Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

AMERICAN GANGSTER

AMERICAN GANGSTER

Regie Ridley Scott
Kinostart 15.11.2007

Kritiken • AMERICAN GANGSTER

16. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat sich nicht von dem Film überzeugen lassen. "Trotz prall gefüllter 156 Minuten ist AMERICAN GANGSTER kein hochprozentiges "Blue Magic". Es ist von allem ein bisschen in der Tüte. Was aber fehlt, das ist der Rausch, das Eintauchen in die Parallelwelt, eben das, was die schwelgerischen Gangsterfilme der Vergangenheit auszeichnete und zu einem sündigen Vergnügen machen sollte."

15. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • critic.de

Marcus Wessel hat sich von der bipolaren Erzählstruktur überzeugen lassen. "Scott inszeniert den Aufstieg und Fall des ersten schwarzen Unterweltkönigs als ein über weite Strecken packendes Katz-und-Maus-Spiel. Während Scorseses Mob-Dramen lediglich für die Mafia Interesse aufbrachten und die Arbeit der Polizei allenfalls streiften, benötigt American Gangster gleichermaßen den "Good" und den "Bad" Guy, um zu funktionieren. Anders als Scorseses Goodfellas mangelt es Scotts Film auf Seiten der Gangster schlichtweg an interessanten Charakteren. ... Trotz kleinerer Durchhänger, welche sich gerade im Mittelteil häufen, wo der Film mit weitgehend isolierten Nebenhandlungen wie Roberts Eheproblemen zu viel Zeit vergeudet, muss sich AMERICAN GANGSTER keineswegs vor Scorseses Mafia-Epen verstecken."

15. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Berliner Zeitung

Russell Crowe und Denzel Washington sind perfekte männliche Identifikationsfiguren für ihre jeweiligen Zielgruppen, stellt Bert Rebhandl fest. "Seine eigentliche Brisanz erhält der Film AMERICAN GANGSTER jedoch durch die ethnische Politik, mit der es Ridley Scott deutlich darum geht, der amerikanischen Mythologie eine neue Facette hinzuzufügen. Denn die Afroamerikaner waren bisher vorwiegend als Opfer in den urbanen Drogenkriegen gezeigt worden, während vor allem die italienische Mafia die Fäden zog und die Profite einstrich. Das ändert sich hier.

15. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Die Tageszeitung

Smart nennt Dominik Kamalzadeh das Spiel der beiden Hauptdarsteller. "Scott, dem man auf jeden Fall keinen Mangel an Ehrgeiz vorwerfen kann, investiert viel Augenmerk in ein zeithistorisch akkurates Erscheinungsbild des Films, von der Musik über die Ausstattung bis hin zu der Kolorierung einzelner Szenen. Im Unterschied zu David Finchers Gangsterfilm ZODIAC, der vom selben Kameramann, Harris Savides, fotografiert wurde, erhält das Zeitbild hier aber keine Funktion, die über jene lokale und geschichtliche Einbettung der Geschichte hinausginge: Es bleibt dienstbar und ohne Deutungsmacht."

15. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich ist begeistert. "Familie und Öffentlichkeit, Recht und Illegalität, Ordnung und Chaos: Diese Gegensatzpaare prägen, in dieser prägnanten Szene verdichtet, den ganzen Film. Und Regisseur Ridley Scott lässt sie mit solcher Wucht aufeinanderprallen, wie man sich es sich von amerikanischem Erzählkino nur wünschen kann. ... Dazu kommt die Detailgenauigkeit, mit der Scott diese wahre Geschichte erzählt, basierend auf einem Artikel aus dem "New York Magazine". Das ranzig-verfallene, aber glittrig-glamouröse New York der siebziger Jahre – bekannt aus THE FRENCH CONNECTION, SERPICO oder CRUISING – ersteht vor unseren Augen wieder auf."

15. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

AMERICAN GANGSTER ist auch ein Schauspielerfilm, schreibt Thomas Binotto. "Der Plot ist nicht originell und wurde bereits unzählige Male durchgespielt. Faszinierend ist immerhin, wie Scott dreissig Jahre nach seinem atemberaubenden Début THE DUELLIST erneut die Geschichte zweier Männer erzählt, die schicksalhaft aufeinander verwiesen sind, Gegner und Leidensgenossen zugleich. Und selbst wenn er der Filmsprache längst keine neuen Ausdrucksmöglichkeiten mehr abringt, so beherrscht Scott zumindest die Regeln des Genres meisterhaft. Das hochkarätige und klug besetzte Ensemble, die subtile Abstimmung von Schnitt und Soundtrack, die ausgewaschenen Bilder von Kameramann Harris Savides: So macht selbst routiniertes Genrekino grosses Vergnügen."

13. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • Der Spiegel

Wer ist eigentlich der Böse in diesem Film, fragt Andreas Borcholte? "Es ist eine schillernde, faszinierende Geschichte, und Ridley Scott erzählt sie mit dem Ernst und der Gravität, die man aus seinen besten Filmen, darunter GLADIATOR, BLADE RUNNER und BLACK HAWK DAWN kennt. Kameramann Harris Savides, der schon in ZODIAC für bestechende Nostalgie-Effekte sorgte, taucht das New York von 1968 in grobkörnige Bilder und fahles Blaugrau, der Soundtrack zitiert die Blaxploitation-Klassiker der Siebziger ... Rap-Superstar Jay-Z verankerte das Retro-Drama mit einem vom Film inspirierten Album kongenial in der Jetztzeit. Zu verdanken ist der für einen düsteren Gangsterfilm eher überraschende Erfolg sicher auch der schauspielerischen Dynamik des Hauptdarstellerduos."

08. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • critic.de

Trotz kleinerer Durchhänger muss sich AMERICAN GANGSTER laut Marcus Wessel "keineswegs vor Scorseses Mafia-Epen verstecken. Obgleich er nicht deren narrative Dichte erreicht, punktet er vor allem mit seiner bipolaren Erzählstruktur, die von gegensätzlichen Seiten tief in die Seele einer von Korruption und latentem Rassismus infiltrierten Gesellschaft blickt. Das in Bild wie Ton stilvoll inszenierte Sittengemälde erscheint dabei als überdimensionales Ping Pong-Match, bei dem sich die beiden Hauptdarsteller mit jedem Szenenwechsel geschickt den Ball zuspielen."

01. November 2007 | AMERICAN GANGSTER • Kritik • kino-zeit.de

Es ist eine regelrechte amerikanische Erfolgsgeschichte, die Ridley Scott da verfilmt hat, schreibt Katrin Knauth. "Beide Schauspieler zeigen sich in dem Gangsterdrama von ihrer besten Seite. Es ist ein Duell mit zwei Außenseitern, die jeweils das andere Ende des Gesetzes verkörpern. Scott hat einen handwerklich perfekten Film inszeniert, wobei das nach über vierzig Jahren Arbeit im Filmbusiness und nach Filmen wie BLADE RUNNER, ALIEN, BLACK HAWK DOWN und vielen anderen Meisterwerken nicht mehr verwundert. "

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18182 Filme,
70690 Personen,
5442 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,36092