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DER GOLDENE KOMPASS

DER GOLDENE KOMPASS

Regie Chris Weitz
Kinostart 06.12.2007

Kritiken • DER GOLDENE KOMPASS

08. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • critic.de

Es zählt zu den Schwächen des Films, dass die Einführung der Charaktere nur als Nummernrevue vonstatten geht, kritisiert Thorsten Funke. "Die schiere Anzahl an Figuren zwingt zu einem dramaturgischen Patchwork, das zwischen den erstklassigen computergenerierten Aufnahmen – zu bewundern unter anderem am schimmernden Fell des Eisbären – den Spannungsaufbau erschwert. Dafür ist Chris Weitz hoch anzurechnen, dass er seinen digitalen Zauberkasten nicht dafür einsetzt, das Publikum ohne Sinn und Verstand visuell zu überwältigen."

06. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Der Spiegel

Für David Kleingers mäandert der Film zu sehr zwischen Märchen, Materialschlacht und Metaphysik. Er scheitert "am Zwang zum großen Bilderbogen, der hier als beliebiges Sampling aus visuellen Genregemeinplätzen von Tolkien bis zum Zauberer von Oz daherkommt. DER GOLDENE KOMPASS will alles zugleich: Metaphysisches Märchen und Materialschlacht, kindertauglichen Eskapismus und harsche Kirchenkritik, Fantasygeschwurbel und Philosophieseminar. Nur, wer in so viele divergierende Richtungen strebt, kommt zwangsläufig vom Kurs ab."

06. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Laut Michel Bodmer erzählt DER GOLDENE KOMPASS "ein spannendes Abenteuer mit zumeist gelungenen Spezialeffekten und tollen Darstellern, darunter die Neuentdeckung Dakota Blue Richards, ein kerniger Daniel Craig, eine kühl verführerische Nicole Kidman und allerhand britische Top-Schauspieler. Spürbar sind – knapp – einige von Pullmans Vorstellungen von unabhängigem Denken, Güte und Toleranz sowie seine Kritik an Repression und Dogmatismus, aufgelockert mit etwas willkommenem Humor."

06. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • telepolis.de

Einiges ist in der Verfilmung ganz schön verwässert worden, stellt Rüdiger Suchsland fest. "Vielleicht sind die Antworten, die Pullman gibt, nicht immer der Weisheit allerletzter Schluss, aber die Haltung ist es: Ein Drama voll Weltklugheit und Rebellion. Freiheitlich bis ins Mark und zum Platzen spannend erzählt, gefällt DER GOLDENE KOMPASS auch filmisch: Er ist voller Anspielungen auf die Film- und die Politische Geschichte ... Das Ergebnis ist eine aufregende Reise in fremde Welten, mit überzeugenden Darstellern - die US-Marketingmaschine hätte es gar nicht gebraucht, damit "dem" Kino-Weihnachtsereignis des Jahres nichts mehr im Weg steht."

05. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal nennt den Film ein grausiges Fantasy-Spektakel zum Fest. Sie fragt sich, "für wen diese Kinoadaption eigentlich gedacht ist: Der zentrale Zweikampf zwischen Eisbären etwa ist für Kinder viel zu brutal, während Erwachsene im Film die Abgründigkeit der Buchvorlage vermissen werden. So muten die aufrechten Gypter hier an wie Hippies, wogegen die bösen Gobblers des Magisteriums der Übersichtlichkeit halber wie Nazis aussehen. Beim Produktionsdesign wurde allerdings nicht gespart ... schön anzusehen zwar, aber bedauerlicherweise ziemlich uninteressant."

05. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Der Tagesspiegel

Hollywood ist mit dieser herrlichen Vorlage so verfahren, wie leider Sebastian Handke erwartet hat. "DER GOLDENE KOMPASS wurde verharmlost. Nun wirkt er fast genauso banal und diffus wie all die andere Fantasy-Ware. Ganz misslungen ist DER GOLDENE KOMPASS aber nicht. Zwar hat Regisseur Chris Weitz (ABOUT A BOY) offenkundig mit Unternehmen dieser Größe keine Erfahrung, und so wirkt das Ergebnis ein wenig gehetzt. Die Bildwelten sind allerdings bezaubernd und die Darsteller in guter Form – allen voran Dakota Blue Richards in der Hauptrolle und Nicole Kidman als verführerisch-böse Mutterfigur."

05. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Schönheiten dieses märchenhaft ausgestatteten Films überwiegen für Daniel Kothenschulte bei weitem. "Dazu zählt der betont britische Ton, angeschlagen nicht zuletzt von einer mit enorm selbstbewussten Charisma gesegneten 13-jährigen Hauptdarstellerin, die - gar nicht britisch - Dakota Blue Richards heißt. Von Eva Green als Hexe sieht man dafür leider so wenig, dass man bis zuletzt nicht recht weiß, ob man sich vor ihr hätte fürchten müssen. Aber so war das wohl gemeint mit Philip Pullmans Verweigerung an eindimensionale Fantasy-Charaktere: Bei Tolkiens Schurken empfand er nur gähnende Langeweile."

04. Dezember 2007 | DER GOLDENE KOMPASS • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler lobt den Hauptdarsteller. "Wäre es nicht Klaußner, man würde zweifeln. An wunderbaren, freilich auch wunderbar maroden Schauplätzen geht die Geschichte vor sich hin, so ziellos wie ihr Protagonist. Das Geschlechterspiel tut ihr nichts hinzu, verstärkt nur das allgemeine Unwohlsein. Keine dramatischen Fehler, aber etwas mehr Drama könnte der Herr Botschafter gut vertragen."

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