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MÖRDERISCHER FRIEDEN

MÖRDERISCHER FRIEDEN

Regie Rudolf Schweiger
Kinostart 29.11.2007

Kritiken • MÖRDERISCHER FRIEDEN

30. November 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • Die Zeit

Der neue deutsche Soldatenfilm muss noch viel lernen, meint Jens Jessen. "Selten hat ein Film, der sich geradezu treuherzig auf die Gesetze der Kinounterhaltung verlässt, eine dermaßen brisante politisch-pädagogische Wirkung entfaltet. Alle Fragen, über die deutsche Politiker nicht reden wollen (und wahrscheinlich wieder nicht reden werden, wenn es im Dezember um Ende oder Verlängerung des Friedensmandats geht), werden von Rudolf Schweiger treuherzig zur Sprache gebracht ... Es ist eine bezeichnende, geradezu ebenfalls pädagogische Schwäche des Films, dass er die historische Perspektive der Weltkriege, die auf dem Balkan noch immer herrscht, kaum streift."

29. November 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • Der Spiegel

Eine Bürgerkriegsschmonzette sah Christian Buß. "Für seinen Mut, sich an ein solch schwieriges Thema zu wagen, kann man Regisseur Schweiger Respekt aussprechen, für seine Inszenierungstechniken muss man ihn kritisieren. Denn so unübersichtlich und betont authentisch die Situation nach dem Balkan-Krieg anfänglich gezeichnet wird - die einst von den Serben unterdrückten Albaner machen nun ebenso gnadenlos Jagd auf ihre Peiniger -, Gut und Böse sind hier doch durch ein paar melodramatische Kniffe stets ganz leicht auseinander zu halten."

29. November 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • Die Tageszeitung

MÖRDERISCHER FRIEDEN ist Trash wider Willen, meint Ines Kappert. "MöRDERISCHER FRIEDEN mag den Alltag und die Schwierigkeiten deutscher Soldaten zeigen, um sie zu feiern. Doch unter der Hand verwandelt er sich zu einem Antikriegsfilm. Allein das macht ihn sehenswert. Zumal die Dialoge gemeinsam mit der unbeholfenen TV-Kitsch-Symbolik für viel unfreiwillige Komik sorgen."

29. November 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Philipp Lichterbeck ist der Film zu oberflächlich: "Zum Eindruck der Oberflächlichkeit tragen die immer gleichen Kamerafahrten und eine sentimentale Filmmusik bei. Immerhin, dieser Kinoerstling entstand in Bosnien unter schwierigen Bedingungen. Die Crew konnte sich wegen der immer noch herumliegenden Minen nicht frei bewegen. ... Andererseits wurde Schweiger von der Bundeswehr unterstützt, was eine kritische Haltung offenkundig nicht förderte."

28. November 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • Berliner Zeitung

Torsten Harmsen wollte wissen, in welche Welt die jungen deutschen Soldaten geraten, wie sie mit der Gefahr und ihrer Rolle umgehen. "In vielen Szenen spürt man, dass der Regisseur sich an Action-Kriegsfilmen aus Soldatensicht orientiert hat: mit dynamischer Handkameraführung, die den Eindruck des Dabeiseins erzeugt. Doch leider geraten die filmischen Mittel nach und nach in den Hintergrund. Dem Film wird zu viel aufgebürdet. Er soll den gefährlichen Alltag der Soldaten zeigen, zugleich eine spannende "Fiktion aus Liebe, Hass und Freundschaft" sein und wichtige Fragen beantworten. Die Szenen dienen kaum noch dazu, eine gute Kinogeschichte zu erzählen."

09. Oktober 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • critic.de

Spannend findet Marcus Wessel die Idee, aber an der gesamten Umsetzung hapert es bei MÖRDERISCHER FRIEDEN. "Die Inszenierung – und das ist schon das Beste, was man über sie sagen kann – fällt nicht weiter negativ auf. Mit einer Ausnahme: Die pathosschwangere Musikuntermalung will zu keiner Zeit zu den Bildern und der Stimmungslage des Films passen. Mag sein, dass ein Hollywood-Blockbuster ohne einen derart opulenten Klangteppich nicht auskommt, im Kontext dieser Geschichte und der übrigen Inszenierung wirken die schwülstigen Kompositionen nur wie unnötiger, weil unfreiwillig komischer Ballast."

09. Oktober 2007 | MÖRDERISCHER FRIEDEN • Kritik • programmkino.de

Dem Film fehlen die einheimischen Vorbilder, meint Michael Meyns. "Eigentlich eine völlig akzeptable Struktur, die hier allerdings oftmals wenig überzeugend entwickelt erscheint. Ebenso wie die Darstellung der Bundeswehr und ihrer Soldaten, die in einem Maße unkoordiniert und verwirrt agieren, das wenig authentisch wirkt. Dass es dem Film darüber hinaus nicht wirklich gelingt, die komplexe soziale und politische Situation des Balkans im allgemeinen und des Kosovo im speziellen zu vermitteln, kann man ihm kaum zum Vorwurf machen, daran scheiterten schließlich auch die damals zuständigen deutschen Politiker."

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