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JUGEND OHNE JUGEND

JUGEND OHNE JUGEND

Regie Francis Ford Coppola
Kinostart 10.07.2008

Kritiken • JUGEND OHNE JUGEND

10. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi unterhält sich mit Regisseur Francis Ford Coppola über "persönliches Kino" - und JUGEND OHNE JUGEND.

10. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Die Tageszeitung

Eine bildungsschwangere Tour de Force sah Bert Rebhandl. "Coppola überlässt sich vollkommen ungehemmt der Eigenzeit der Erzählung mit ihren unentwegten Doppelgänger- und Schattenmotiven, und im Rückblick dieses über weite Strecken kitschigen, manchmal unbehaglichen Spätwerks erscheint auch seine ganze (Anti-)Hollywood-Karriere in einem etwas anderen, man könnte sagen: fantastischeren Licht. Von APOCALYPSE NOW! bis JUGEND OHNE JUGEND führt ein Weg, man muss nur die Hauptfigur wechseln: Coppola ist nun ganz in das Innere des brütenden Colonel Kurtz gewechselt, der archetypischen Figur, die an der Zivilisation irre geworden ist."

10. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film erzählt laut Wilfried Hippen "so zersplittert, dass man nie ein Gefühl dafür bekommt, was für ein Mensch der Protagonist ist. Da kann sich Tim Roth in der Hauptrolle noch so sehr ins Zeug legen, und auch Bruno Ganz hat offensichtlich keine Ahnung, wer der rumänische Arzt überhaupt ist, den er da spielen soll. Leid kann einem aber Alexandra Maria Lara tun, denn sie verkörpert nacheinander eine rumänische Dame, einen Schweizer Twen, eine indische Jüngerin Buddhas, eine babylonische Besessene, eine grauhaarige Kranke und eine junge Mutter. Das ist keine Rolle sondern ein Potpourri."

10. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Auf hohem Niveau ist der Regisseur laut Daniel Kothenschulte gescheitert. "In diesem "Herz der Finsternis", einer permanenten Dämmerung, in der die Farben magisch leuchten, spielt der ganze Film. Doch es ist ein Effekt, der schnell verblasst. Was man nicht zeigen kann, das packt Francis Ford Coppolas Drehbuch in den Dialog, der nahezu alle wichtigen Romanstellen aufsagt. Doch wo der Regisseur die Welt hineinholen müsste, da verstummt sein Kino. Auf tragische Weise scheitert Coppola am Konflikt seines Helden: Da hat jemand alle Register des Kinos zur Verfügung, kennt die Klaviatur wie kaum ein Zweiter - doch auf der verzweifelten Suche nach neuer Erkenntnis versagen ihm die Finger."

10. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Der Freitag

Als kruden Monumentalkitsch bezeichnet Andreas Busche das Werk. "Coppolas Film ist ein monumental kruder Quatsch, der sich selbst noch viel zu ernst nimmt. Reiz gewinnt aber gerade aus dem Selbstverständnis, seine Geschichte in den ästhetischen Formen eines anspruchsvollen Kunstwerks erzählen zu wollen. Dieses Opernhafte, das die hauchzarte Liebesgeschichte zwischen Dominic und Veronika ins beinah Groteske überdehnt, hat schon dem Mafia-Milieu in DER PATE dramatische Schwere verliehen. In JUGEND OHNE JUGEND nimmt das Ganze mitunter unfreiwillig komische Züge an."

07. Juli 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • kino-zeit.de

Die ist nicht das großartige Comeback Francis Ford Coppolas geworden, meint Joachim Kurz. "Das liegt vor allem an dem puren Überfluss, dem Coppola frönt. Zu viele Ideen, zu viele Andeutungen, zu viele unterschiedliche Stile und zu viele Genres vermengen sich hier und ergeben in Summe zwar einige bemerkenswerte Momente, aber eben auch viel Leerlauf und kein geschlossenes Ganzes. Fast scheint es so, als habe Coppola in den zehn Jahren seiner Abstinenz zu viel an Material und Ideen angesammelt, die er allesamt in seinem neuen Film unterbringen wollte. Beruhigend an diesem seltsamen Film ist allenfalls, wie sehr Coppola es nach wie vor versteht, mit geringen Mitteln traumhafte Bilder zu erzeugen."

11. Juni 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • critic.de

Coppola muss Ulrich Ziemons nichts mehr beweisen. Der Regisseur "erschafft einen fast altmodischen Look und verlässt sich auf althergebrachte Kinozauberei: Doppelbelichtungen, Farbverfremdungen und Bilder, die wie durch Zerrspiegel gefilmt wirken, schaffen eine bedrohliche Atmosphäre. Stilistische Kapriolen werden meist an die Handlung rückgebunden, was verhindert, dass der Film zur bloßen cinephilen Fingerübung wird. Coppola kennt den Konventionenkatalog der Kinogeschichte, und es gelingt ihm immer wieder, das jeweilige historische Setting der Geschichte in der filmischen Darstellung zu reflektieren."

01. Februar 2008 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns wäre es zu einfach, den Film als esoterisch ab zu tun. "Es ist ein komplexer, vielschichtiger Film, aber eben eine faszinierende Thematik. Und nicht zuletzt ist Coppola ein außerordentlicher Regisseur, der es hier mit geringsten Mitteln und einem verschwindend niedrigem Budget schafft, einen visuell hervorragenden Film zu drehen. Bei allen Schwächen bleibt JUGEND OHNE JUGEND ein außerordentlicher Film und markiert möglicherweise oder besser gesagt hoffentlich den Beginn des ungefähr dritten Frühlings in der Karriere Francis Ford Coppolas."

22. Oktober 2007 | JUGEND OHNE JUGEND • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof hat der Film gar nicht gefallen. "Das Enttäuschende an YOUTH WITHOUT YOUTH ist nicht die mysteriöse Handlung, sondern die Tatsache, dass Coppola sich beim Erzählen auf allerbiederste Lösungen verlässt: Der ganze Film ist in jenes Nostalgie-Gelb getaucht, das "alte Zeiten" schreit. ... Damit nicht genug, lässt Coppola kein Filmklischee der Wahndarstellung aus: zerbrechende Spiegel, gekippte Bildachsen; wenn es besonders wahnhaft wird, dreht er die Szenen auf den Kopf. Ist das wirklich ein Coppola-Film? Die durchweg hölzernen Schauspieler mögen ein Hinweis darauf sein - sie wirken wie in Ehrfurcht erstarrt."

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