Howard Shores, der die Violine wehmütig wimmern lässt, entführt Cronenberg den Zuschauer in eine Unterwelt, in der die schwarze Grundierung mit roten Tupfern gesprenkelt ist: die Farbe des Borschtsch, des samtenen Restaurantinterieurs – und der klaffenden Wunden."

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Neues Deutschland

Einen brillanten Krimi sah Marion Pietrzok. "Die Wirkkraft der Leinwandgeschichte entwickelt sich nicht nur dank des hervorragenden Drehbuchs, das über das Russen-Mafia-Thema hinaus ein Bild über komplexe Charaktere in psychologischer Tiefschichtigkeit zeichnet. Unter der exzellenten Regie des kanadischen Filmemachers David Cronenberg geben die Haupt- und Nebendarsteller schauspielerisch ihr Bestes. Vincent Cassel verkörpert den schwarzledernen Kirill in seiner Herrschsucht und Gefährlichkeit, die seiner Unterlegenheit unter seinen mächtigen Vater entspringt, der Sprunghaftigkeit seiner Stimmungen und der völligen Zügel- und Morallosigkeit mit dem von ihm zu erwartenden hohen Können."

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Junge Welt

Ein neuer Film von David Cronenberg ist immer ein Fest, freut sich Peer Schmitt. "TÖDLICHE VERSPRECHEN ist nicht unbedingt der stärkste Cronenberg-Film der letzten Jahre. Es liegt vielleicht am Widerspruch zwischen Steve Knights Drehbuch, das vermutlich die Menschenrechtsthematik der Zwangsprostitution stärker betonen wollte und andererseits Cronenbergs kaltem, gewissermaßen szientifistischem Ansatz, Soziales als quasi maschinellen Ablauf zu zeigen und dabei besonderes Augenmerk auf einschlägig bizarre Zeichenkomplexe (die elaborierten Tätowierungen) zu legen. Oder schlicht an der Tatsache, daß alle russischen Charaktere in dem Film von Nichtrussen gespielt werden."

27. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Als seltsam gutbürgerlichen Thriller bezeichnet Alexandra Stäheli den Film. "Ob abgeschwächt oder nicht – bizarr ist die Geschichte allemal, die uns Knight und der kanadische Regisseur David Cronenberg nun auftischen, brutal, nicht sehr glaubwürdig, in der Klischeetunke wie in einem Topf voller Borschtsch rührend – und dennoch faszinierend in seiner sorgfältig kalkulierten Erzählweise."

20. Dezember 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • kino-zeit.de

Sehenswert nennt Joachim Kurz das Gangsterepos. "Mit TÖDLICHE VERSPRECHEN findet das Kinojahr einen ebenso schockierenden wie versöhnlichen Ausklang – ein ebenso reduzierter wie kühn konstruierter und kühl gefilmter Thriller, der zeigt, dass Cronenberg nichts von seiner alten Klasse eingebüsst hat. Und wer weiß – vielleicht gelingt es ihm nun sogar noch einmal, neue breitere Zuschauerschichten zu erschließen. Verdient hätte er es allemal. Und dieser knallharte und atemberaubende Film erst recht."

27. November 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • critic.de

Für Lukas Foerster haben die Filme des Regisseur seit EXISTENZ etwas verloren. "Einerseits zwar ist TÖDLICHE VERSPRECHEN nicht nur ein äußerst gut funktionierender Thriller, sondern auch ein komplexer und intelligenter Film über Funktion und Struktur familiärer und ethnischer Identität. ... Zwischen den späten siebziger und frühen neunziger Jahren besaßen Cronenbergs Filme in ihrer Exzessivität und radikalen Körperlichkeit stets ein utopisches, Grenzen überschreitendes Moment, das herkömmliche Gesellschaftsmodelle in Frage stellte. Gewichen ist dieses Moment einem ohne Zweifel souveränen, jedoch oft etwas opportunistischen Spiel mit diversen Genre- und Diskurselementen, die selten über sich selbst hinausweisen."

07. November 2007 | TÖDLICHE VERSPRECHEN • Kritik • programmkino.de

Oliver Forst ist fasziniert von David Cronenberg: "TÖDLICHES VERSPRECHEN wirkt erneut leichter verdaulich als Cronenbergs Frühwerk, macht es dem Mainstreampublikum jedoch wiederholt schwer, indem er die Handlung eher nebenbei erzählt und vorsätzlich auf einen strikten Spannungsaufbau zugunsten von präzisen Charakterzeichnungen verzichtet. Und wie schon bei A HISTORY OF VIOLENCE ist die Gewaltdarstellung explizit, schmerzhaft und unverzichtbar, da sie fester Bestandteil des Protagonisten ist und auf diese Weise die Zerrissenheit auch für den Rezipienten physisch fühlbar macht."

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