Inhalt • TÖDLICHE VERSPRECHEN
Bei einer Geburt in einem Londoner Krankenhaus stirbt die russische Mutter in den Armen der Hebamme Anna. Da die Identität der Toten, einer offenbar illegalen osteuropäischen Prostituierten, unbekannt ist, setzt Anna alles daran, die Angehörigen des Säuglings zu finden. Hinweise sind ein in russisch geschriebenes Tagebuch und ein Streichholzbriefchen mit dem Namen eines russischen Restaurants. Anna folgt der Spur und trifft dabei auf Nikolai. Der arbeitet für den zwielichtigen Restaurant-Besitzer und Patriarchen Semyon. Als Anna entdeckt, dass das Tagebuch Beweise enthält, die Semyon und seinen Sohn Kirill für viele Jahre hinter Gitter bringen könnten, schwebt sie schon längst in höchster Gefahr...
Kritik • TÖDLICHE VERSPRECHEN • 27. Dezember 2007 • Junge Welt
Ein neuer Film von David Cronenberg ist immer ein Fest, freut sich Peer Schmitt. "TÖDLICHE VERSPRECHEN ist nicht unbedingt der stärkste Cronenberg-Film der letzten Jahre. Es liegt vielleicht am Widerspruch zwischen Steve Knights Drehbuch, das vermutlich die Menschenrechtsthematik der Zwangsprostitution stärker betonen wollte und andererseits Cronenbergs kaltem, gewissermaßen szientifistischem Ansatz, Soziales als quasi maschinellen Ablauf zu zeigen und dabei besonderes Augenmerk auf einschlägig bizarre Zeichenkomplexe (die elaborierten Tätowierungen) zu legen. Oder schlicht an der Tatsache, daß alle russischen Charaktere in dem Film von Nichtrussen gespielt werden."